Spargel auf Hefeteig – ist das nun Spargel-Pizza oder Spargel-Flammkuchen?

Am Samstagmorgen habe ich auf dem Wochenmarkt grünen und weißen Spargel gekauft, ohne eine Idee zu haben, wie und was ich damit anstellen wolte. Spargelragout zu Nudeln, oder klassisch mit Kartoffeln oder Spargel aus dem Ofen? Fragen über Fragen…

Und weil ich dann doch keine Lust auf Nudeln oder Kartoffeln hatte und unser Hunger nicht so sehr groß war (es gab nämlich am Nachmittag Rhabarberkuchen 😉 ), habe ich mich entschiedeln, den Spargel auf einem Hefeteig zu packen. Ob man das Ergebnis nun Spargel-Pizza oder Spargel-Flammkuchen nennen möchte, ist Geschmackssache. Wegen des Hefeteigs liegt Pizza näher, der Belag aus Creme fraiche und Ziegenkäse erinnert mehr an Flammkuchen, aber  die Farben des Gerichtes erinnern derart an die italienischen Nationalfarben, dass ich mich für „Spargelpizza“ entscheiden würde. Aber seht selbst.

Spargelpizza 10Zutaten für ein Blech Spargelpizza
250 g Mehl Typ 550, 125 ml lauwarmes Wasser,10 g frische Hefe, 1 TL Zucker, 1/2 TL Salz, 3 EL Olivenöl, 750 g grüner und weißer Spargel gemischt, 150 g Kirschtomaten, 1 EL Honig, 1 Knoblauchzehe, 100 g Creme fraiche, 50 Ziegenfrischkäse, 1 TL frisch abgeriebene Zitronenschale, etwas Zitronensaft, gemischte Kräuter, Salz Pfeffer

Zubereitung:Spargelpizza 30

Spargelpizza 24Für den Hefeteig, die Hefe mit dem Zucker im lauwarmen Wasser auflösen, Das Mehl mit dem 1/2 TL Salz mischen, Olivenöl an den Rand des Mehls geben, aufgelöste Hefe-Wassermischung zugeben und mit den Knethaken des Handrüherers oder der Küchenmaschine zu einem weichen Teig verkneten. Den Teig mit einem feuchten Tuch abdecken und etwa 1 Stunde gehen lassen.

In der Zwischenzeit den Spargel waschen, den weißen Spargel schälen, den grünen Spargel nur im unteren Drittel, und die Enden abschneiden. Die Kirschtomaten ebenfalls waschen und vierteln. Die geschälten Spargelstangen werden nun schräg iin dünne Scheiben gschnitten, die Spargelköpfe ganz lassen, bzw. halbieren, wenn sie sehr groß sind. Den Knoblauch schälen, ebenfalls in Scheiben schneiden, mit Salz bestreuen und mit einer Messerklinge zerdrücken und mit dem Honig mischen. Die Spargelscheiben und Tomatenviertel in einer Schüssel mit dem Honig-Knoblauch-Gemisch vermengen, den Zitronenabrieb zugeben, mit Salz und Pfeffer würzen, noch einmal durchrühren und das Gemüse marinieren. Die Kräuter, ich habe ein halbes Bund glatte Petersilie fein gehackt und die Blättchen vo 5 Stielen Thymian abgezupft, ebenfalls zum Spargel und den Tomaten geben.

Spargelpizza 25Spargelpizza 17Spargelpizza 16Den Backofen schon einmal auf 220 ° C Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Hefeteig kurz durchkneten und auf einem Backblech sehr dünn ausrollen. Den Spargel und die Tomaten abtropfen lassen. Creme fraiche und Ziegenkäse miteinander verrühren, mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken und auf dem ausgrollten Teig verstreichen.

Bagles 21

Spargelpizza 11Nun wird das Gemüse auf dem Teig verteilt und dann ab mit dem Blech in den Backofen. Meine Spargelpizza brauchte ca. 18 Minuten bis sie braun und knusprig war auf den Tisch konnte. Zusammen mit einem Glas Wein oder Bier ein leckeres frühlingshaftes Abendessen!

Spargelpizza 10Spargelpizza 1Spargelpizza 6

Lasst es euch schmecken!

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Das Wochenende steht vor der Tür

… und zum Start gibt es Pizza!

Pizza 6

Pizza 9Das Rezept und die Zutaten für den Pizzateig und die Tomasauce findet ihr hier. KLICK.

Für den Belag braucht ihr:
etwa 400 g kleine Tomaten, wenn möglich in verschiedenen Farben, Puderzucker, Salz, Pfeffer, 125 g Mozzarella, 80 g gekochtenr Schinken, etwas Ruccola, Parmesanspäne nach Geschmack, Olivenöl.

Zunächst werden die Tomaten mit Puderzucker, Salz und Pfeffer bestäubt und in einer Auflaufform zusammen mit drei angedrückten Knoblauchzehen bei 200 °C im Backofen 1 Stunde gebacken.

Getrocknete Tomaten 2

Pizza 2

Nach der Ruhezeit den Teig auf einem Backblech dünn ausrollen und mit der Tomatensauce bestreichen. Die im Ofen gebackenen Tomaten  gleichmäßig auf der Tomatensauce verteilen, ein Drittel des gekochten Schinken in Streifen zupfen und zu den Ofentomaten auf den Teig geben. Mozzarella zerzupfen, gleichmäßig darüber verteilen, pfeffern und mit Olivenöl beträufeln. Bei 250 °C auf der unteren Schiene 10 Minuten backen bis der Teig knusprig und gebräunt und der Mozzarella geschmolzen ist. Aus dem Ofen nehmen, Ruccola und restlichen zerzupften Schinken über die gebackene Pizza geben. Mit etwas Olivenöl beträufeln und Parmesanspäne über die Pizza streuen.

Pizza 5

Pizza 8

Pizza 11

Ich mag Pizza am liebsten mit einem Glas gut gekühltem Wein sulla terrazza… das war heute möglich!

Pizza 19

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Vorfreude auf Sardinien

Ich bin bekennender Sardinien-Fan… Bald ist es wieder soweit und ich werde mit meinem Gatten und unseren Freunden wunderbare Wochen auf unserer Lieblingsinsel verbringen. Kochen ist dabei für meine Freundin Martina und mich Teil der Erholung. Für unsere Männer wohl auch, sie dürfen schließlich am Ergebnis partizipieren. 😉

Heute ist es in Aachen 35 °C, die Temperatur erinnert mich in der Tat an Sardinien. Nach etwas Warmen steht mir der Sinn nicht, eher nach Salat oder so. Sardisch wär‘ schon schön – deshalb werde ich Tomaten, Gurken, Paprika, Rauke, Petersilie und Fregola zu einem Salat zusammenfügen.

Fregola 4

Kennt ihr Fregola? Fregola ist eine sardische Nudelsorte. Der Pastateig wird zu kleinen Kügelchen gerollt und dann durch Rösten getrocknet. In Sardinien wandert Fregola meist in Eintöpfe, wie Ministrone oder ähnliches. Aber auch dafür ist es heute definitiv zu warm. Ich kann mir gut vorstellen, dass Fregola auch in einem Salat eine gute Figur macht. Das werde ich einfach einmal testen.

Fregola 6

Zutaten für zwei Personen
100 g Fregola (gibt’s in gut sortierten Supermärkten, in italienischen Feinkostläden oder im www), 1 angedrückte Knoblauchzehe, 200 g Kirschtomaten, 250 g aromatische Tomaten, 1 kleine Gurke, 1 gelbe Paprika, 1 Bund Rauke, Senf, Honig, Balsamico-Essig, Olivenöl, Salz

Zubereitung
Fregola in reichlich Salzwasser zusammen mit der angedrückten Knoblauchzehe etwa 16 Minuten kochen. Anschließend abgießen  abschrecken und abtropfen lassen.

Fregola 8In der Zwischenzeit die Paprikaschoten würfeln, Kirschtomaten halbieren und die anderen Tomaten ebenfalls halbieren und in Scheiben schneiden. Die Gurke halbieren, Kerne entfernen und klein würfeln. Rauke waschen, putzen, in mundgerechte Stücke zupfen und Petersilie hacken.

Paprika, Gurken und Tomaten in eine Schüssel geben und mit der Vinaigrette mischen, kurz ziehen lassen. Fregola untermischen und zum Schluss Rauke und Petersilie unterheben. Und schon kann der Salat auf den Tisch!

Nach meinem Urlaub auf Sardinien gibt es mehr Rezepte aus der sardischen Küche.

Allen einen schönen Sommer!

„Spontanes“ Sommermenü

Seit vielen, vielen Wochen will ich  mit einem lieben Freund kochen. Leider scheitern wir immer an der Terminfrage… Dann haben wir uns in dieser Woche auf der Straße, also schon auf dem Bürgersteig, getroffen und uns tatsächlich für heute zum Kochen verabredet. Wie schön, manchmal ist es so einfach!

Wir haben dann auf dem Bürgersteig stehend auch gleich ein kurzes Brainstorming veranstaltet und waren uns sehr schnell einig, dass es zur Vorspeise ein Zitronenrisotto mit gebratenem Zander, zum Hauptgang ein Steak mit mediterranem Gemüse und zum Nachtisch etwas mit Beeren geben sollte.

Und dann hat heute auch noch der Sommer begonnen! Die Sonne scheint, nur wenige Wölkchen verdecken manchmal für ein paar Minuten die Sonne, es ist warm. Gleich kommen unsere Gäste und das Essen verspricht einen leckeren Abend.

Hier ist die Einkaufsliste für unser Sommermenü

Für das Zitronenrisotto
300 g Risottoreis (ich nehme am liebsten Carnaroli), 2 kleine Schalotten, feingewürfelt, 1 kleine Knoblauchzehe, gehackt, 50 ml Weißwein, etwa 1 l Gemüse- oder Geflügelfond oder -brühe, 50 g Butter in Flöckchen, 50 g Parmesan, gerieben, Saft und Abrieb von 1 Zitrone, Salz und Pfeffer zum Abschmecken, 4 Zanderfilets mit Haut, etwas gehackte Petersilie, falls gewünscht.

Für das mediterrane Gemüse
2 Zucchini, wenn ihr bekommt je einen in gelb und in grün, 2 Auberginen,  je 1 rote und orange Paprikaschote, 2 Zwiebeln, 250 g Champignons, 500 g Kirschtomaten,1 Zweig Rosmarin, einige Zweige Thymian, Salz, Pfeffer und etwas Balsamico zum Abschmecken (kann, muss aber nicht).

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Zitronenrisotto

Das Risotto soll durch eine Zitronenmarmelade zum Zitonenrisotto werden. Das habe ich im www einmal gelesen. Da ich die Seite leider nicht wiederfinden konnte, habe ich mich dazu entschlossen, die Zitronenmarmelade wie folgt zu machen: Saft und Abrieb von einer Zitrone mit 3 EL Weißwein und 60 g Zucker vermischen und auf die Hälfte einkochen lassen. Ich war zufrieden.

So, jetzt ist mein lieber Freund eingetrudelt und wir machen uns an die Arbeit. Zunächst werden für das Risotto die Schalotte feingewürfelt, die Knoblauchzehe feingehackt, der Parmesan gerieben und der Geflügelfond erhitzt.

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Die Zwiebel und der Knoblauch werden in einer Mischung aus Olivenöl und Butter angeschwitzt, dann kommt der Risottoreis dazu. Unter Rühren mit andünsten, bis alle Reiskörner von Fett überzogen sind. Den Weißwein angießen, unter Rühren einkochen lassen, den Reis mit Fond aufgießen bis er bedeckt ist und das Risotto unter Rühren garen. Immer wenn der Reis die Flüssigkeit aufgenommen hat, eine weitere Kelle Fond zugießen. Nach etwa 20 Minuten ist das Risotto fertig, d.h. es ist schön cremig und macht „la onda“, der Reis hat aber noch Biss. Jetzt kommt die Zitronenmarmelade ans Risotto. Herr A. und ich, die wir noch nie ein Risotto mit Marmelade gegessen haben, sind sehr gespannt…. und sehr begeistert: es schmeckt köstlich! Dann wird der Parmesan und die Butter unter das Risotto gerüht. Nach etwa einer Minute Ruhezeit kann das Risotto auf den Teller.

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Weil ich heute nicht rühren muss, konnte ich mich in der Zwischenzeit um den Zander kümmern. DIe Zanderfilets waschen, trocken tupfen und in Olivenöl auf der Hautseite 2 Minuten bei mittlerer Hitze braten, umdrehen, Herdplatte ausschalten und die Filets noch eine Minute nachziehen lassen und mit Salz (ich habe Zitronensalz genommen) und Pfeffer würzen. Auf dem Zitronenrisotto anrichten und mit etwas Petersilie bestreut servieren.

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Noch während Herr A. und ich beim Schnippeln sind, kommt eine weitere Küchenfee dazu und hilft, die Gemüse und Tomanten für das mediterrane Gemüse in die richtige Form zu bringen. Jetzt ist aber wirklich erst einmal Zeit für einen Aperol Spritz und etwas „Küchenklatsch“. Auch mein Mann, der dem Kochen so gar nichts abgewinnen kann, außer dem Ergebnis, stößt mit uns auf den Sommer an.

Mediterranes Gemüse
Alle Gemüse werden in nicht zu kleine Stücke geteilt, die Zwiebel in Spalten und die Knofizehe in Scheiben geschnitten. Die Kirschtomaten haben wir halbiert und mit der Schnittseite nach oben in eine Auflaufform gelegt. Bevor das Gemüse mit Rosmarin und Thymian auf einem Backblech für 45 Minuten bei 170 °C in den Backofen kommt, wird es in einer Schüssel mit Olivenöl vermischt und auf dem Blech liegend noch mit Salz und Pfeffer bestreut. Nach einer Viertelstunde wandern die Tomaten auf einen Rost unter das Blech mit dem Gemüse in den Ofen.

DSC_0038Das Gemüse ist seit etwa einer halben Stunde im Ofen, die Tomaten schmoren seit 15 MInuten. Nun ist Zeit die T-Bone-Steaks anzubraten. Einfach bei ziemlich großer Hitze auf beiden Seiten 2 Minuten braten und dann auf einigen Rosmarinzweigen, in Scheiben geschnittener Knoblauchknolle und Zitronenscheiben für eine Viertelstunde in den Ofen. Die Temperatur reduziere ich jetzt auf 140 °C.

DSC_0054Das Gemüse ist fertig. Ich entferne die Kräuterzweige und gebe das Gemüse in eine große Schüssel. Oh, wie das duftet. Die Tomaten gesellen sich dazu, ich vermische alles sorgfältig aber behutsam und schmecke das Gemüse mit Salz und Pfeffer und einem winzinges Schlückchen Balsamico ab. Noch etwas Olivenöl darüberträufeln und fertig ist die sommerliche Köstlichkeit.

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Die Steaks sollten nun eigentlich medium sein. Ich hole sie aus dem Ofen, löse den Knochen aus und schneide sie in Scheiben. Und… sie sind genauso wie wir uns das vorgestellt haben.

Dessert
Tja, zum Nachtisch sollte es ja etwas mit Beeren geben.
Dazu habe ich beim Obsthändler meines Vertrauens Erdbeeren, Blaubeeren, Brombeeren und Himbeeren gekauft. Ich fand es dann doch zu schade, die bildschönen Früchte zu Püree oder Eis oder so zu verarbeiten. Daher haben wir sie geputzt, die Erdbeeren halbiert und mit etwas Orangenlikör mariniert und uns dazu entschlossen, sie mit einer Zabbaione zu essen.

DSC_0132Die Zabbaione ist fix gemacht: 2 Eier mit 2 Eierschalhälften Marsala und 2 EL Puderzucker in eine Schüssel geben, diese über einen Topf mit heißem Wasser hängen und so lange schlagen, bis die Masse zu einem cremigen, lockerem Schaum geworden ist. Wenn man dazu einen Handmixer nimmt – ich tue das und schäme mich nicht – geht das ruck zuck.  Die Zabbaione über die marinierten Früchte geben. Einfach und nur köstlich!

Ich wünsche uns, dass der Sommer bleibt!

Gefüllte Pasta, Tomaten und Parmesan

Am Freitag las ich auf einer Speisekarte „Ravioli mit grünem Spargel an Parmesansauce“. Der Gedanke an eine  Kombination aus frischer selbstgemachter Pasta – für die ich ja zu jeder Zeit alles stehen lassen würde – Spargel und einer samtigen Parmesansauce scheint sich offenbar tief in meinem Unterbewusstsein festgesetzt zu haben. Auf dem Wochenmarkt am Samstag ertappte ich mich dabei, dass ich mehr Eier als sonst einkaufte und mir grünen Spargel einpacken ließ. Also habe ich mich meinem Unterbewusstsein gebeugt… und mich zudem noch bewusst entschieden, das Gericht mit Tomate aufzuhübschen.

Auf unserer Speisekarte stand dann  am Samstag:  „Mit grünem Spargel gefüllte Ravioli, dazu Tomatenchutney und Parmesanschaum“.

Zutaten für zwei Personen

Zutaten gefüllte Pasta 1

Gefüllte Ravioli
150 g Pastamehl, am liebsten Typ 00, wenn ihr das nicht bekommt, geht Typ 405 auch,
Eier, 2 EL Olivenöl, 1 große Prise Salz, 300 g grüner Spargel, 100 g Ricotta, 3 EL geriebenen Parmesan, abgeriebene Schale einer halben Zitrone, 1 EL Zitronensaft, Salz , Pfeffer

Tomatenchutney
100 g Schalotten, 1 Knoblauchzehe, 1 EL Ölivenöl, 1EL Honig, 2 EL brauner Zucker, 3 EL Weißweinessig, 1 kleine Dose gehackte Tomaten, 1 Chilischote, 1 Stück Zimtrinde, 1 Sternanis, 1 Lorbeerblatt, 1EL Senfsaat, nach Wunsch und Geschmack etwas geriebenen Ingwer, Pfeffer, Salz

Parmesanschaum
1 Schalotte und 1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, 1 EL Olivenöl, 100 ml Weißwein, 150 ml Geflügelfond, 20 g geriebener Parmesan, 20 g eiskalte Butter

So hab ich es gemacht:
Für die Ravioli Mehl, Eier, Salz und Olivenöl miteinander verkneten bis der Teig  glänzt und mindestens 1/2 Stunde abgedeckt ruhen lassen. Ich spüle dazu immer eine Schüssel mit heißem Wasser aus und lege die Teigkugel dort hinein.

In der Zwischenzeit den Spargel putzen und bis auf die Spitzen in dünne Scheiben schneiden. Die Scheiben dann in einer Pfanne in etwas Butter 6 Minuten dünsten, etwas abkühlen lassen und grob hacken. Ricotta, Spargel, Parmesan und Zitronenschale verrühren und mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft würzig abschmecken.

Nun den Teig mit der Nudelmaschine ausrollen und auf die bemehlte Arbeitsplatte legen. (Ich habe als Endstufe Stufe 6 gewählt.) Ich finde, für dieses Gericht sollten die Ravioli gern etwas größer sein. Daher habe ich den Teig mit einem großen Glas (8,5 cm Durchmesser) ausgestochen und die Teigkreise in einen „Ravioliformer“ gelegt, jeweils einen TL der Füllung hineingeben und dann verschlossen. Ich finde, das Verschließen der Ravioli geht mit diesen Formen wirklich sehr auslaufsicher. Die gefüllte Pasta auf ein mit Mehl bestreutes Küchentuch legen und abdecken bis alle Ravioli fertig sind, bzw. bis sie in den Kochtopf kommen.

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Für das Tomatenchutney, die Schalotte, Zwiebel und die Knoblauchzehe fein würfeln und in Olivenöl anschwitzen. Honig und Zucker darüber streuen, karamellisieren lassen und mit Essig ablöschen. Nun die gehackten Tomaten und die Gewürze zugeben. Die Chilischote pieke ich nur an und gebe sie ganz hinein, da ich nicht zu viel Schärfe im Chutney haben möchte. Dies Masse sollte nun unter gelegentlichem Rühren 40 Minuten köcheln. Zum Schluss Zimt, Sternanis, Lorbeerblatt und Chilischote entfernen und mit Salz und Pfeffer, ggf. Essig und geriebenem Ingwer abschmecken.
DSC_0010Jetzt ist Zeit, den Parmesanschaum vorzubereiten. Dazu die Schalotte und Knoblauch schälen und in nicht zu feine Würfel schneiden und Olivenöl andünsten. Weißwein und Geflügelfond zugeben und auf die Hälfte reduzieren. Danach die Flüssigkeit durch ein Sieb abgießen und auf dem Herd heiß halten.

In einer Pfanne etwas Butter schmelzen und die Spargelspitzen 7 Minuten darin garen. Anschließend mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Das Nudelwasser zum Kochen bringen, salzen und die Ravioli hineingeben. Wenn sie nach oben steigen, noch 4 Minuten ziehen lassen.

In der Zwischenzeit die eiskalte Butter in den Fond für die Parmesansauce rühren. Achtung, jetzt darf die Sauce nicht mehr kochen! Parmesan einrühren und mit dem Pürierstab aufschäumen.

Die Raivoli aus dem Wasser heben, kurz abtropfen lassen und auf Tellern anrichten. Einen Klecks Tomatenchutney zu den Nudeln geben, Spargelspitzen dazu dekorieren und das Gericht mit dem Parmesanschaum überziehen.

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Nudeln machen mich glücklich!!!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wann gab es eigentlich zuletzt Pasta?

Das ist auf jeden Fall zu lange her, denn Pasta könnte ich jeden Tag essen.

Beim Wochenendeinkauf auf dem Markt sah ich gestern den ersten Spargel. Spargel hatte ich auch lange nicht mehr: was lag also näher, als Pasta mit Spargel zu kombinieren. Wenn dann zu Spargel und Pasta  noch Tomaten, Gemüse, Basilikum und ein paar  Hackbällchen  kommen, ist Italien gefühlt ziemlich nah.

Für 6 Personen braucht man

für die Polpette (wegen des Italien-Gefühls)
400 g Rinderhack
1 rote Chilischote, 20 g Pinienkerne, 20 g Kapern
15 g Parmesan oder Grana Pandano
1 Eigelb, 1 gehäuften EL Paniermehl, Salz und Pfeffer

für die Tomaten-Gemüsessauce
je 250 g grüner und weißer Spargel
1 Schalotte, 300 g Fenchel, 150 g Zucchini
100 g Pancetta oder ersatzweise durchwachsener Speck
2 Dosen à 425 ml gehackte Tomaten, 6 EL Olivenöl,
2 TL Tomatenmark, Zucker, schwarze Oliven nach Geschmack
150 g Kirschtomaten, 4 Stiele Basilikum

außerdem 500 g Linguine, Cappellini,  oder Spaghetti und natürlich Salz

Für die Polpette Chili , Pinienkerne und Kapern klein schneiden, bzw. hacken und den Käse fein reiben. Hack mit Chili, Pinienkernen, Kapern, Käse, dem Paniermehl, Eigelb und Salz und Pfeffer verkneten. 20 Bällchen formen und  erst einmal kalt stellen.

Für die Tomaten-Gemüsesauce den weißen Spargel ganz und beim grünen das untere Drittel schälen und die Enden abschneiden. Spargel in 4 cm große Stücke schneiden und in den weißen Spargel in kochendem Salzwasser 8 Minuten garen, nach 4 Minuten den grünen Spargel zugeben und mitgaren. Spargel abgießen, abschrecken, abtropfen und zur Seite stellen.

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Das restliche Gemüse putzen. Nun die Schalotte in feine Würfel und den Fenchel in feine Streifen schneiden. Zucchini längs vierteln und in 1 cm große Stücke und den Pancetta in Streifen schneiden.

5 EL Öl in einer großen Pfarre erhitzen und die Schalotten, den Fenchel und die Zucchini darin 3 Minuten dünsten. Tomatenmark unterrühren und kurz mitbraten. Jetzt die Dosentomaten zugeben, Dosen mit insgesamt 200 ml Wasser ausspülen, Wasser ebenfalls in die Pfanne geben und aufkochen. Mit Salz Pfeffer und 1 guten TL Zucker würzen und die Sauce bei kleiner Hitze etwa 30 Minuten köcheln lassen. Oliven abtropfen lassen, zusammen mit dem Spargel und den Kirschtomaten nach 20 Minuten zur Tomatensauce geben.

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Pancetta in restlichen Öl knusprig ausbraten und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Hackbällchen im Pancetta-Fett bei mittlerer Hitze von allen Seiten knusprig braun braten.

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Inzwischen die Nudeln in reichlich Salzwasser al dente kochen, tropfnass in die Sauce geben, Pancetta und Hackbällchen zugeben, alles mischen und in einer großen Schüssel anrichten. Mit klein gezupftem Basilikum und Pfeffer bestreuen und servieren. Wer möchte, gibt noch Parmesan auf die Nudeln.

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Wir haben die Nudeln abends zusammen mit Freunden gegessen. Da wir zu viert waren, blieb, trotz aller Anstrengung, ein Rest.  Um unseren „natürlichen“ Kühlschrank zu nutzen, habe ich die Schüssel mit  Folie abgedeckt und diese mit Gummiring fixiert auf den Balkontisch vor unserer Küche gestellt.

Am nächsten Morgen hatte sich – ich vermute – eines der Eichhörnchen, die in unserem Garten leben,  hieran gütlich getan. Es, oder vielleicht waren es auch mehrere Eichhörnchen, hatten die Folie aufgemacht und sämtliches Gemüse und die restlichen Polpette aus den Nudeln gefischt.  Die Nudeln selbst wurden nicht gewürdigt, sondern auf dem Balkon verstreut, bzw. hingen in den Ritzen unseres Tisches. Super!!!

Aber dafür, das vermute ich stark, hat das Eichhörnchen  jetzt bestimmt ganz schöne Muckis.