Heute ohne Fleisch

Ich esse ja ab und zu wirklich gerne ein leckeres Steak und verwöhne meine Lieben schon einmal mit Rouladen oder einem Festtagsbraten. Auch eine gute Bolognese ist ja nicht wirklich fleischlos… Dabei versuche ich, Fleisch von Bauernhöfen zu kaufen, auf denen die Tiere artgerecht gehalten werden und ein gutes Leben leben durften. Aber ich komme auch ohne Fleisch ganz gut zurecht. Auch ohne Fleisch lassen sich ziemlich köstliche Dinge zubereiten. Und heute ist mir nach „ohne Fleisch“ und ich habe mich dafür entschieden, Kohlrabischeiben – das Wort Schnitzel würde ich heute gern vermeiden :-) – mit lauwarmem Kartoffel-Feldsalat zu machen. Schon beim Gedanken daran, läuft mir gerade das Wasser im Mund zusammen.

Kohlrabi 26Zutaten für zwei Personen
für die Kohlrabischeiben
1 Kohlrabi, Salz, Pfeffer, Mehl, Ei, Pankobrösel, Olivenöl zum Braten

für den lauwarmen Kartoffel-Feld-Salat
500 g vorwiegend festkochende Kartoffeln, 1 Zwiebel, 2 EL Öl, 200 ml Bio-Gemüsebrühe, 2 EL Senf, 2 EL Weißweinessig, 4 Stiele glatte Petersilie, 2 – 3 Hände Feldsalat, Zucker, Salz, Pfeffer

Zubereitung
Für die gebratenen Kohlrabischeiben den Kohlrabi schälen und in fingerdicke Scheiben schneiden. Die Scheiben in kochendem Salzwasser bissfest garen. Das dauert ungefähr 7 Minuten. Kohlrabischeiben aus dem Kochwasser heben, abtropfen und abkühlen lassen.

Kohlrabi 1Kohlrabi 2Für den Kartoffelsalat die Zwiebel schälen, fein würfeln in 1 EL Öl glasig dünsten, die Gemüsebrühe zugeben und den Sud aufkochen, Herdplatte ausschalten die Mischung ziehen lassen. Jetzt die Kartoffeln schälen und in Salzwasser in ca. 20 Minuten garen.  Den Feldsalat putzen und waschen, Petersilie fein hacken.

Kohlrabi 4Feldsalat 2Währenddessen die abgekühlten Kohlrabischeiben trocken tupfen, salzen, pfeffern und panieren. Die gewürzten Scheiben dazu zuerst in Mehl wenden, anschließend durch das verquirlte Ei ziehen und dann in den Pankobröseln wenden. Die Brösel gut festdrücken. Die Kohlrabischeiben müssen jetzt noch etwas warten, bis sie in der Pfanne gebraten werden.

Wenn die Kartoffeln gar sind, werden sie abgegossen und dürfen etwas abkühlen. Nun das Dressing für den Salat fertigstellen. Dazu die Zwiebelsud noch einmal aufkochen, vom Herd nehmen, Senf und Essig einrühren und 1 weiteren EL Öl darunter schlagen und mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. Nun werden die etwas abgekühlten Kartoffeln in nicht zu dünne Scheiben geschnitten,mit dem Dressing und der gehackten Petersilie vermischt. Jetzt darf / muss der Kartoffelsalat etwas durchziehen.

Kohlrabi 17Kohlrabi 18Kohlrabi 19In der Zwischenzeit die Kohlrabischeiben in heißem Öl in einer Pfanne von beiden Seiten goldbraun braten. Wenn alle Kohlrabischeiben gebraten sind, noch den Feldsalat unter die Kartoffeln heben und sofort servieren.

Kohlrabi 12Kohlrabi 14Der Feldsalat fällt, je nachdem, wie warm die Kartoffeln noch sind etwas zusammen. Das tut dem Geschmack aber überhaupt keinen Abbruch.

Kohlrabi 25Kohlrabi 23Kohlrabi 27Lassst es euch schmecken!

 

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Lauwarmer Herbstsalat aus dem Ofen

Heute habe ich zum Abendessen einen lauwarmen Herbstsalat gemacht. Wenn man von der Zeit, die die Gemüse im Ofen verbringen, absieht, ist dieser Salat superschnell gemacht. Die relativ lange Verweildauer Im Ofen lohnt sich aber aus meiner Sicht auf jeden Fall. Denn dadurch verschmelzen die Geschmäcker von Kürbis, Rote Beete, Apfel, Ingwer, Knoblauch und Olivenöl auf ganz wunderbare Weise miteinander. Wenn ihr einen mürben Apfel verwendet, zerfällt er und gibt dem Dressing die Süße, die dem Kürbis und auch den Rote Beten gut zu Gesicht steht. Für mich ist dieser Salat bei regnerischen Herbstwetter echtes Soul-Food.

Herbstsalat 4

Zutaten für 2 Personen
1/2  Butternutkürbis, nicht zu groß, 3 kleine rote Bete, 2 kleiner Äpfel, 2 Knoblauchzehen, 3 Scheiben Ingwer,  Salz, Pfeffer, etwas Zucker,  1 rote Chilischote, 2 EL Olivenöl, 1 El Kürbiskerne, nach Geschmack auch mehr,  milder Essig, 2 Stiele glatte Petersilie.

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Zubereitung
Backofen auf 175 °C Umluft vorheizen.

Kürbis waschen, in grobe Stücke schneiden, rote Bete und Äpfel schälen und in Viertel teilen, Knoblauchzehen andrücken und alles zusammen mit den Ingwerscheiben und der Chilischote in eine Auflaufform geben. Mit dem Olivenöl beträufeln, mit Salz und Pfeffer würzen und im Backofen etwa 30 Minuten backen. Dann die Kürbiskerne über das Gemüse streuen und alles zusammen weitere 10 Minuten rösten. Dabei werden die Kürbiskerne schön knackig.

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Gemüse aus dem Ofen nehmen, etwas abkühlen lassen, den Essig, ich habe weißen Balsamico genommen, darüber geben und gut durchmischen. Den Salat mit Salz und Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken. Zum Schluss die nicht zu fein geschnittene Petersilie über den Salat geben und zusammen mit Brot servieren.

Herbstsalat 6Herbstsalat 5Lasst es euch schmecken!

Vorfreude auf Sardinien

Ich bin bekennender Sardinien-Fan… Bald ist es wieder soweit und ich werde mit meinem Gatten und unseren Freunden wunderbare Wochen auf unserer Lieblingsinsel verbringen. Kochen ist dabei für meine Freundin Martina und mich Teil der Erholung. Für unsere Männer wohl auch, sie dürfen schließlich am Ergebnis partizipieren. 😉

Heute ist es in Aachen 35 °C, die Temperatur erinnert mich in der Tat an Sardinien. Nach etwas Warmen steht mir der Sinn nicht, eher nach Salat oder so. Sardisch wär‘ schon schön – deshalb werde ich Tomaten, Gurken, Paprika, Rauke, Petersilie und Fregola zu einem Salat zusammenfügen.

Fregola 4

Kennt ihr Fregola? Fregola ist eine sardische Nudelsorte. Der Pastateig wird zu kleinen Kügelchen gerollt und dann durch Rösten getrocknet. In Sardinien wandert Fregola meist in Eintöpfe, wie Ministrone oder ähnliches. Aber auch dafür ist es heute definitiv zu warm. Ich kann mir gut vorstellen, dass Fregola auch in einem Salat eine gute Figur macht. Das werde ich einfach einmal testen.

Fregola 6

Zutaten für zwei Personen
100 g Fregola (gibt’s in gut sortierten Supermärkten, in italienischen Feinkostläden oder im www), 1 angedrückte Knoblauchzehe, 200 g Kirschtomaten, 250 g aromatische Tomaten, 1 kleine Gurke, 1 gelbe Paprika, 1 Bund Rauke, Senf, Honig, Balsamico-Essig, Olivenöl, Salz

Zubereitung
Fregola in reichlich Salzwasser zusammen mit der angedrückten Knoblauchzehe etwa 16 Minuten kochen. Anschließend abgießen  abschrecken und abtropfen lassen.

Fregola 8In der Zwischenzeit die Paprikaschoten würfeln, Kirschtomaten halbieren und die anderen Tomaten ebenfalls halbieren und in Scheiben schneiden. Die Gurke halbieren, Kerne entfernen und klein würfeln. Rauke waschen, putzen, in mundgerechte Stücke zupfen und Petersilie hacken.

Paprika, Gurken und Tomaten in eine Schüssel geben und mit der Vinaigrette mischen, kurz ziehen lassen. Fregola untermischen und zum Schluss Rauke und Petersilie unterheben. Und schon kann der Salat auf den Tisch!

Nach meinem Urlaub auf Sardinien gibt es mehr Rezepte aus der sardischen Küche.

Allen einen schönen Sommer!

Salat der Saison

Kennt ihr das auch, dass ihr eine Vorliebe für einen Saison-Salat entwickelt und dieser Salat dann bei Gartenpartys und zum Grillen häufig seinen Weg auf den Tisch findet? Bei mir ist das so! Und in diesem Jahr ist mein Salat der Draußen-Saison ein Rote Bete-Salat. Sehr unkompliziert und was die Zutaten (bis auf die Rote Bete) angeht, sehr flexibel und anpassungsfähig.

Zutaten für 4 Personen
500 g frische Rote Bete, grobes Meersalz, Pfeffer, brauner Zucker, 3 EL milden Balsamico-Essig, 2 Bund  Rauke, 3 – 4 EL Olivenöl, 150 g Feta-Käse, 50 g Pinienkerne

Die Rote Beete-Knollen werden geschält und je nach Größe in Viertel oder Achtel geteilt. Dann bestreue ich sie mit grobem Meersalz, Zucker und pfeffere sie und gebe 2 EL Olivenöl darüber. In einem Gefrierbeutel lassen sich die Zutaten besonders gut vermischen. Nun werden die Rote Bete-Stücke in einer Auflaufform bei 175 °C etwa 40 Minuten geröstet. Dabei sollten die Stücke einmal zwischendurch gewendet werden.

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Nach der Backzeit den Balsamico-Essig über die Rote Bete träufeln und bis zur weiteren Verwendung an die Seite stellen und marinieren. Kurz bevor der Salat angerichtet wird, die Rauke putzen, waschen, in mundgerechte Stücke zupfen und in 1 – 2 EL Olivenöl wenden. Rote Bete-Stücke in eine Salatschüssel oder auf eine Platte geben, Rauke untermischen, Feta-Käse in Stücke brechen und ebenso wie die Pinienkerne darüber streuen uuuunnd fertig!
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Statt Rauke schmeckt auch Feldsalat gut, der Feta-Käse kann durch Büffelmozzarella oder Ricotta ersetzt werden.

Viel Spaß in der Gartenparty-Grill-Saison!