Es gibt wieder Rhabarberkuchen

und den Göttergatten freut es über die Maßen. Er kann von Rhabarberkuchen gar nicht genug bekommen. Dabei spielt es für ihn keine Rolle, in welcher Form ich Rhabarberkuchen backe. Er würde sich auch jedes Mal über meinen Rhabarberkuchen mit Streuseln freuen. Aber ich mag Abwechslung auf dem Kuchenteller. Deshalb  habe ich den Rhabarber heute mal in einen Hefeteig eingewickelt und mit Karamell sowohl im Teig als auch obenauf verleckert. Der Hefeteig war etwas weich. Das mag am Karamell im Innern der Teig-Schnecke oder am Teig selbst gelegen haben. Deshalb waren die Schnecken etwas verdötscht und nicht so schön rund. Dem Geschmack hat es nicht geschadet.

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Zutaten
Rhabarberkompott
500 g Rhabarber, 4 EL brauner Zucker, 1/2 Vanillestange, Aperol,

Hefeteig
250 g Mehl, 10 g Hefe, 100 ml lauwarme Milch, 40 g weiche Butter, 1 Ei, 30 g Zucker, 1 Prise Salz, 100 g gehackte Nüsse ganz nach Geschmack (ich habe eine Nussmischung verwendet)

Karamell
75 g Zucker, 75 g Butter, 50 ml Sahne,1 Prise Salz

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Zubereitung
Für das Rhabarberkompott den Rhabarber waschen, in kleine Stücke schneiden und mit dem Zucker im Kochtopf mischen, die Vanilleschote aufschneiden, das Mark heraus kratzen und mit der Schote zum Rhabarber geben. Die Mischung sollte jetzt eine halbe Stunde Saft ziehen. Danach wird der Rhabarber erhitzt und so lange gekocht, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Der Rhabarber zerfällt dabei. Das ist aber nicht schlimm, denn er versteckt sich ja später im Teig. Die Vanilleschote entfernen, den Rhabarber ggf. noch etwas nachsüßen und mit einem Schluck Aperol abschmecken.

In der Zwischenzeit den Karamell kochen. Dazu 75 g Zucker und 75 Butter in einer Pfanne schmelzen und ca. 10 Minuten kochen. Dabei immer wieder umrühren. Nach etwa 10 Minuten sollte das Butter-Zucker-Gemisch eine appetitlich braune Farbe haben. Nun die Hälfte der Sahne zugeben und die Masse noch einmal 5 Minuten leise köcheln und dann lauwarm abkühlen lassen.

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Für den Hefeteig die Hefe in der lauwarmen Milch und dem Zucker auflösen. Mehl, Ei, Butter und Salz in eine Schüssel geben. Die aufgelöste Hefe dazu gießen und mit den Knethaken des Handrührers oder in der Küchenmaschine so lange kneten, bis sich der Teig vom Topfboden löst. Den Teig mit einem feuchten Tuch abdecken und 30 Minuten ruhen lassen.

Wenn der Karamell lauwarm ist, kann es weitergehen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck ausrollen und mit Karamell bestreichen.

Darauf werden dann die gehackten Nüsse verteilt, anschließend kommt das Rhabarberkompott auf die Nüsse. Nun den Teig von der langen Seite her zu einer Schnecke aufrollen. Die Teigrolle in etwa 6 cm breite Stücke teilen und mit der Schnittseite nach oben in eine Kuchenform setzen und 30 Minuten unter einem feuchten Tuch ruhen lassen.

Den restlichen Karamell mit der übrigen Sahne verrühren, großzügig über die Schnecken geben und bei 175 °C Umluft 30 Minuten backen.

Karamellschnecken 10Karamellschnecken 13

Karamellschnecken 15Und dann auf dem Balkon in der Sonne genießen. Das ist Frühling!

Lasst es euch schmecken!

 

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Wie versprochen, der erste Rhabarberkuchen

Was man verspricht, muss man halten…. Deshalb gibt es heute Rhabarberkuchen,

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und zwar kleine Mürbeteigtörtchen, die ich in der „nomalen“ und meiner Mini-Muffinform gebacken und dann mit Rhabarber-Himbeercurd gefüllt habe. Die Himbeeren habe ich zugefügt, weil ich zum einen finde, dass Rhabarber und Himbeeren wunderbar zu einander passen. Andererseits hatte ich aber auch Sorge, dass ein Curd allein aus Rhabarber, auch wenn man rotstieligen nimmt, etwas wenig appetitlich aussehen könnte. Ich will mal so sagen: farblich könnte ich am Rhabarbercurd noch arbeiten… Schmecken tut das Rhabarbercurd fein säuerlich, so wie ich mir Rhabarber wünsche. Durch die Eier und die Butter wird das ganze schön samtig.

Rhabarbercurd20Die Zutaten und das Rezept für die Törtchen findet ihr hier.
Aus der angegebenen Menge habe ich 12 kleine und 6 normale Muffins gebacken und es blieb noch etwas Teig über, den ich in zwei Herzförmchen gebacken habe. :-)

Zutaten für das Rhabarbercurd
500 g Rhabarber, 100 g Zucker, 1 Handvoll Himbeeren, 4 Eigelb, 1 TL Speisestärke, 50 g Butter, einige Himbeeren und schmale, dünne Streifen von Rhabarber zum Garnieren

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Zubereitung
Rhabarber putzen waschen und in kleine Stücke schneiden. Zusammen mit dem Zucker tropfnass in einen Topf geben, zum Kochen bringen und so lange kochen bis der Rhabarber zerfällt. Die Himbeeren ebenfalls zugeben, sie zerfallen in dem heißen Rhabarberkompott dann in null Komma nix. Das Kompott nun durch ein feines Sieb in einen Topf streichen, die Speisestärke in etwas Wasser auflösen, zum Saft geben und kurz aufkochen lassen. Jetzt muss die Masse etwas abkühlen. In der Zwischenzeit die Eier trennen, die Eigelbe in einer Schüssel verquirlen und die Eier in den nun handwarmen Saft rühren. Der Topf mit der Rhabarber-Eigelb-Masse kommt erneut auf den Herd. Bei mittlerer Hitze unter ständigen Rühren wird die Masse nun so lange erhitzt bis sie dicklich wird. Vorsicht! Die Masse darf nicht kochen, sonst gibt es Rührei! Jetzt noch die Butter in die Masse geben und gut mit ihr verrühren. Fertig!

Rhabarbercurd13Die vorbereiteten Törtchen mit dem etwas abgekühlten Rhabarbercurd füllen, den Rest Curd in ein Schraubglas füllen und in den Kühlschrank stellen. Ich freue mich schon jetzt auf das nächste Frühstück!

Rhabarbercurd18Ich habe die kleinen Törtchen noch mit Himbeeren und dünnen Rhabarberstreifen dekoriert.

Rhabarbercurd5Rhabarbercurd7Lasst es euch gut gehen!

Der erste Rhabarber 2017

Der erste Rhabarber ist da! Ein sicheres Indiz dafür, dass der Frühling nicht mehr weit ist. Ich habe die zarten roten Stangen zu einem Chutney verarbeitet. Mein Göttergatte fand das geradezu skandalös. Seiner Meinung nach gehört der erste Rhabarber ohne Frage in einen Rhabarberkuchen…

Rhabarberchutney 8Zutaten für 4 Gläser à 250 ml
400 g Rhabarber, 1 Apfel, 100 g Himbeeren, 150 g rote Zwiebeln, 50 g Pinienkerne, 50 g Rosinen, 200 g brauner Zucker,1 EL geriebener Ingwer, 100 ml Balsamico, 1 EL Senfkörner, 1 Zimtstange, 1 Sternanis, 1 TL Salz, Pfeffer, Chiliflocken

Zubereitung
Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett rösten bis sie schön gebräunt sind. Rhabarber und den Äpfel waschen, Zwiebel schälen und alles in kleine Würfel schneiden. In einem Topf mit den anderen Zutaten, bis auf die Himbeeren mischen und zum Kochen bringen. Solange kochen bis die Masse fest wird, dann die Himbeeren zufügen, kurz Weiterkochen bis die Himbeeren eben eben zerfallen.

Rhabarberchutney 1Rhabarberchutney 2Rhabarberchutney 3Die Masse mit Salz, Pfeffer und Chiliflocken herzhaft abschmecken und in sterilisierte Gläser füllen. Die Gläser verschließen, umdrehen und  5 Minuten auf dem Deckel stehen lassen. Dann zurück drehen und die Gläser komplett abkühlen lassen.

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Rhabarberchutney 6Das Chutney schmeckt wunderbar zu Käse, ich mag es auch zu Lamm :-)

Und der nächste Rhabarber wird ganz bestimmt zu Kuchen verarbeitet. Versprochen!

… der letzte Rhabarberkuchen 2016

Ich fürchte, heute habe ich den letzten Rhabarberkuchen der Saison 2016 gebacken. Ich gebe zu, dass mich dabei Wehmut überfallen hat. Gleichzeitig schwirrt mir aber – wahrscheinlich schon in Vorfreude auf das nächste Jahr – eine Idee im Kopf herum, nämlich in der Rhabarbersaison 2017 Rezepte mit Rhabarber in einem Rhabarberspecial zu sammeln. Die Idee muss aber noch wachsen und reifen….

Der Rhabarberstreuselkuchen, den ich euch im März vorgestellt habe,  ist der Rhabarberkuchen, der  am häufigsten in den Ofen und auf die Kaffeetafel wandert. Zum Abschied heute gibt es Rhabarbercrostata.

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Zutaten für eine Crostata
220 g Mehl, 125 g Butter, 60 g Zucker, 1 Ei und 1 Prise Salz, 700 g Rhabarber, 3 EL Zucker (ich nehme eine Mischung aus braunem und weißem Zucker), 1 TL abgeriebene Orangenschale, 2 EL Orangenlikör, alternativ Orangensaft, flüssige Butter zum Bepinseln.

Zubereitung:
Als erstes putze ich den Rhabarber, schneide ihn in mundgerechte Stücke, vermische ihn mit dem Zucker, der Orangeschale und dem Likör bzw. dem Orangensaft.

Für den Mürbeteig das Mehl, die Butter, Zucker, das Ei und die Prise Salz rasch verkneten, ggf. etwas eiskaltes Wasser oder Mehl zugeben, damit ein schöner homogener Teig entsteht. Dieser wandert für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank.

Nach der Ruhezeit rolle ich den Teig zwischen zwei Lagen Backpapier zu einem Kreis mit etwa 30 cm Durchmesser aus. Oberes Backpapier entfernen, Teig mit dem Backpapier auf ein Backblech legen und die Rhabarberstücke mitsamt des Saftes, der sich gebildet hat, in die Mitte des Teigkreises geben. Dabei einen freien Rand von etwa 4 – 5 cm lassen. Diesen Teigrand einschlagen und über den Rhabarber legen. Das geht am besten, wenn man kleine Falten in den Teig einarbeitet. Ihr könnt die Crostata auch in einer Tarte- oder Pie-Form backen. Ich mag’s lieber, wenn die Crostata ohne Form gebacken wird.Nun noch den Teigrand mit flüssiger Butter einpinseln, wer mag gibt auf den Rand noch etwas Zucker und dann ab damit in den 175 °C vorgeheizten Backofen.

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Nach 25 – 30 Minuten (wenn Ihr in einer Form backt, braucht die Crostata entsprechend länger) ist die Crostata schön kross. Mir schmeckt sie am besten lauwarm, gern mit etwas Vanilleeis oder leicht angeschlagener Sahne!

Ganz bestimmt „Auf Wiedersehen im nächsten Jahr!“

… noch mehr Rhabarber

Ich koche und backe gern mit Obst und Gemüse, das gerade Saison hat. Deshalb gibt es jetzt in der Rhabarbersaison fast ausschließlich Kuchen mit Rhabarber. Okay, manchmal auch mit Erdbeeren. Sonst müsste man ja noch lange darauf verzichten. Ich bemühe mich dabei immer gern um Abwechselung. Es soll ja schließlich für die, die mitessen, nicht langweilig werden. Heute gibt es deshalb Rhabarber mal in Windbeuteln, die ich wirklich schon ewig nicht mehr gebacken habe.

Für die Windbeutel
30 g Butter, 75 g Mehl, 2 Eier, 1 Prise Salz, 125 ml Wasser

Für das Rhabarberkompott
500 g Rhabarber, 3 EL brauner Zucker, Saft von 1 Orange, 1TL Stärke

Für die Quarkcreme
125 g Magerquark, 100 ml Sahne, 30 g Puderzucker, Saft von 1 Orange, abgeriebene Orangenschale (nach Geschmack)

Wasser, Butter, und Salz aufkochen. Mehl dazugeben und mit einem Holzlöffel so lange rühren bis sich der Teig als Kloß vom Topfboden löst und der Topfboden von einer weißen Schicht überzogen ist. Dann den Topf vom Herd nehmen, die Masse etwas abkühlen lassen und die Eier nacheinander unterrühren. Das zweite Ei sollte erst dann untergerührt werden, wenn der Teig das erste Ei vollkommen aufgenommen hat. Dann mit zwei Teelöffel 8 kleine Häufchen formen und auf das Backblech setzen. Bei 200 C Umluft ca. 25 Minuten backen. Die Windbeutel sollten goldbraun sein  und appetitlich aussehen. Sofort auf ein Kuchen Gitter geben und auskühlen lassen

500 g Rhabarber, 3 EL brauner Zucker, Saft von 1 Orange, 1TL Stärke

Rhabarber waschen und putzen. Zucker in einem Topf oder einer Pfanne schmelzen und karamellisieren. Mit Orangensaft ablöschen und so lange kochen, bis sich der Zucker wieder gelöst hat. Dann den Rhabarber zugeben und 5 Minuten bei schwacher Hitze garen. Rhabarber aus dem Sud heben, die Speisestärke mit etwas Wasser anrühren in den Rhabarbersud einrühren und kochen, bis der Sud gut gebunden ist. Wenn der Sud abgekühlt ist, den Rhabarber unterheben.

Für die Quarkcreme den Quark mit dem Puderzucker, dem Orangensaft und der abgeriebenen Orangenschale verrühren. Beim Zugeben des Saftes darauf achten, dass die Creme nicht zu flüssig wird. Nun noch die steif geschlagene Sahne unterheben, fertig!

Kurz vorm Servieren die Windbeutel aufschneiden (ich habe  dazu eine Küchenschere benutzt, das ging prima.) und die oberen Hälften mit Puderzucker bestäuben. Zuerst die Quarkcreme in die untere Hälfte füllen, das Rhabarberkompott darauf geben und mit dem Winbeutel-Oberteil zudecken. Und ab damit auf die Kaffeetafel!

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Erste Frühlingsgefühle….

Die Sonne scheint zwar noch sparsam und auch die Temperaturen sind leider noch nicht so richtig frühlinghaft… Deshalb habe ich uns – sehr zur Freude meines Mannes – mit dem ersten Rhabarberkuchen den Frühling ins Haus geholt!

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Für meinen Rhabarberkuchen putze ich zunächst einmal 750 g Rhabarber, am liebsten den roten Himbeerrhabarer, und schneide ihn in etwa 2 cm große Stücke. Diese Stücke wandern zusammen mit 3 EL Bio-Mascobado-Zucker in eine Schüssel und dürfen dort warten, bis der Teig fertig ist.

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Da bei uns Kuchen in der Regel keine 24 Stunden alt wird, verwende ich häufig einen Quark-Öl-Teig. Er ist schnell gemacht und schmeckt ganz frisch bestens. Hierzu verknete ich 75 g Magerquark, 40 ml Bio-Sonnenblumenöl, 40 g Zucker, 1 Ei, 220 g Mehl und 1 TL Backpulver.
Anschließend kann der Teig direkt in die Form und dort warten, bis die Streusel, die natürlich nicht fehlen dürfen, fertig sind. Meine Streusel sind immer wieder anders. Neben 50 g Mehl habe ich in heute 50 g Haferflocken, 50 g Bio-Mascobado-Zucker und 50 g Butter verknetet.
Der Zucker hat dem Rhabarber inzwischen etwas von seinem Saft entlockt und kommt mit samt dem Saft auf den vorbereiteten Teig. Jetzt noch die Streusel drauf und für etwa 30 min ab in den kuschelig 175 °C warmen Ofen.

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… und dann hält der Frühling Einzug!