Tarte mit Schwarzwurzeln

Es ist schön, dass Schwarzwurzeln ihren Weg zurück auf unsere Märkte und in die gut sortierten Obst- und Gemüseabteilungen der Supermärkte gefunden haben. Ich mochte schon als Kind gerne Schwarzwurzeln. Sie standen bei uns im Winter regelmäßig auf dem Tisch, denn meine Opa baute sie in unserem Garten an.

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Besonders gut schmecken mir Schwarzwurzeln, wenn sie einfach nur  in Butter braun gebraten werden oder auch in einer zitronigen Sahnesauce zu Spaghetti. Heute habe ich die auf den ersten Blick unscheinbaren Stangen zuerst gebraten und anschließend  weiterverarbeitet, und zwar zu einer Tarte.

Für eine 28er Tarte- oder Quicheform braucht ihr
250 g Mehl, 100 g Butter, 1/2 TL Salz, 1 Eigelb, 3 – 4 EL  sehr kaltes Wasser
500 g Schwarzwurzeln, Saft von 1,5 Zitronen, Butter zum Braten, Zitronenabrieb, 150 ml Sahne, 75 g Ziegenfrischkäse, 2 Eier, Salz, Pfeffer, Muskat, Zucker,  einige gehackte Walnüsse, 1 EL frische Thymianblättchen (Es darf auch getrockneter Thymian sein.

Zubereitung
Mehl mit in Stückchen geschnittener Butter, Salz, dem Eigelb und dem kalten Wasser zu einem Mürbeteig verarbeiten und abgedeckt 30 Minuten im Kühlschrank kühlen.

Während der Teig im Kühlschrank ruht, ist es Zeit, die Schwarzwurzeln zuzubereiten. Das ist eine extrem klebrige Angelegenheit. Deshalb sind Einweghandschuhe ein MUSS! Die geschälten Stangen sofort in Wasser legen, das mit dem Saft einer Zitrone angereichert wurde.

Schwarzwurzeln 4Wenn alle Stangen geschält sind, Butter in einer Pfanne erhitzen und den abgetropften Spargel in der heißen Butter braun braten. Wenn sich erste Bratspuren zeigen, etwas Zucker über die Schwarzwurzeln geben, karamellisieren und in etwas 8 – 10 Minuten, je nach Dicke der Stangen, bissfest garen und mit Salz, Pfeffer, Zitronenabrieb und Zitronensaft kräftig würzen.

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Den Teig nach der Ruhezeit ausrollen und in eine gefettete Tarteform legen, Teig mit Backpapier abdecken, mit getrockneten Hülsenfrüchten belegen und 15 Minuten bei 175 °C Umluft vorbacken.

Schwarzwurzeln 14Form aus dem Ofen nehmen und die Hülsenfrüchte und das Backpapier entfernen.

Nun die Sahne, den Ziegenfrischkäse und die Eier verquirlen und mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft, und Muskat herzhaft kräftig abschmecken, Thymian ebenfalls unterrühren. Damit das Gericht nicht fade wird, braucht die Mischung wirklich etwas Wumms.

Die Schwarzwurzeln auf dem vorgebackenen Teig verteilen und mit den grob gehackten Walnüssen bestreuen. Sahne-Ziegenkäse-Ei-Mischung darüber geben und bei 175 °C etwa weitere 30 Minuten backen.

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Uns hat ein Auxerrois von der Nahe dazu geschmeckt!

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Eine Tarte so bunt wie der Herbst

Wenn ich an Herbst denke, habe ich sofort wettertechnische Assoziationen. Ich denke an Wind, Nebel, Regen und Herbstsonne. Ich kann fast spüren, wie mich der Wind beim Spaziergang packt und wie die warme Herbstsonne, die alles in ein so wunderbar goldenes Licht taucht, mir den Rücken wärmt. Und wenn es nicht zu viele am Stück sind, liebe ich Regentage! Koch- und genusstechnisch muss ich beim Stichwort Herbst an Äpfel, an Nüsse, an Zwiebelkuchen, Pflaumen und Kürbis und Kürbissuppe denken, an Stände auf dem Wochenmarkt, die uns Pilze, Rote Bete, Spitzkohl und Wirsing und Rotkohl und so vieles mehr anbieten.

Irgendwie hatte sich dann doch der Zwiebelkuchen in meinem Kopf sehr festgesetzt. Auch die Nüsse und Äpfel ließen sich nicht so ganz verdrängen… Also habe ich überlegt, wie ich das alles unter einen Hut bekomme und herausgekommen ist eine herbstliche Tarte, auf der sich Äpfel, Zwiebeln, Speck und  Ziegenkäse tummeln. Und die Nüsse, die haben ihren Platz im Teig gefunden.

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Zutaten
für den Quark-Ölteig
150 g Mehl, 70 g gemahlene Haselnüsse, 1 gehäufter TL Backpulver,1 TL Salz, 40 ml Öl, 75 g Quark, 1 Ei.

für den Belag
100 g Ziegenfrischkäse, 2 EL Naturjoghurt, 2 Bund Frühlingszwiebel, 5 kleine Äpfel, etwa 100 g geräucherten Speck in dünnen Scheiben, 2 TL braunen Zucker, nach Geschmack Ahornsirup zum Beträufeln

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Zubereitung
Für den Quarkölteig alle Zutaten rasch zu einem homogenen Teig verkneten, ggf. noch etwas Wasser zufügen. Dann kann der Teig sofort in einer 28 cm groß Tarteform ausgerollt werden, dabei einen Rand formen.

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Für den Belag die Frühlingszwiebeln – irgendwie paradox auf einer herbstlichen Tarte Frühlingszwiebeln zu verarbeiten 😉 – putzen waschen und  in etwa 5 cm lange Stücke schneiden. Wenn die Frühlingszwiebeln dick sind, solltet ihr sie der Länge nach halbieren. Die Äpfel schälen, entkernen und in nicht zu dünne Spalten schneiden. Den Ziegenfrischkäse mit dem Naturjoghurt in einer Schüssel verrühren und mit Salz und Pfeffer herzhaft abschmecken.

Backofen auf 175 °C Umluft vorheizen.

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Nachdem alle Vorbereitungen getroffen sind, wird zunächst die Ziegenfrischkäsecreme auf dem Boden der Tarte glatt gestrichen. Nun eine Runde Apfelspalten am Rand der Tarteform aufstellen, danach folgt eine Runde mit Stückchen der Frühlingszwiebeln, danach wieder eine Runde Apfel und dann wieder Zwiebeln, bis die der Boden bedeckt ist. Äpfel und Zwiebeln pfeffern und vorsichtig salzen, denn der Speck, der ja noch zum Einsatz kommt, bringt Salz mit. Wer mag kann auch noch etwas frischen Thymian über die Füllung geben. Nun kommen die Speckstreifen zum Einsatz. Sie werden auf die Füllung gelegt, so dass die gesamte Oberfläche bedeckt ist. Ich habe mich für geräucherten Südtiroler Speck entschieden. Mit anderem Speck oder Schinken oder Bacon geht es aber auch. Zum Schluss den braunen Zucker über die Tarte streuen und Apfel-Zwiebel-Tarte 6

dann kann die Form für etwa 25 – 30 Minuten in den Backofen. Gegen Ende der Backzeit solltet ihr des Öfteren ein Auge auf die Tarte werfen, der Speck soll zwar knusprig aber keinesfalls schwarz werden!

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Tarte aus dem Ofen nehmen, kurz abkühlen lassen, in Stücke scheiden und wenn ihr mögt mit Ahornsirup beträufeln. Ich habe es getan und nicht bereut…

Lasst es euch munden!

Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da!

Es lässt sich nicht länger leugnen… Der Herbst ist da! Nach den wettertechnisch wunderschönen letzten Wochen, muss ich mich erst an das dunklere Wetter gewöhnen. Aber natürlich freue ich mich auch über den Herbst, denn er bringt wunderbares Gemüse mit, wie zum Beispiel Kürbis. Und den habe ich zu Lasagne verarbeitet, und zwar zu einer vegetarischen.

Damit die Lasagne dem etwas dunkel daher kommenden Tag auch Paroli bieten konnte, habe ich den leuchtend orangen Kürbis mit Spinat kombiniert. Das sieht nicht nur schön aus, sondern schmeckte auch ziemlich lecker.

Die angegebenen Mengen reichen je nach Hunger für 4 bis 5 Personen.

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Zutaten
1 Hokaido-Kürbis oder Teile davon, so etwa 750 g, 2 EL Butter in Flöckchen, 2 Knoblauchzehen Salz, Pfeffer, 200 g grob gehackter Blattspinat (gerne auch TK), 9 Lasagne-Platten, 200 g Ricotta, 100 g  Emmentaler, 100 g Feta, 40 g feingeriebener Parmesan, 1 Ei Salz, Pfeffer und Muskatnuss, frisch gemahlen bzw. gerieben, 2 EL Butter, 1 Schalotte, 2 – 3 TL Senf (ich habe körnigen Dijon-Senf genommen), 50 ml Weißwein, 1 gehäufter EL Mehl, 650 ml Milch, 1 Knoblauchzehe, Salz, Muskatnuss

Zubereitung
Zunächst den Kürbis waschen, putzen und in etwa 1 cm breite Spalten schneiden. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen, die Butterflöckchen über den Kürbisspalten verteilen, mit Salz und Pfeffer würzen und im 175 °C (Umluft) heißem Ofen 20 Minuten rösten, dabei die Spalten nach 10 Minuten wenden.

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Für die Bechamelsoße die Schalotte in sehr feine Würfel schneiden, 2 EL Butter schmelzen und die Schalottenwürfel darin glasig dünsten. Mit Weißwein ablöschen und einkochen lassen. Nun das Mehl zugeben, anschwitzen und die Milch zugießen. Dabei kräftig rühen und die Soße etwa 10 Minuten köcheln lassen. Eine geschälte Knoblauchzehe mitköcheln, aber entfernen, bevor ihr die Lasagne dann einschichtet. Die Soße mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und etwas Zitronensaft kräftig abschmecken. Sie soll zum Schluss relativ flüssig sein.

RIcotta mit 50 g Emmentaler, Feta, der Hälfte des Parmesans und dem Ei verrühren. Die Masse mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.

Backofen auf 175 °C Umluft vorheizen.

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Die Nudelplatten in eine Auflaufform geben und mit einem Drittel der Bechamelsoße bestreichen.  Mit der Hälfte des Spinats und des Kürbis belegen und dann die Hälfte der Ricottafüllung aufstreichen. Jetzt folgen wieder Lasagneplatten, Soße, Kürbis, Spinat … bis alle Zutaten verbraucht sind.  Mit dem letzten Drittel Bechamelsoße abschließen und den restlichen Emmentaler gemischt mit dem restlichen Parmesan darüber streuen. Die Lasagne für 45 Minuten in den 175 °C heißen Backofen stellen.

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Vor dem Anschneiden etwas ruhen lassen. Und dann guten Appetit!