Sommer im Glas

Mit keiner anderen Marmelade kann man, finde ich, Sommer so einfangen, wie mit Aprikosenmarmelade. Dieses leuchtende Orange mit den kleinen roten Farbtupfern der roten Bäckchen, die die Aprikosen haben, macht einfach gute Laune!

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Zutaten für Sommer im Glas
1 kg Aprikosen, 1 kg Gelierzucker, Saft einer Zitrone, Gläser mit Schraubdeckel

Heute morgen habe ich mich über einen weiteren Teil der Aprikosen, die ich gestern gekauft habe, hergemacht und sie in meditativem Schnibbeln sehr klein gewürfelt. Anschließend habe ich 1 kg Gelierzucker zu den Aprikosenwürfeln gegeben und dann durfte die Masse erst einmal etwas stehen und Saft ziehen. Ich frühstücke derweil. Bis die Masse soweit ist, dass sie gekocht werden kann, bereite ich auch schon einmal die Gläser vor, d.h. sie werden sehr gründlich und heiß gespült und zum Trocknen kopfüber auf ein sauberes Geschirrtuch gestellt

Gläser.
Wenn Aprikosen und Gelierzucker zu „Saft mit Stückchen“ geworden sind, kommt der Saft einer Zitrone dazu.  Diese muss dann zum Kochen gebracht werden. Wenn die Masse sprudelnd kocht, beginnt die Gesamtkochzeit von 4 Minuten (oder wie auf der Packung angegeben). Ich schöpfe anschließend den Schaum ab und fülle die Marmelade in die vorbereiteten Gläser. Deckel zu, Gläser auf den Kopf stellen und nach 10 Minuten wieder umdrehen.

Die Aprikosenmarmelade lässt sich ganz verschieden variieren. Ihr könnt Amaretto, Lavendel oder Zitronenmelisse zufügen, auch Rosmarin oder Thymian passen wundervoll zu Aprikosen. Theoretisch könnte man jedem Glas eine andere Geschmacksrichtung geben. Einfach z.B. einen kleinen Zweig Rosmarin waschen und  ins Glas geben, in das nächste Glas feine Streifen von Zitronenmelisse, einige Lavendelblüten ins nächste Glas und so weiter und so weiter. Ich habe heute zwei Gläser mit rosa Pfeffer verleckert! Der Rest ist ohne weitere Zugaben in die Gläser gewandert. Ich mag Aprikosenmarmelade auch sehr gerne pur.

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Marmelade und Gelee

Am Wochenende hat die Marmeladen- und Geleezeit begonnen! Genau genommen am Freitag. Auf dem Weg ins Wochenende habe ich nämlich im Gillesbachtal, das zwischen meinem Büro und meinem Zuhause liegt, Holunderblüten geflückt. Und da die Rhabarberzeit  ja leider schon bald zu Ende geht und Geleekochen eh am Samstag auf dem Programm stand, habe ich das Programm um Erdbeer-Rhabarber-Marmelade erweitert.

Zutaten für das Holunderblütengelee
10 große Holunderblütendolden, 1 Zitrone in Scheiben, 1 kg Gelierzucker, 1 l Wasser

Zutaten für die Erbeer-Rhabarber-Marmelade
650 g Erdbeeren, 350 g Rhabarber, 1 kg Gelierzucker, Saft von 1 Zitrone (dann geliert die Marmelade besser) und nach Geschmack Stückchen von Vanileschoten.

Zurück zum Freitag… Zu Hause angekommen wurden die Dolden durch vorsichtiges Schütteln von kleinen Tierchen, denen diese köstlich duftenden Blüten ebenfalls schmecken, befreit. Auf Waschen der Dolden verzichte ich, denn dann würde sich der Blütenstaub im Wasser verflüchtigen und das wollen wir doch nicht.

Danach hab‘ ich die dicken Stiele abgeknipst und die Dolden mit einer in Scheiben geschnittenen Zitrone in 1 l Wasser versenkt. Dort verweilen sie 24 Stunden an einem kühlen Ort und geben ihr köstliches Aroma an das Wasser ab.

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Am Samstag also, so 24 Stunden später, habe ich das Holunderblüten-Zitronen-Wasser durch ein Sieb, das ich mit einem Passiertuch ausgelegt hatte, in einen Topf gegossen. Der Topf sollte groß genug sein, um auch den Gelierzucker aufnehmen zu können und das Gelee sollte darin sprudelnd kochen können. Nach dem Abtropfen die Holunderblüten und die Zitrone vorsichtig ausdrücken. Hier sollte man wirklich Vorsicht walten lassen, damit das Gelee nicht trübe wird.

Jetzt Gelierzucker dazu geben, gut verrühren, nach Packungsanweisung, bei mir waren es 4 Minuten, sprudelnd kochen lassen und den sich bildenden Schaum abschöpfen. Danach in saubere und heiß ausgespülte Gläser abfüllen, mit einem Deckel verschließen und 10 Minuten auf dem Kopf abkühlen lassen. Danach wieder umdrehen, ganz abkühlen lassen und schon ist das köstliche Hounderblütengelee fertig. Ich liebe es zum Frühstück, aber auch zum Glasieren eines Apfelkuchens nehme ich gern Holunderblütengelee und aber auch sehr gern zu Käse!

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Während die Gläser mit dem Holunderblütengelee abkühlen, habe ich 300 g Erdbeeren und 350 g Rhabarber gewaschen, geputzt, kleingewürfelt und mit dem Gelierzucker verrührt. Die restlichen Erdbeeren  wurden ebenfalls gewaschen und geputzt mit dem Schneidstab zu Püree verarbeitet. Das Pürre kommt dann zu den kleingewürftelten Früchten in den Topf.

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Nun die Masse wieder zum Kochen bringen, 4 Minuten sprudelnd kochen, Schaum abschöpfen, dann ab damit in die vorbereiteten Gläser und zunächst kopfüber wieder 10 Minuten abkühlen lassen. Ich habe vorher in jedes Glas noch ein Viertel von einer Vanillestange gegeben.

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Ich freue mich schon auf das Sonntagsfrühstück mit frisch gekochter Marmelade!