Wintergemüse Grünkohl

Als ich neulich am Samstagmorgen auf dem Wochenmarkt war, lag am Stand meines Lieblingsgemüsehändlers Grünkohl, und zwar in zwei Varianten: mit Strunk und schon gerupft und gezupft im Beutel. Eigentlich mag ich es, Lebensmittel im „Rohzustand“ zu kaufen und zu verarbeiten, beim Grünkohl habe ich aber eine Ausnahme gemacht. Die Tüte mit den schon fertig gemachten Grünkohl war einfach zu verlockend. Ein Paar Kartoffeln sind dann auch noch in den Einkaufskorb gewandert. Am Wurststand nebenan habe ich etwas Kasseler und Mettwürstchen gekauft; damit hatte ich eigentlich alles, was man für ein zünftiges Grünkohlessen braucht.

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

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Ich mag Grünkohl gerne, so wie meine Mutter ihn gemacht hat: zusammen mit Kartoffeln und Mettwürstchen und/oder Kasseler als Eintopf gekocht.
So während des Tages habe ich dann immer mal wieder den ein oder anderen Gedanken an meinen Grünkohl und seine Zubereitungsweise verschwendet. Und irgendwie musste ich dabei an die Art und Weise denken, wie unser Freund Ingo, der ursprünglich aus Norddeutschland stammt, seinen Grünkohl isst: er bestreut  Grünkohl mit Zucker. Zucker über den Grünkohl streuen, das wollte ich nun nicht, aber eine süssliche Komponente zu dem doch etwas herben Kohl, das konnte ich mir gut vorstellen. Und so kam es dazu, dass es am Samstag Grünkohl-Kartoffelstampf mit karamellisierten Äpfeln und gebratener Mettwurst gab.

Zutaten für 4 Personen
400 g vorbereiteter Grünkohl, 400 g Kasseler in kleine Würfel geschnitten, 2 Zwiebeln, etwas Butterschmalz zum Anbraten, 50 ml weißer Portwein, 1 kg Kartoffeln, etwas Milch, 2 EL  Butter, Muskat, 4 Mettwürstchen in schräge Scheiben geschnitten, 2 große Äpfel, Butter, brauner Zucker, 50 ml Weißwein.

Zubereitung
Den Grünkohl zunächst waschen und in kochendem Salzwasser 3 Minuten blanchieren. In ein Sieb gießen, abtropfen lassen und gut ausdrücken. In der Zwischenzeit die Zwiebeln fein würfeln und in etwas Butterschmalz glasig dünsten. Die Kasselerwürfel dazu geben und mit anbraten. Nun kommt der gut ausgedrückte Grünkohl mit den Topf, und wird ebenfalls angedünstet. Nach ca. 5 Minuten mit weißem Portwein ablöschen und den Grünkohl etwa 30 Minuten zugedeckt bei kleiner Hitze köcheln. Gegen Ende der Garzeit den Deckel abnehmen, damit die Restflüssigkeit verdampfen kann.

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Während der Grünkohl kocht, die Kartoffeln, schälen, waschen, in Würfel schneiden und in Salzwasser gar kochen. Dann abgießen, ausdämpfen lassen und mit einem Kartoffelstampfer grob zerstampfen. 2 EL Butter und so viel Milch zugeben, dass ein cremiger Kartoffelbrei entsteht, der durchaus noch etwas stückig sein darf.

Für die karamellisierten Äpfel die Äpfel entkernen und mit Schale in kleinere Würfel schneiden. 2 EL Zucker in einem Topf hellbraun karamellisieren, mit 50 ml Weißwein ablöschen und so lange kochen, bis sich der Zucker gelöst hat. Den Sud dann um die Hälfte einkochen lassen. Die Äpfel zugeben, bissfest garen und von der Kochplatte ziehen. Jetzt noch die in Scheiben geschnittenenen Mettwürstchen in Mehl wenden und in Butterschmalz kross braten.

Den Grünkohl nach 30 Minuten Kochzeit zu dem Kartoffelstampf geben, unterrühren. und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken und mittig auf einen Teller geben. Die Apfelstückchen drum herum geben und den Grünkohl-Kartoffelstampf mit etwas Sirup beträufeln. Zum Schluss die gebratenen Mettwürstchen on Top platzieren und ab damit auf den Tisch.

Herrlich!

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Lasst es euch schmecken!

 

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Geburtstagskuchen – nicht nur für Männer

Ich bin ja im Internet ziemlich viel und gerne in Koch- und Backblogs unterwegs und immer wieder begeistert! Letztens bin ich bei einem Ausflug im WWW wieder einmal auf Marcs Seite „bake to the roots“ gelandet und fand es hier sehr spannend. Ich selbst mag sehr gerne die Mischung aus süß und herzhaft. Da ist es kein Wunder, dass mein Auge an seinem  Kuchen mit Karamell, Bier, Chips, Salzgebäck und Schokolade hängen blieb. Alles Zutaten, die Männer gerne mögen, war mein erster Gedanke. Zum Geburtstag eines lieben Freundes am Wochenende habe ich Marcs Idee aufgegriffen und in etwas abgewandelter Form nachgebacken.

Ich gebe zu: nicht nur ich war skeptisch! Auch eine Reihe von Geburtstagsgästen schaute eher kritisch. Aber letztlich konnte der Kuchen auf der ganzen Linie überzeugen. Herzlichen Dank an Marc für das coole Rezept.

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Zutaten
für den Teig:
150 g weiche Butter, 90 g braunen Zucker, 75 g weißer Zucker, 1 Ei, Mark von einer Vanilleschote, 260 g Mehr, 1 TL Natron, 5 EL dunkles Bier (z.B. Guiness), 3 Scheiben Bacon, 50 g Kakao-Nibs, 50 g Schokodrops

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

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für den Belag:
200 g Karamellsirup (ich habe meinen selbstgemacht, gibt’s aber auch fertig zu kaufen, z.B. von Grafschafter), 60 ml dunkles Bier (z.B. Guinness), 1 EL Erdnussbutter, 30 g Kartoffelchips, gesalzen, 20 g Salzbrezeln, 3 Scheiben Bacon, 40 g Kakao-Nibs, geschmolzene Schokolade zum Verzieren (ich habe Vollmilchkuvertüre genommen)

Zubereitung:
Zunächst einmal werden die Baconscheiben in einer Pfanne kross gebraten und kommen dann zum Abtropfen auf Küchenpapier. Eine quadratische Backform 24 x 24 cm groß mit Backpapier auslegen und den Backofen auf 175 °C vorheizen.

Für den Teig die Butter mit beiden Zuckersorten cremig aufschlagen, das Ei und das Vanillemark zufügen und unterrühren. Mehl mit dem Natron mischen und mit dem Bier zusammen kurz unterrühren. Wenn sich alle Zutaten gut verbunden haben, 3 Scheiben Bacon von Hand zerbröseln und mit den Kakao-Nibs unter den Teig rühren. Nun kommt der Teig in die Form und wird schön glatt gestrichen. Die Form wandert jetzt für gut 20 Minuten in den Ofen.

Während der Kuchen backt, oder auch schon vorher, könnt ihr den Karamellsirup zubereiten. Dafür 250 g Zucker in einem Topf schmelzen bis er goldbraun ist, dann mit 250 ml kochendem Wasser ablöschen. Achtung: das blubbert und zischt und kann spritzen! Die Masse kocht nun so lange, bis sich der Zucker gelöst hat. Das dauert so ca. 1 Minute. Den Sirup etwas abkühlen lassen, dann 60 ml Bier zufügen und das ganze 10 bis 15 Minuten einkochen lassen, bis ein dickflüssiges Bierkaramell entstanden ist. Das Bierkaramell darf jetzt abkühlen.

Wenn der Kuchen nach etwas mehr als 20 Minuten fertig ist, die Form aus dem Ofen nehmen und den Kuchen in der Form ebenfalls auskühlen lassen.

Während Kuchen und Karamell abkühlen, die Chips und Brezeln in nicht zu kleine Stücke brechen und mit den Kako-Nibs mischen. Die 3 restlichen Scheiben Bacon werden in kleine Stücke gebrochen.

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Wenn der Kuchen abgekühlt ist, geht es weiter. Zunächst wird die Karamellmasse auf dem Boden verteilt. Ich habe gewartet, bis die Oberfläche anzieht und dann 1 EL Erdnussbutter, die ich vorher leicht erwärmt habe, mit dem Löffelrücken auf dem Karamell verteilt. Dann kommt die Mischung aus Chips, Salzbrezeln und Kakao-Nibs obenauf und wird leicht angedrückt. Zum Schluss die Bacon-Brösel über gleichmäßig auf dem Belag verteilen und das Werk mit geschmolzener Kuvertüre verzieren.

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Lasst es euch schmecken!

 

Der Sommer hat einiges zu bieten – Flammkuchen in Variationen

Neben einem reichhaltigen Angebot an frischen Gemüsen, Früchten, Beeren, Urlaub und Zeit für  Dinge, die sonst zu kurz kommen, hat der Sommer auch in diesem Jahr wieder Sarahs Knuspersommer 2017 im Gepäck.

Im letzten Jahr habe ich erstmals an diesem Event teilgenommen. Auch in diesem Jahr möchte ich gern dabei sein, und zwar mit einem Wochenendstart-Rezept. Für ein Wochendstart-Rezept gilt: geht schnell und schmeckt lecker.

©Herdanziehungskraft 2017

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Da ist Flammkuchen eine gute Wahl. Der Teig ist schnell gemacht und die unterschiedliche Beläge sorgen für geschmackliche Vielfalt auf dem Teller. Normalerweise backe ich Flammkuchen auf einem Teig, der aus Weizenmehl, Salz, Wasser und etwas Öl besteht. Heute aber sollte die Grundlage etwas herzhafter sein. Deshalb habe ich mich für einen Hefeteig aus Roggen- und Weizenmehl entschieden.

Oben auf den geschmacklich etwas kräftigeren Teig kamen einmal (fast) ganz klassisch saure Sahne, Speck und (Lauch-)Zwiebeln,

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auf den zweiten Flammkuchen saure Sahne, kurz angebratene Chorizoscheiben, karamellisierte Aprikosen, frischer Rosmarin, Lauchzwiebeln, Blaubeeren und würzigem Camenbert. Hört sich möglicherweise wie gewürfelt an, hat uns aber in der Kombination aus scharf, leicht süsslich und herzhaft würzig gut geschmeckt. Deshalb möchte ich euch diese Variante nicht vorenthalten.

©Herdanziehungskraft 2017

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Zutaten
Für den Teig
150 g Roggenmehl, 150 g Weizenmehl Typ 550, 10 g Hefe, 1 TL Zucker, 1/2 TL Salz, 2 EL Öl, 2 EL Joghurt, 150 – 200 ml lauwarmes Wasser

Für den Belag
Klassische Variante
3 EL saure Sahne, 75 g geräucherter Speck, feingewürfelt, 1 rote Zwiebel, 4 Lauchzwiebeln mit dem Grün in dünne Ringe geschnitten, Salz, Pfeffer, Muskat

Fruchtig scharfe Variante
2 EL saure Sahne, 1 EL frisch gehackte Rosmarinnadeln, 6 Aprikosen, 3 EL brauner Zucker, 4 Lauchzwiebeln, 15 Scheiben Chorizo 1 cm dick geschnitten, 4 Lauchzwiebeln in dünne Ringe geschnitten, 2 Handvoll Blaubeeren, 6 – 8 Scheiben Camenbert, Salz, Pfeffer

Zubereitung
Für den Heferteig beide Mehlsorten in einer Schüssel mischen, in der Mitte des Mehls eine Mulde formen, die Hefe hinein bröseln, 1 TL Zucker als Starthilfe über die Hefe geben, 50 ml Wasser zugeben und die Hefe auflösen. Nach etwas 10 Minuten, den Joghurt auf den Mehlrand geben, ebenso das Salz und das Olivenöl. Die Hefewassermischung mit dem Mehl und den übrigen Zutaten verrühren, dabei nach und nach so viel Wasser zugeben bis sich der Teig vom Schüsselrand löst. Mit einem Tuch abdecken und 1 Stunde gehen lassen.

In der Zwischenzeit die Beläge vorbereiten, d.h. zunächst die Chorizoscheiben ohne weitere Zugabe von Öl kurz anbraten.

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Wurstscheiben aus der Pfanne nehmen und ausgebratenes Öl bis auf einen kleinen Rest aus der Pfanne entfernen. Für die karamellisierten Aprikosen 2 EL braunen Zucker im Restöl in der  Pfanne schmelzen. Die halbierten Aprikosen mit der Schnittfläche nach unten in die Pfanne geben und mit einem weiteren EL Zucker bestreuen. Wenn Saft aus den Aprikosen austritt, die Aprikosen wenden und auf der runden Seite ebenfalls kurz karamellisieren.

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Nachdem der Teig geruht und sein Volumen deutlich vergrößert hat, wird er kräftig zusammengeknetet, in zwei Teile geteilt und auf Mehl zu sehr dünnen Fladen ausgerollt. Die Fladen werden mit der sauren Sahne bestrichen. Bei der klassischen Variante kommen zunächst die Speckwürfelchen auf die saure Sahne, darauf folgen die rote Zwiebel in dünnen Ringen, die weißen und grünen Teile der Lauchzwiebeln sowie Salz, Pfeffer und Muskat.

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Für die fruchtig scharfe Variante, werden zunächst die Chorizoscheiben auf das saure-Sahne-Bett gelegt, nun die Aprikosen dazwischen drappiert und mit dem feingehackten Rosmarin bestreut; darüber kommen die Zwiebelringe und das -grün, dazwischen die Blaubeeren und darauf Salz, Pfeffer und Muskat. Den Abschluss bilden hier die Cambertscheiben. Ich habe eine würzige Variante genommen, ein milder Camenbert oder anderer Weichkäse gehen al gusto natürlich auch.

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Beide vorbereiteten Fladen dürfen jetzt noch einmal eine halbe Stunde unter einem Tuch ruhen und kommen  dann für etwa 20 Minuten in den auf 200 °C Umluft vorgeheizten Backofen.

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Genießt die Flammkuchen mit einem Glas Wein oder Bier, genießt den Sommer

und schaut doch einmal beim Knuspersommer vorbei!

 

Macht satt und glücklich, so ein Schmarrn

Wir waren am Wochenende an der Ahr. Zu diesem kleinen Wanderausflug sind wir am Samstagmorgen früh aufgebrochen, da blieb für den Wochenendeinkauf keine Zeit. Am Sonntagabend wieder zu Hause angekommen, stellte sich die Frage: „Was kann es ohne Einkauf zu essen geben?“

Pfannkuchen geht immer, denn Eier und Mehl sind immer vorrätig. Außerdem gab’s im Kühlschrank noch Speck, Lauchzwiebeln und Parmesan. Aus diesen Zutaten könnte ich auch einen herzhaften Kaiserschmarrn machen. Ist vielleicht für einen Sonntagabend irgendwie angemessener als schnöder Pfarnnkuchen :-) Die Idee gefiel mir und auch meinem Götter-G. Im Tiefkühler gab es außerdem noch Erbsen. Die sollten auch in den Schmarrn wandern.

©Herdanziehungskraft

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Zutaten für 2 Personen:
3 Eier getrennt, 100 g Mehl,1 gute Prise Salz, 150  ml Milch, 4 Lauchzwiebeln, 1 Tasse Erbsen, 75 g geräuchter Speck, 1 EL Öl, 1 EL Butter, Salz, Pfeffer, Muskatnuss, 4 EL frisch geriebener Parmesan

Zubereitung:
Eier trennen, das Eiweiß mit einer kräftigen Prise Salz steif schlagen und beiseite stellen. Mehl in eine Schüssel sieben 2 EL geriebenen untermischen, Milch und Eier verquirlen und mit der Mehlmischungl verrühren, sodass keine Klümpchen entstehen, mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und die Masse 10 Minuten quellen lassen. Den Backofen auf 140 °C Umluft vorheizen.

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In der Zwischenzeit die Lauchzwiebeln putzen, waschen und mit dem Grün in Ringe schneiden, den Speck fein würfeln. Öl in einer Pfanne erhitzen, Speckwürfel und Zwiebelringe zugeben und kurz andünsten, die Erbsen ebenfalls in die Pfanne geben und die Mischung 3 Minuten dünsten. Die Masse mit Salz und Pfeffer abschmecken und in der Pfanne abkühlen lassen.

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Wenn der Teig geruht hat, das Eiweiß auf das Mehl-/Eigelbgemisch geben und vorsichtig unterheben. Die Masse über das gedünstete Gemüse in die Pfanne geben, restlichen Parmesan darüber streuen  und bei mittlerer Hitze auf dem Herd ca. 3 Minuten anbraten. Nun wandert die Pfanne für 10 Minuten in den vorgeheizten Ofen.

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Nach dieser Zeit sollte die Masse gestockt, aber fluffig sein. Pfanne aus dem Ofen nehmen und den gebackenen Schmarrn mit zwei Gabeln in Stücke reißen. 2 EL Butter in in die Pfanne geben und den Schmarrn goldbraun braten.

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Und jetzt ab damit auf den Tisch! Mmmhh lecker, so ein Schmarrn! Macht schön satt und so glücklich!

Der erste Rhabarber 2017

Der erste Rhabarber ist da! Ein sicheres Indiz dafür, dass der Frühling nicht mehr weit ist. Ich habe die zarten roten Stangen zu einem Chutney verarbeitet. Mein Göttergatte fand das geradezu skandalös. Seiner Meinung nach gehört der erste Rhabarber ohne Frage in einen Rhabarberkuchen…

Rhabarberchutney 8Zutaten für 4 Gläser à 250 ml
400 g Rhabarber, 1 Apfel, 100 g Himbeeren, 150 g rote Zwiebeln, 50 g Pinienkerne, 50 g Rosinen, 200 g brauner Zucker,1 EL geriebener Ingwer, 100 ml Balsamico, 1 EL Senfkörner, 1 Zimtstange, 1 Sternanis, 1 TL Salz, Pfeffer, Chiliflocken

Zubereitung
Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett rösten bis sie schön gebräunt sind. Rhabarber und den Äpfel waschen, Zwiebel schälen und alles in kleine Würfel schneiden. In einem Topf mit den anderen Zutaten, bis auf die Himbeeren mischen und zum Kochen bringen. Solange kochen bis die Masse fest wird, dann die Himbeeren zufügen, kurz Weiterkochen bis die Himbeeren eben eben zerfallen.

Rhabarberchutney 1Rhabarberchutney 2Rhabarberchutney 3Die Masse mit Salz, Pfeffer und Chiliflocken herzhaft abschmecken und in sterilisierte Gläser füllen. Die Gläser verschließen, umdrehen und  5 Minuten auf dem Deckel stehen lassen. Dann zurück drehen und die Gläser komplett abkühlen lassen.

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Rhabarberchutney 6Das Chutney schmeckt wunderbar zu Käse, ich mag es auch zu Lamm :-)

Und der nächste Rhabarber wird ganz bestimmt zu Kuchen verarbeitet. Versprochen!

Cantuccini in herzhaft

Wir erwarten morgen Gäste und ich möchte zum Aperitif am liebsten etwas Selbstgebackenes anbieten. Ich überlege, was das sein könnte und da mein Hirn  schon Mal besser funktioniert, wenn ich Kaffee trinke, mache ich mir erst einmal eine große Tasse. Ich finde eine Tüte mit Cantuccini. Und derweil ich zum Kaffee zwei, drei davon knuspere, kommt mir der Gedanke, dass ich diese Kekse ja auch in herzhaft backen könnte. Das würde doch zum Aperitif passen!

Cantuccini 14Zutaten für etwa 25 Stück
140 g Mehl, 40 g frisch geriebener Parmesan, 20 g brauner Zucker,  1/2 TL Salz, 5 Umdrehungen schwarzer aus Pfeffer, 25 g gehackte Pistazien, 50 g Walnüsse, 4 schwarze Oliven, 3 getrocknete Tomaten, 1 TL Rosmarinnadeln, 1 Messerspitze Weinsteinbackpulver, 1 Ei, 3 El Öl, 2 El Wasser

Backofen auf 200 °C Umluft vorheizen.

Zubereitung
Oliven und getrocknete Tomaten fein würfeln, Walnüsse grob hacken. Mehl, Parmesan, Zucker, Salz, Pfeffer, Backpulver, Oliven- und Tomatenwürfel und die feingehackten Rosmarinnadeln in einer Schüssel mischen. Ei, Wasser und Öl verquirlen, zu den anderen Zutaten geben und kneten, bis sich die Zutaten verbinden. Sollte die Masse zu trocken sein, noch etwas Öl zugeben, sollte der Teig zu feucht sein, noch etwas Mehl unterarbeiten. Den Teig zu einem etwa 30 cm langen Strang Formen, auf ein Backblech legen und 20 bis 25 Minuten backen.

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Cantuccini 26Die Stange sollte am Ende der Backzeit goldbraun sein.

Die Stange nun 15 Minuten abkühlen lassen. Mit einem Sägemesser gut 1cm dicke Scheiben abschneiden, auf die Schnittfläche auf das Blech legen und noch einmal 10 Minuten backen bis die Kekse braun und knusprig sind.

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Cantuccini 21
Cantuccini 13Diese knusprigen Kekse sind superschnell gemacht und eignen sich auch als schönes Mitbringsel, wenn man eingeladen ist.

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Lasst es euch gut gehen!

Kennt ihr Monkey Bread?

Ich hatte zugesagt, zu einem Treffen,  Brot mitzubringen. Da bis zum Beginn des Treffens noch Zeit war, habe ich mir überlegt, dass ich den Bäcker entlasten und das Brot selbst backen könnte…  Alle benötigten Zutaten waren auch im Haus, es konnte also losgehen.

Kennt ihr Monkey Bread? Das ist scheinbar gerade en vogue. Ich kannte es bislang nicht. Es ist ein Hefebrot, das aus vielen kleinen Teigkugeln besteht, die beim Geh- und Backvorgang zusammenwachsen und groß werden und in einer Kuchenform gebacken werden. Bei der ursprünglichen Variante, die aus Amerika kommt, werden die Teigkugeln mit Butter bestrichen und dann in Zimtzucker gewälzt.

Bei unserem Treffen sollte es Käse zum Brot geben, da war die Zimt-Zucker-Variante wohl nicht das Richtige. Aber die Idee, ein Brot aus vielen kleinen Teigkugeln zu backen, gefiel mir. Und deshalb habe ich eine herzhafte Variante gebacken und die Teigkugeln mit Sesam, Leinsamen, Salz, Mohn und mit Pesto ummantelt. So passt es auch zu Käse.

Ich habe das Monkey Bread in einer großen Gugelhupfform gebacken. Eine Rodonkuchen- oder Königskuchenform geht aber auch.

Zutaten
Für den Teig
500 g Mehl, 15 g Hefe, 1 TL Zucker, ca. 200 ml lauwarme Milch, 1 Ei,  1 TL Salz, 2 EL Öl,
Zum Bestreichen und Ummanteln
60 g flüssige Butter, Sesam, Mohn, Leinsamen, grobes Meersalz, Pesto, oder was auch immer ihr mögt oder im Haus habt.

Hefe mit dem Zucker in der lauwarmen Milch auflösen und kurz stehen lassen. Mehl in eine Schüssel sieben, in der Mitte eine Mulde formen, Salz an den Rand geben, Hefemilch in die Mulde geben und mit etwas Mehl verrühren. Das Ei verquirlen und mit dem Öl ebenfalls auf den Mehlrand gießen. Anschließend alle Zutaten mit den Knethaken des Handrührers oder in der Küchenmaschine zu einen glatten Teig verkneten.

Nun muss der Teig 45 Minuten an einem warmen Platz gehen lassen. Das Teigvolumen verdoppelt sich während dieser Zeit. Danach Teig kurz durchkneten und den Teig in 30 g schwere Stücke teilen. Die Stücke zu Kugeln rollen.

Monkey Bread 16Anschließend werden Teigkugeln in der flüssigen Butter gerollt oder rundum damit bepinselt und in Leinsamen, Mohn, Sesam, Nüssen, Salz oder Pesto wenden. Ich habe einige der Kugeln einfach nur in Butter gewendet und mit etwas grobem Salz und mit Chilipulver bestreut.

Monkey Bread 19Monkey Bread 17Backofen auf 175 °C Umluft vorheizen.

Ummantelte Kugel mit etwas Abstand in die gefettete Gugelhupfform legen, Form abdecken und für weitere 30 Minuten an einen warmen Ort gehen lassen.
Monkey Bread 20Monkey Bread 21Monkey Bread 23Dann wird das Monkey Bread etwa 40 Minuten gebacken. Form aus dem Ofen nehmen, auf einem Kuchengitter kurz abkühlen lassen und dann aus der Form stürzen.

Monkey Bread 6Monkey Bread 3Monkey Bread 5

Zum Käse können die einzelnen Kugeln einfach abgepflückt werden. Sie schmecken aber auch ohne Käse:

Ich gebe zu, ich war etwas skeptisch, ob sich das Gebilde unfallfrei aus der Form würde lösen lassen. Aber das hat wunderbar funktioniert.

Ich werde sicher auch die süße Variante sehr bald ausprobieren und davon berichten.

Lasst es euch gut gehen!

Aprikosen heute mal herzhaft

Es sind noch ein paar Aprikosen übrig

DSC_0104und nach Kuchen und Marmelade steht mir eigentlich der Sinn eher nach etwas Herzhaften. Ich mag sehr gerne Chutneys und kann mir ein Aprikosenchutney wunderbar zu gebraten Hühnchen oder auch zu Gegrilltem vorstellen. Also hab ich ein wenig experimentiert. Dabei ist folgendes Rezept heraus gekommen.

Zutaten
1 Stückchen Ingwer, daumenlang, 150 g Zwiebeln, 1 rote Chilischote, 400 g Aprikosen, 1EL Öl, 1 EL Senfsaat, 5 EL Orangensaft, 3 EL Obstessig, 100 g brauner Zucker, Salz, Pfeffer, 2 Pimentkörner, 1 Sternanis, 1 kleines Lorbeerblatt,

Zubereitung
Aprikosen waschen, halbieren entkernen und würfeln. Zwiebel und Ingwer schälen und ebenfalls in Würfel schneiden. Die Chilischote waschen, ggf. Samen entfernen, wenn es nicht so scharf werden soll, und fein hacken. 1 EL Öl in einem Topf erhitzen, Zwiebeln, Ingwer und Chili darin glasig dünsten. Aprikosen und Senfkörner zugeben kurz mit anschwitzen, Zucker in den Topf geben und unter Rühren leicht karamellisieren. Jetzt noch den Orangensaft, den Obstessig sowie die Gewürze zufügen. Zum Kochen bringen und etwa 30 Minuten dicklich einkochen.

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Zum Schluss noch mit Salz und Pfeffer würzen und herzhaft abschmecken. Heiß in Gläser füllen und verschließen, fertig ist die herzhafte – okay ich gebe zu, auch süße – Köstlichkeit.

Ich freue mich auf’s nächste Hühnchen und/oder auf’s nächste Grillen!

Currywurst

Am Wochenende war ich beim  Herbert Grönemeyer-Konzert auf Schalke. Es war ein toller Abend. Grönemeyer hat alles, aber wirklich alles,  gesungen, gespielt und gegeben!

Eines meiner liebsten Lieder von Grönemeyer ist „Currywurst“. Ich mag es deshalb sehr, weil Grönemeyer hierin die besondere Sprachfärbung des Ruhrgebietes auf eine wunderbare Art aufnimmt und musikalisch verarbeitet. „Currywurst“ erinnert mich sprachlich an zu Hause und hat im wahrsten Sinne des Wortes heimatliche Klänge. Ich komme aus einer kleinen Kreisstadt im südlichen Münsterland, quasi an der Grenze zum Ruhrgebiet. Auch bei uns kriegt man anne Pommesbude umme Ecke Currywurst, die durchaus mit einer Ruhrpott-Currywurst konkurrieren kann.

Currywurst

Mmmhhhh lecker! Currywurst auf Schalke

Und da sitze bzw. stehe ich also so in der Schalke-Arena und mir fällt plötzlich ein, dass  ja bald, ganz bald, die die Fußball-EM beginnt. (Das muss wohl an der Umgebung liegen.) Wir sehen uns, zumindest die Spiele der deutschen Mannschaft, immer gemeinsam mit Freunden an. Spricht eigentlich etwas dagegen, aus einer ordentlichen Stadionwurst, die zu einem anständigen Fußballspiel zweifelsohne unbedingt dazu gehört, eine Stadion-Currywurst zu machen?

Ich finde nein!

Deshalb wird es während der EM bei uns neben  Stadionwurst mit Brötchen auch Stadion-Currywurst geben. Die Sauce dazu koche ich nach folgendem Rezept. Danke an Knobi, unseren Freund aus der kleinen Kreisstadt im südlichen Münsterland, der mir verraten hat, welche Geheimzutat seine „Körrisosse“ so unglaublich lecker macht.

Zutaten für die Currysauce
150 g getrocknete Pflaumen, 1 Zwiebel,  1 großer Apfel, geschält und in grobe Stücke geschnitten, Cola, milder Essig,  ca. 800 ml passierte Tomaten, 2 EL gelbe Currypaste (wenn’s etwas schärfer sein soll gern auch rote Currypaste), 2 EL Currypulver, Salz, Pfeffer, 2 EL brauner Zucker. 1 EL Paprika rosenscharf, 1 getrocknete Chilischote, ggf. Chiliflocken,

Zunächst die Pflaumen gerade eben mit Wasser bedeckt ca. 4 Stunden einweichen. Pflaumen abgießen, Wasser auffangen und mit Cola auf 500 ml auffüllen. Zwiebel schälen in mittelgroße Würfel schneiden und zusammen mit den Pflaumen und den Apfelstücken zum Cola-Wassergemisch geben, 40 Minuten bei mittlerer Hitze kochen und anschließend pürieren. Jetzt die passierten Tomaten, 3 EL milden Weißweinessig, braunen Zucker, Salz und Pfeffer zugeben und aufkochen. Wenn die Masse leise köchelt, Currypaste, Currypulver, Paprika und die zerriebene Chilischote einrühren und weitere 30 Minuten köcheln. Wenn die Masse zu sehr eindickt, einfach mit etwas Wasser verdünnen und bitte zwischendurch  immer wieder durchrühren, die Sauce brennt leicht an.

Am Ende der Kochzeit  müsst ihr ggf. geschmacklich noch nachsteuern. Eine genaue Mengenangabe bei den Gewürzen, auch beim Essig, ist schwierig. Wenn die Abschlusswürzung vollzogen ist, püriere ich die Sauce erneut, fülle sie heiß in vorbereitete Flaschen und verschließe diese sofort. So habe immer einen Vorrat (auch für die EM) und kann Currywurst essen, wann ich will.

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Viel Spaß bei der Fußball-EM, wenn’s dann soweit ist!

 

 

Was Leckeres zum Start ins Wochenende

An Freitagabenden habe ich häufig das Bedürfnis, das Wochenende mit etwas Leckerem einzuläuten. Allerdings sollte es nicht den halben Abend dauern,  bis das Leckere dann auch fertig ist. Ich finde immer, da ist Pizza wunderbar geeignet: eine Basis aus Teig (den ich vorbereiten kann, wann immer ich am Freitag  Zeit habe) und dann hat man alle Möglichkeiten, die Gemüsefach, Kühl- und Vorratsschrank bieten.

Meine angegebenen Mengen passen gut in 2 Personen.

Hefeteig
250 g Mehl, 10 g Hefe,  1/2 TL Zucker als Futter für die Hefe, 1/2 TSalz, ca. 1/8l lauwarmes Wasser und 2 EL Olivenöl.

Mehl in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken, Hefe hineinbröseln, Zucker darüber streuen, etwas Wasser zugeben und Hefe in der Mulde auflösen und den Vorteig 15 min gehen lassen. (Wenn’s schnell gehen soll, überspringe ich diesen Schritt auch schon mal…)  Salz und Olivenöl am Topfrand auf das Mehl geben, Wasser nach und nach zufügen und alles zu einem geschmeidigen Teig kneten, der ruhig etwas feucht sein darf.  Jetzt ruht der Teig für mindestens 30 Minuten, lieber länger, an einem warmen Ort.

Tomatensauce
1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, Olivenöl, 2 Dosen gehackte Tomaten, Salz , Pfeffer, Oregano (frisch oder getrocknet), Zucker, Balsamicoessig

Die Zwiebel und den Knoblauch schälen und sehr fein würfeln. In Olivenöl glasig dünsten. Inzwischen die gehackten Tomaten kurz abtropfen lassen, dann zur Zwiebel und zum Knoblauch geben. Mit Salz und Pfeffer würzen, falls ihr getrockneten Oregano verwendet, diesen jetzt zufügen und das Ganze so lange auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis eine streichfähige Paste entstandenen ist. Mit Zucker, Essig, Salz und Pfeffer abschmecken und ggf. noch frischen gehackten Oregano zugeben.

Pizzabelag
Bei mir kommt auf die Pizza, was der Kühlschrank und Vorratsschrank so bieten: Sardellen, Schinken, Salami, Pilz, Zucchini, Paprika, frische Tomaten, auch schon mal Rauke (die aber erst nach dem Backen) und natürlich Mozzarella. Mengenangaben finde ich dabei schwierig…

Ich brate die Zutaten für meinen Pizzabelag immer kurz in der Pfanne kräftig an. Ich finde, Pilze, Paprika, Zucchini, oder was auch immer für Gemüse auf die Pizza kommt, schmeckt nach kurzem Kontakt mit heißem (mit Knoblauch gewürztem) Olivenöl einfach besser. Den Pizzabelag jetzt noch mit Salz und Pfeffer abschmecken und dann kann auch schon der Teig ausgerollt werden.

Wenn der Teig dünn auf dem Blech liegt, Tomatensauce aufstreichen und Teig nach Geschmack belegen. Nun kommt noch der in Scheiben geschnittene Mozzarelle obenauf. Ich gebe zum Schluss noch Olivenöl über die Pizza und schiebe sie in den 250 °C heißen Ofen, der fürs Pizzabacken auf Ober- und Unterhitze eingestellt ist. Jetzt dauert es etwa 12 Minuten, bevor die Pizza zusammen mit einem Rotwein auf den Tisch kommen kann. Schönes Wochenende!

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