Aus zwei mach eins – Zwillingsteig

Vor längerer Zeit bereits habe ich einmal einen Bäcker befragt, welche Basis eigentlich die in Aachen so beliebten Fläden haben. Der Teig der Fläden  ist irgendwie mürbe, aber nicht ganz so fest wie ein „normaler“ Mürbeteig. Gleichzeitig hat er feine Poren, fast wie ein Hefeteig. Er bleibt länger frisch als Hefeteig und weicht, gerade wenn viel Obst im Spiel ist, nicht durch, wie das bei Mürbeteig schon einmal passieren kann.

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

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Die Antwort ist denkbar einfach: Reis- und Obstfläden und andere Obstkuchen auch werden mit Zwillingsteig hergestellt. Und das ist eine Mischung aus Mürbe- und Hefeteig. Am Wochenende habe mich an Zwillingsteig versucht… Das Ergebnis hat mich überzeugt. Der Teig verbindet in der Tat die positiven Eigenschaften beider Teigsorten miteinander. Ich habe eine Mischung im Verhältnis von etwa zwei Teilen Hefeteig zu einem Teil Mürbeteig gewählt. Ich kann mir aber vorstellen, dass je nach Belag auch andere Mischungsverhältnisse gut sind. Beim nächsten Mal würde ich einmal ein Verhältnis von 1:1 probieren. Die Teige werden zunächst separat hergestellt, gehen dann im Warmen, bzw. ruhen im Kalten und werden nach den Ruhephasen  miteinander verknetet.

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Zutaten für eine 26 cm Springform oder 2 kleine Formen à 18 cm Durchmesser
Hefeteig
120 g Mehl Typ 550, 4 g frische Hefe, 60 ml lauwarme Milch, 15 g Zucker, 1 Prise Salz,
1 Eigelb, 10 g weiche Butter
Hefe in der lauwarmen Milch auflösen, alle anderen Zutaten in eine Schüssel geben. Hefemilch mit in die Schüssel geben und alles so lange verkneten, bis sich der Teig vom Schüsselrand löst. Jetzt darf der Teig 1 Stunde an einem warmen Plätzchen gehen.

Mürbeteig
70 g Mehl Typ 550, 50 g Butter, 25 g Zucker
Alle Zutaten rasch zu einem homogenen Teig verkneten und ab damit in den Kühlschrank. Hier wartet der Mürbeteig nun mindestens eine halbe Stunde auf sein Rendevouz mit dem Hefeteig.

Nach der Ruhezeit werden die Teige miteinander verknetet. Dazu den Hefeteig etwas flachdrücken, den Mürbeteig in Stücken auf dem Hefeteig verteilen und dann das Ganze auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche  miteinander verkneten. Fertig ist der Zwillingsteig!

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Ausrollen und ab damit in die Form. Dabei je nach Füllung einen entsprechend hohen Rand formen. Ich habe zwei kleine Formen à 18 cm Durchmesser mit dem Teig gefüllt und den Teig in den Formen vor dem Backen noch einmal 30 Minuten ruhen lassen.

Beim Belag habe ich mich dann für zweieiige Zwillinge entschieden 😉 und einen fruchtigen Apfelkuchen mit Bienenstichguss und einen cremigen Badischen Rahmkuchen gebacken.

Für den Apfelkuchen
2 große Äpfel, Schale und Saft von 1/2 Zitrone, 2 Kapseln Kardamom, 1 Stück Zimtstange, 2 EL Rosinen, Zucker und/oder Honig nach Geschmack, 50 g Butter, Zucker, 40 g Mandelblättchen, 1 EL Milch, 1 EL Honig

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Äpfel schälen und in größere Stücke teilen. Mit der Schale und dem Saft einer halben Zitronen und den Rosinen in einen Topf geben, 2 Kardamonkapseln andrücken und zusammen mit einem Stück Zimtstange dazu geben. 3 EL Wasser zufügen, kurz aufkochen und dann bei kleiner Hitze 5 – 7 Minuten zu Kompott kochen. Die Apfelstücke sollen auf jeden Fall noch Biss haben und nicht zerfallen sein. Zum Schluss mit Zucker und /oder Honig nach Geschmack süßen und etwas abkühlen lassen. Da der Bienenstichguss süß ist, habe ich nur ganz wenig Zucker und Honig verwendet. Aber wie gesagt, jeder nach seinem Geschmack.
Für den Bienenstichguß die Butter leicht bräunen, Zucker und Mandelblättchen zugeben, ebenso die Milch und den Honig und alles einmal kurz aufkochen.

Das etwas abgekühlte Kompott auf dem Teig verteilen, vorher die Gewürze und Schale entfernen, die Bienenstichmasse über die Äpfel geben und bei 175 °C Umluft etwa 40 Minuten backen.

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Für den Badischen Rahmkuchen
200 g saure Sahne, 200 g süße Sahne, Mark einer Vanilleschote, 50 g Zucker, 1 Ei, Zimtzucker zum Bestreuen

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und kurz aber gut miteinander verrühren und dabei möglichst wenig Luft in die Masse rühren. Auf den vorbereiteten Teig gießen und bei 175 °C  zusammen mit dem Apfelkuchen goldbraun backen.

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Ich habe den Apfelkuchen nach 40 Minuten aus dem Backofen genommen, den Badischen Rahmkuchen noch weitere 5 Minuten im ausgeschalteten Backofen stehen lassen. Die Kuchen dürfen zunächst in der Form etwas abkühlen und werden dann aus der Form gelöst.

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 Den Badischen Rahmkuchen vor dem Essen  noch mit reichlich Zimtzucker bestreuen und ggf. Sahne zum Apfelkuchen schlagen!

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Lasst es euch schmecken!

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Der Sommer hat einiges zu bieten – Flammkuchen in Variationen

Neben einem reichhaltigen Angebot an frischen Gemüsen, Früchten, Beeren, Urlaub und Zeit für  Dinge, die sonst zu kurz kommen, hat der Sommer auch in diesem Jahr wieder Sarahs Knuspersommer 2017 im Gepäck.

Im letzten Jahr habe ich erstmals an diesem Event teilgenommen. Auch in diesem Jahr möchte ich gern dabei sein, und zwar mit einem Wochenendstart-Rezept. Für ein Wochendstart-Rezept gilt: geht schnell und schmeckt lecker.

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Da ist Flammkuchen eine gute Wahl. Der Teig ist schnell gemacht und die unterschiedliche Beläge sorgen für geschmackliche Vielfalt auf dem Teller. Normalerweise backe ich Flammkuchen auf einem Teig, der aus Weizenmehl, Salz, Wasser und etwas Öl besteht. Heute aber sollte die Grundlage etwas herzhafter sein. Deshalb habe ich mich für einen Hefeteig aus Roggen- und Weizenmehl entschieden.

Oben auf den geschmacklich etwas kräftigeren Teig kamen einmal (fast) ganz klassisch saure Sahne, Speck und (Lauch-)Zwiebeln,

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auf den zweiten Flammkuchen saure Sahne, kurz angebratene Chorizoscheiben, karamellisierte Aprikosen, frischer Rosmarin, Lauchzwiebeln, Blaubeeren und würzigem Camenbert. Hört sich möglicherweise wie gewürfelt an, hat uns aber in der Kombination aus scharf, leicht süsslich und herzhaft würzig gut geschmeckt. Deshalb möchte ich euch diese Variante nicht vorenthalten.

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Zutaten
Für den Teig
150 g Roggenmehl, 150 g Weizenmehl Typ 550, 10 g Hefe, 1 TL Zucker, 1/2 TL Salz, 2 EL Öl, 2 EL Joghurt, 150 – 200 ml lauwarmes Wasser

Für den Belag
Klassische Variante
3 EL saure Sahne, 75 g geräucherter Speck, feingewürfelt, 1 rote Zwiebel, 4 Lauchzwiebeln mit dem Grün in dünne Ringe geschnitten, Salz, Pfeffer, Muskat

Fruchtig scharfe Variante
2 EL saure Sahne, 1 EL frisch gehackte Rosmarinnadeln, 6 Aprikosen, 3 EL brauner Zucker, 4 Lauchzwiebeln, 15 Scheiben Chorizo 1 cm dick geschnitten, 4 Lauchzwiebeln in dünne Ringe geschnitten, 2 Handvoll Blaubeeren, 6 – 8 Scheiben Camenbert, Salz, Pfeffer

Zubereitung
Für den Heferteig beide Mehlsorten in einer Schüssel mischen, in der Mitte des Mehls eine Mulde formen, die Hefe hinein bröseln, 1 TL Zucker als Starthilfe über die Hefe geben, 50 ml Wasser zugeben und die Hefe auflösen. Nach etwas 10 Minuten, den Joghurt auf den Mehlrand geben, ebenso das Salz und das Olivenöl. Die Hefewassermischung mit dem Mehl und den übrigen Zutaten verrühren, dabei nach und nach so viel Wasser zugeben bis sich der Teig vom Schüsselrand löst. Mit einem Tuch abdecken und 1 Stunde gehen lassen.

In der Zwischenzeit die Beläge vorbereiten, d.h. zunächst die Chorizoscheiben ohne weitere Zugabe von Öl kurz anbraten.

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Wurstscheiben aus der Pfanne nehmen und ausgebratenes Öl bis auf einen kleinen Rest aus der Pfanne entfernen. Für die karamellisierten Aprikosen 2 EL braunen Zucker im Restöl in der  Pfanne schmelzen. Die halbierten Aprikosen mit der Schnittfläche nach unten in die Pfanne geben und mit einem weiteren EL Zucker bestreuen. Wenn Saft aus den Aprikosen austritt, die Aprikosen wenden und auf der runden Seite ebenfalls kurz karamellisieren.

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Nachdem der Teig geruht und sein Volumen deutlich vergrößert hat, wird er kräftig zusammengeknetet, in zwei Teile geteilt und auf Mehl zu sehr dünnen Fladen ausgerollt. Die Fladen werden mit der sauren Sahne bestrichen. Bei der klassischen Variante kommen zunächst die Speckwürfelchen auf die saure Sahne, darauf folgen die rote Zwiebel in dünnen Ringen, die weißen und grünen Teile der Lauchzwiebeln sowie Salz, Pfeffer und Muskat.

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Für die fruchtig scharfe Variante, werden zunächst die Chorizoscheiben auf das saure-Sahne-Bett gelegt, nun die Aprikosen dazwischen drappiert und mit dem feingehackten Rosmarin bestreut; darüber kommen die Zwiebelringe und das -grün, dazwischen die Blaubeeren und darauf Salz, Pfeffer und Muskat. Den Abschluss bilden hier die Cambertscheiben. Ich habe eine würzige Variante genommen, ein milder Camenbert oder anderer Weichkäse gehen al gusto natürlich auch.

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Beide vorbereiteten Fladen dürfen jetzt noch einmal eine halbe Stunde unter einem Tuch ruhen und kommen  dann für etwa 20 Minuten in den auf 200 °C Umluft vorgeheizten Backofen.

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Genießt die Flammkuchen mit einem Glas Wein oder Bier, genießt den Sommer

und schaut doch einmal beim Knuspersommer vorbei!

 

Blaubeerzimthefeschnecken

Ich mag Blaubeeren, ich mag Zimt und ich mag Hefeteig. Was liegt da näher, als alles miteinander zu  leckeren Blaubeerzimthefeschnecken zu verbinden.

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Zutaten für eine Auflaufform von ca. 20 x 30 cm:
300 g Mehl, 10 g Hefe, 120 ml Milch, 30 g Zucker, 1 Ei, 30 g Butter für den Teig, etwa 2 EL zimmerwarme Butter zum Bestreichen, 3 EL Zimtzucker oder auch mehr, 200 g Blaubeeren, Zimtzucker zum Bestreuen, Fett für die Form, Puderzucker zum Bestäuben

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Zubereitung:
Mehl in eine Schüssel sieben, Hefe mit 1 EL Zucker in der Hälfte der Milch auflösen und 10 Minuten gehen lassen. 1 Prise Salz, restlichen Zucker zum Mehl geben. In der Mitte des Mehls eine Mulde formen und die Hefemilch hineingeben. 30 g Butter in Flöckchen auf dem Mehlrand verteilen. Hefemilch mit den Knethaken mit einem Teil des Mehls verrühren, das Ei zugeben, alle Zutaten miteinander verkneten. Dabei so viel von der restlichen Milch zugeben, bis sich der Teig vom Schüsselboden löst. Die Menge hängt etwas von der Größe des Eis ab. Sollte der Teig zu klebrig sein, einfach noch etwas Mehl unterarbeiten.

Nun darf der Teig erst einmal eine Stunde ruhen. Danach wird er noch einmal kräftig geknetet und auf der Arbeitsfläche zu einem Rechteck ausgerollt.

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Der ausgerollte Teig wird nun mit der zimmerwarmen Butter bestrichen und dick mit Zimtzucker bestreut.

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Nun kommen die Blaubeeren ins Spiel. Sie wandern auf das Butter-Zimtzucker-Bett, dann wird das Hefeteig-Rechteck von der langen Seit her aufgerollt.

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Die Rolle nun mit einem scharfen Messer in etwa 5 cm dicke Scheiben schneiden, in eine gebutterte Auflaufform geben und von oben auch noch einmal mit Zimtzucker bestreuen.

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Die Teigschnecken mit einem Tuch bedeckt noch einmal 30 Minuten gehen lassen und dann bei 175 °C goldbraun backen. Beim Backvorgang platzen die Blaubeeren teilweise auf und verbinden sich mit dem Zimtzucker zu einem köstlichen Kompott, das zum Teil in den Teig sickert und sich in den Ecken der Form an den Teig schmiegt… mmhhh!

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Noch etwas Puderzucker on Top und dann sind die Blaubeerzimthefeschnecken fertig zum Vernaschen.

Lasst es euch schmecken!

Croissants und Muffins = Cruffins

Wenn Croissants auf Muffins treffen, dann entstehen Cruffins. Und die haben kürzlich meine Backinteresse geweckt. Nicht nur, dass ich finde, dass diese kleinen Dinger sehr hübsch und appetitlich aussehen, auch die Konstruktion dieser Gebäcksymbiose hat mich neugierig gemacht. Man braucht nämlich zum Bauen eines Cruffin eine Nudelmaschine. Zuerst war ich etwas verwundert: aber Teig ist Teig, hab ich mir gedacht, egal ob Pasta- oder Hefeteig; warum also die Nudelmaschine nicht auch für das Ausrollen von Hefeteig verwenden.

Cruffin 24Da ich die Cruffins gerne zum Sonntagmorgenfrühstück backen wollte und mich eine leise Ahnung beschlich, dass die erste Produktionsserie sich etwas zeitintensiver gestalten könnte, habe ich den Hefeteig schon am Samstagabend geknetet und über Nacht in den Kühlschrank gestellt. Diese Idee hat sich als ganz pfiffig erwiesen. Ansonsten hätten wir die Cruffins vermutlich zum Nachmittagskaffee essen können. 😉 Aber der zeitliche Aufwand hat sich auf jeden Fall gelohnt!

Zutaten für 6 Cruffins
230 g Mehl Typ 550, 10 g Hefe, 1 EL Zucker, 2 Prisen Salz, 100 ml lauwarmes Wasser, 35 g weiche Butter für den Teig, 100 g flüssige Butter zum Bestreichen, nach Belieben Puderzucker zum Bestreuen (ich hab darauf verzichtet)

Zubereitung
Die Hefe in 100 ml lauwarmen Wasser mit dem Zucker auflösen, zum Mehl in eine Schüssel geben, das Salz zufügen und mit der Küchenmaschine oder den Knethaken des Handrührers zu einem Teig verkneten, ggf. noch etwas mehr Wasser zugeben, wenn der Teig sich nicht verbindet. Nun die weiche Butter in Stückchen zugeben und gut unterkneten. Wenn sich der Teig gut mit der Butter verbunden hat, den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche mit den Händen durchkneten und abgedeckt über Nacht im Kühlschrank oder an einem warmen Ort ca. 45 min gehen lassen.

Den gegangenen Teig noch einmal kurz durchkneten, in 3 gleich schwere Stücke teilen. Jetzt wird immer ein Teigstück nach dem anderen verarbeitet. Derweil ruhen die anderen weiter gut abgedeckt, damit sie nicht austrocknen.  Das erste Teigstück wird nun mit der Hand oder dem Nudelholz zu einem Rechteck von etwa 10 x 20 cm geformt. Und jetzt wird es spannend, denn die Teigrechtecke werden durch die Nudelmaschine gedreht, und zwar zunächst von Stufe 1 bis 4.

Cruffin 6Die Teigstränge solltet ihr zwischendurch immer wieder leicht bemehlen, damit der Teig beim Walzen nicht kleben bleibt und reißt. Wenn Stufe 4 erreicht wurde, ist es Zeit die Teigstränge zu halbieren, sonst wird es zu unhandlich. Die geteilten Teigstränge werden jetzt noch einmal auf Stufe 5 und dann auf Stufe 6 gewalzt. Dabei solltet ihr darauf achten, dass die Teigstücke am Ende faltenfrei auf eurer Arbeitsfläche liegen.

Cruffin 1
Cruffin 2Dann werden sie üppig mit der Butter bestrichen.

Cruffin 7Rollt jetzt die erste Teigplatte auf, legt die Rolle auf das Ende der zweiten Teigplatte, schlagt das Teigende der zweite Platte über die Teigrolle und rollt das ganze weiter auf. Die so entstandene „Doppelrolle“ sollte am Ende ca. 20 cm lang sein, ggf. mit den Händen vorsichtig mit wenig Druck länger rollen.

Cruffin 9 Cruffin 4Jetzt braucht ihr ein scharfes mit Mehl bestäubtes Messer, denn die Teigrolle wird der Länge nach durchgeschnitten und zu einem Kringel zusammengelegt, die offenen Schnittkanten zeigen nach außen.

Cruffin 5Die Enden der Rolle unter den Kringel schieben und in eine gefettete Muffinform setzen. Nachdem ihr die Teigstücke Nr. 2 und Nr. 3 ebenso bearbeitet habt, müssen die Cruffins noch einmal etwa eine Stunde gehen. Dann wandern Sie für etwa 30 Minuten bei 200 °C Umluft in den Ofen.
Cruffin 13Cruffin 13Der Duft, der während des Backens aus dem Ofen und durch die Wohnung strömt, lockt von ganz alleine die Familie aus dem Bett. Die Cruffins halten, was ihr Anblick verspricht.

Cruffin 24Sie sind außen knusprig wie ein Croissant, innen buttrig und fluffig wie ein solches, na und an Muffins erinnert ja die Form.
Cruffin 22Cruffin 27Mir haben sie pur und mit Käse und Marmelade geschmeckt.

Cruffin 28Ich werde diese kleinen leckeren Dinger bestimmt bald wieder mal backen!

Lasst es euch gut gehen.

Es gibt wieder Rhabarberkuchen

und den Göttergatten freut es über die Maßen. Er kann von Rhabarberkuchen gar nicht genug bekommen. Dabei spielt es für ihn keine Rolle, in welcher Form ich Rhabarberkuchen backe. Er würde sich auch jedes Mal über meinen Rhabarberkuchen mit Streuseln freuen. Aber ich mag Abwechslung auf dem Kuchenteller. Deshalb  habe ich den Rhabarber heute mal in einen Hefeteig eingewickelt und mit Karamell sowohl im Teig als auch obenauf verleckert. Der Hefeteig war etwas weich. Das mag am Karamell im Innern der Teig-Schnecke oder am Teig selbst gelegen haben. Deshalb waren die Schnecken etwas verdötscht und nicht so schön rund. Dem Geschmack hat es nicht geschadet.

Karamellschnecken 14

Zutaten
Rhabarberkompott
500 g Rhabarber, 4 EL brauner Zucker, 1/2 Vanillestange, Aperol,

Hefeteig
250 g Mehl, 10 g Hefe, 100 ml lauwarme Milch, 40 g weiche Butter, 1 Ei, 30 g Zucker, 1 Prise Salz, 100 g gehackte Nüsse ganz nach Geschmack (ich habe eine Nussmischung verwendet)

Karamell
75 g Zucker, 75 g Butter, 50 ml Sahne,1 Prise Salz

Karamellschnecken 12

Zubereitung
Für das Rhabarberkompott den Rhabarber waschen, in kleine Stücke schneiden und mit dem Zucker im Kochtopf mischen, die Vanilleschote aufschneiden, das Mark heraus kratzen und mit der Schote zum Rhabarber geben. Die Mischung sollte jetzt eine halbe Stunde Saft ziehen. Danach wird der Rhabarber erhitzt und so lange gekocht, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Der Rhabarber zerfällt dabei. Das ist aber nicht schlimm, denn er versteckt sich ja später im Teig. Die Vanilleschote entfernen, den Rhabarber ggf. noch etwas nachsüßen und mit einem Schluck Aperol abschmecken.

In der Zwischenzeit den Karamell kochen. Dazu 75 g Zucker und 75 Butter in einer Pfanne schmelzen und ca. 10 Minuten kochen. Dabei immer wieder umrühren. Nach etwa 10 Minuten sollte das Butter-Zucker-Gemisch eine appetitlich braune Farbe haben. Nun die Hälfte der Sahne zugeben und die Masse noch einmal 5 Minuten leise köcheln und dann lauwarm abkühlen lassen.

Karamellsauce 2

Für den Hefeteig die Hefe in der lauwarmen Milch und dem Zucker auflösen. Mehl, Ei, Butter und Salz in eine Schüssel geben. Die aufgelöste Hefe dazu gießen und mit den Knethaken des Handrührers oder in der Küchenmaschine so lange kneten, bis sich der Teig vom Topfboden löst. Den Teig mit einem feuchten Tuch abdecken und 30 Minuten ruhen lassen.

Wenn der Karamell lauwarm ist, kann es weitergehen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck ausrollen und mit Karamell bestreichen.

Darauf werden dann die gehackten Nüsse verteilt, anschließend kommt das Rhabarberkompott auf die Nüsse. Nun den Teig von der langen Seite her zu einer Schnecke aufrollen. Die Teigrolle in etwa 6 cm breite Stücke teilen und mit der Schnittseite nach oben in eine Kuchenform setzen und 30 Minuten unter einem feuchten Tuch ruhen lassen.

Den restlichen Karamell mit der übrigen Sahne verrühren, großzügig über die Schnecken geben und bei 175 °C Umluft 30 Minuten backen.

Karamellschnecken 10Karamellschnecken 13

Karamellschnecken 15Und dann auf dem Balkon in der Sonne genießen. Das ist Frühling!

Lasst es euch schmecken!

 

Kennt ihr Monkey Bread?

Ich hatte zugesagt, zu einem Treffen,  Brot mitzubringen. Da bis zum Beginn des Treffens noch Zeit war, habe ich mir überlegt, dass ich den Bäcker entlasten und das Brot selbst backen könnte…  Alle benötigten Zutaten waren auch im Haus, es konnte also losgehen.

Kennt ihr Monkey Bread? Das ist scheinbar gerade en vogue. Ich kannte es bislang nicht. Es ist ein Hefebrot, das aus vielen kleinen Teigkugeln besteht, die beim Geh- und Backvorgang zusammenwachsen und groß werden und in einer Kuchenform gebacken werden. Bei der ursprünglichen Variante, die aus Amerika kommt, werden die Teigkugeln mit Butter bestrichen und dann in Zimtzucker gewälzt.

Bei unserem Treffen sollte es Käse zum Brot geben, da war die Zimt-Zucker-Variante wohl nicht das Richtige. Aber die Idee, ein Brot aus vielen kleinen Teigkugeln zu backen, gefiel mir. Und deshalb habe ich eine herzhafte Variante gebacken und die Teigkugeln mit Sesam, Leinsamen, Salz, Mohn und mit Pesto ummantelt. So passt es auch zu Käse.

Ich habe das Monkey Bread in einer großen Gugelhupfform gebacken. Eine Rodonkuchen- oder Königskuchenform geht aber auch.

Zutaten
Für den Teig
500 g Mehl, 15 g Hefe, 1 TL Zucker, ca. 200 ml lauwarme Milch, 1 Ei,  1 TL Salz, 2 EL Öl,
Zum Bestreichen und Ummanteln
60 g flüssige Butter, Sesam, Mohn, Leinsamen, grobes Meersalz, Pesto, oder was auch immer ihr mögt oder im Haus habt.

Hefe mit dem Zucker in der lauwarmen Milch auflösen und kurz stehen lassen. Mehl in eine Schüssel sieben, in der Mitte eine Mulde formen, Salz an den Rand geben, Hefemilch in die Mulde geben und mit etwas Mehl verrühren. Das Ei verquirlen und mit dem Öl ebenfalls auf den Mehlrand gießen. Anschließend alle Zutaten mit den Knethaken des Handrührers oder in der Küchenmaschine zu einen glatten Teig verkneten.

Nun muss der Teig 45 Minuten an einem warmen Platz gehen lassen. Das Teigvolumen verdoppelt sich während dieser Zeit. Danach Teig kurz durchkneten und den Teig in 30 g schwere Stücke teilen. Die Stücke zu Kugeln rollen.

Monkey Bread 16Anschließend werden Teigkugeln in der flüssigen Butter gerollt oder rundum damit bepinselt und in Leinsamen, Mohn, Sesam, Nüssen, Salz oder Pesto wenden. Ich habe einige der Kugeln einfach nur in Butter gewendet und mit etwas grobem Salz und mit Chilipulver bestreut.

Monkey Bread 19Monkey Bread 17Backofen auf 175 °C Umluft vorheizen.

Ummantelte Kugel mit etwas Abstand in die gefettete Gugelhupfform legen, Form abdecken und für weitere 30 Minuten an einen warmen Ort gehen lassen.
Monkey Bread 20Monkey Bread 21Monkey Bread 23Dann wird das Monkey Bread etwa 40 Minuten gebacken. Form aus dem Ofen nehmen, auf einem Kuchengitter kurz abkühlen lassen und dann aus der Form stürzen.

Monkey Bread 6Monkey Bread 3Monkey Bread 5

Zum Käse können die einzelnen Kugeln einfach abgepflückt werden. Sie schmecken aber auch ohne Käse:

Ich gebe zu, ich war etwas skeptisch, ob sich das Gebilde unfallfrei aus der Form würde lösen lassen. Aber das hat wunderbar funktioniert.

Ich werde sicher auch die süße Variante sehr bald ausprobieren und davon berichten.

Lasst es euch gut gehen!

Aprikosen und Blaubeeren zum Samstagskaffee

Weil’s so lecker war, habe ich heute noch einmal den Geburtstagskuchen mit Aprikosen gebacken, allerdings mit kleinen Variationen.

Auch heute habe ich den Teig ausgerollt, mit Butter gestrichen und mit Zimtzucker bestreut, dann aber in kleine Quadrate von etwa 7 cm Seitenlänge geschnitten. Zwei Drittel der Teigquadrate habe ich mit kleingewürfelten Aprikosen bzw. Blaubeeren belegt und jeweils zwei der Quadrate „gestapelt“ und mit einm dritten Quadrat abgedeckt. Die Quadrat-Stapel kommen jetzt hochkant (wie bei einem Pull-apart-Bread) in eine Muffinform, die mit Papierförmchen ausgelegt wurden. 30 Minuten gehen lassen und 25 Minuten bei 175 °C bei Ober- und Unterhitze in den Backofen.

Hier ist das Ergebnis!

Pull-apart klein 2

Pull-apart klein 1

Pull-apart klein 9Pull-apart klein 7

Euch allen ein schönes sommerliches Wochenende!

 

Aprikosen zum Geburtstag

Heute hat ein lieber Freund Geburtstag! Das ist immer ein Grund, selbst bei den heute Morgen schon herrschenden sommerlichen Temperaturen, den Ofen anzuschmeißen. Ich nutze den Festtag dazu, noch einmal die köstlichen orangefarbenen Früchten mit den roten Bäckchen zu verbacken. Die gibt es heute auf Hefeteig und unter einem Hefeteiggitter versteckt. Außerdem schleichen sich Butter, Zimtzucker und Mandeln zu den Aprikosen.

Zutaten
375 g Mehl, 12 g Hefe, 75 g Zucker, 200 ml Milch, 40 g Butter, 2 kräftige Prisen Salz, 300 g frische Aprikosen, 1/2 TL Zimt, 2 EL gehackte Mandeln, 40 g weiche Butter.

Aprikosenkuchen 8.1

Zubereitung
Hefe in der lauwarmen Milch mit 1 EL Zucker auflösen, zum Mehl in die Schüssel geben und kurz verrühren. Butter und Salz zugeben, alles zu einem homogenen Teig verkneten und ca. 30 Minuten gehen lassen.

In der Zwischenzeit den restlichen Zucker mit dem Zimt mischen, Aprikosen waschen, entsteinen und klein würfeln.

Nach der Ruhezeit den Teig zu einem Viereck in der Größe von ca. 25 x 30 cm ausrollen,  mit der weichen Butter bestreichen und dem Zimtzucker bestreuen, dabei 1 EL zurückbehalten. Aprikosen in die Mitte des Teigvierecks geben und mit den gehackten Mandeln und dem restlichen Zimtzucker bestreuen. Anstelle der Mandeln passen auch gehackte Pistazien gut zu den Aprikosen und setzen einen farblich besonders hübschen Akzent. Leider habe ich nicht daran gedacht, Pistazien einzukaufen und hatte auch keine im Vorrat…

Aprikosenkuchen 19

Nun die Enden des Teigstücks über die Aprikosen klappen, die Seitenränder mit der Schere in 2 cm breite Streifen schneiden und abwechselnd über die Aprikosen legen, so wie ich das auch bei den Blaubeer-Hefeteilchen gemacht habe.

Aprikosenkuchen 18

Den gefüllten Teig auf ein Backblech legen, 30 Minuten gehen lassen und bei 175 °C etwa 30 – 35  Minuten backen. Wer mag, gibt nach dem Erkalten noch eine Glasur aus Puderzucker und Zitronensaft über den Kuchen. Mir reicht etwas Puderzucker.

Aprikosenkuchen 7.1

Aprikosenkuchen 11Aprikosenkuchen 4Aprikosenkuchen 1

Schon heute Morgen, quasi zum 2. Geburtstagsfrühstück, haben wir den noch etwas warmen Aprikosenkuchen im Garten unter einem Kastanienbaum zusammen mit einem Kaffee genießen dürfen. So fühlt sich Sommer an!

Waldbeeren im Dooppelpack

Gestern auf dem Wochenmarkt hatte ich das große Glück, das letzte Körbchen mit „wilden“ Blaubeeren, hierzulande auch als Waldbeeren bekannt, zu ergattern. Damit war klar, dass es am Sonntag Blaubeerkuchen geben würde. Aber in welcher Form???

Ich hab mich für zwei Varianten mit einem Hefeteig als Basis entschieden: einmal für kleine Törtchen, die ich mit Waldbeeren in einer Mandel-Zucker-Ei-Masse fülle, und dann backe ich, inspiriert durch Sarah von Das Knusperstübchen,  Stromboli, das sind geflochtene/gefaltete und mit Waldbeeren gefüllte Hefeteilchen.

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Zutaten für den Teig:
450 g Mehl (ich nehme Typ 550), 12 g frische Hefe, 200 ml Buttermilch, 50 g Zucker, 50 g Butter, 1 Ei, 1 Prise Salz

Für die Törtchen: 300g Waldbeeren, 1 Ei, 80 g brauner Zucker, 40 g gemahlene Mandeln

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Für die Stromboli
: 250 g Waldbeeren, 2 gehäufte EL Speisestärke, 2 EL Zucker

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Zubereitung Hefeteig
Für den Hefeteig Mehl in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Mulde , die Hefe hineinbröseln, 1 TL des Zuckers darüber geben, Rest des Zuckers auf den Mehlrand geben. Etwas von der lauwarmen Buttermilch mit der Hefe verrühren und auflösen. Restliche Butter Milch, Ei, Salz und weiche Butter in die Schüssel geben und alles zu einem homogenen Teig verkneten. Ab in den beleuchteten Backofen (das kennt ihr ja schon) und etwa 1 Stunde gehen lassen. Nach einer Stunde den Teig in 7 gleichschwere Stücke teilen.

Zubereitung Waldbeertörtchen
3 der Hefeteigstücke dünn zu einem Kreis ausrollen und in Tarte-Förmchen mit 10 cm Durchmesser platzieren. Ei, Zucker und gemahlene Mandeln so lange mit dem Handrührer verrühren, bis eine helle cremige Masse entstanden ist. Je 3 EL Waldbeeren in die Törtchen geben, 3 EL der Zucker -Ei-Mandel-Masse darüber geben und bei 175 °C 35 bis 40 Minuten backen. Wenn die Oberfläche zu dunkel wird, mit Backpapier abdecken.

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Zubereitung Stromboli
Hefeteig zu länglichenTeigstücken ausrollen. Die Waldbeeren mit der Speisestärke und dem Zucker mischen. Je 2 – 3 EL Waldbeeren in die Mitte des Teigrechtecks geben. Die Seiten des Teigstücks mit einer Schere einschneiden.  Die Teigenden über die Waldbeeren klappen und die Teigstreifen ebenfalls über die Waldbeeren legen. Am besten stellt ihr die Stromboli schon auf Backpapier fertig, damit es keine „Transportschäden“ gibt. Nun bei 175 °C 35 Minuten backen, bis die Stromboli durch gebacken und goldbraun sind.

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Nach dem Backen die Törtchen und Stromboli mit Puderzucker bestreuen und mit geschlagener Vanillestange servieren.

Aus den noch nicht verarbeiteten  Waldbeeren habe ich noch zwei Gläser Marmelade gemacht. Ich freue mich schon aufs Frühstück!

Und jetzt gibt’s Aprikosen!

Als ich heute Morgen bei doch recht trübem Wetter über den Wochenmarkt ging, sprangen mir die so schön orange leuchtenden, rotbackigen Aprikosen ins Auge! Ich habe gleich 2,5 kg gekauft, für Aprikosenkuchen, Aprikosenmarmelade und vielleicht einen weiteren Aprikosenkuchen am Sonntag.

Heute gibt’s aber erst einmal Aprikosenkuchen auf Hefeteig mit Zuckermandeln.

Zutaten für eine Kuchenform von 28 cm Durchmesser
250 g Dinkelmehl, 10 g Hefe, etwa 125 ml lauwarme Milch, 25 g Zucker, 25 g weiche Butter und 1 Ei. Außerdem  etwa 750 g Aprikosen, 2 EL Amaretto, 3 EL brauner Zucker, 20 g Butter, 1 EL brauner Zucker, 50 g Mandeln, 50 g Marzipanrohmasse

Zubereitung
Mehl in eine Schüssel sieben, eine Mulde hinein drücken, Hefe hineinbröseln, 1TL Zucker über die Hefe streuen und die Hefe mit etwas von der lauwarmen Milch auflösen. Zucker zum Mehl geben (ich gebe ihn immer auf den Mehlrand), ebenso die weiche Butter in Flöckchen darauf verteilen. Etwas mehr von der Milch zur Hefe geben mit  Mehl vom Rand verrühren. Nun das Ei zufügen und alle Zutaten zu einem Teig verkneten, dabei noch etwas von der Milch zugeben und weiterkneten bis sich der Teig vom Topfrand löst. Der Teig darf jetzt mindestens eine halbe Stunde ruhen, mehr geht immer.
Inzwischen die Aprikosen waschen, halbieren, entsteinen und mit dem Amaretto und 3 EL Zucker marinieren. Wenn der Teig sein Volumen verdoppelt hat, kurz durchkneten und die Kuchenform damit auskleiden. Jetzt kommen Aprikosenhälften mit der Rundung nach oben dicht an dicht auf den Teig und werden mit dem Amaretto-Zucker-Sud beträufelt. Die Butter in einer Stielkasserolle schmelzen, Zucker und Mandeln zugeben und alles miteinander vermischen. Ich habe noch Marzipanrohmasse direkt über Aprikosen gehobelt und dann die Mandel-Zuckermasse darüber verteilt. Nun kommt der Kuchen bei 175 C für 25 Minuten in den Ofen.
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Die süßen Zuckermandeln und die Marzipanrohmasse tun den etwas herben Aprikosen gut.
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Uns hat der Kuchen wunderbar geschmeckt. Der Rest, der noch da ist, reicht sicher nicht mehr für morgen… 😉