Resteverwertung – erster Teil

Ich glaube, das kennt jeder: das neue Jahr hat angefangen und es gibt doch etliche Lebensmittel, die von den Feiertagen übrig geblieben sind. Gründe dafür gibt es viele: zu viel eingekauft, zu wenig Appetit 😉 ,… Bei uns gibt es Brötchen von den Feiertagsfrühstücken, vom Raclette am Heilig Abend ist noch Käse im Kühlschrank, es gibt viele geschenkte Schokonikoläuse, von Stollen und Keksen ganz zu schweigen. Mich treibt dann immer die Frage um: wie kann ich aus den Überbleibseln etwas Leckeres machen?

Und da wir an den Feiertagen mehr Fleisch als üblich gegessen haben, durfte es für mich auch mal wieder fleischlos sein und habe ich aus alten Brötchen, Bergkäse und Ei Käseknödel nach dem Vorbild von Kaspressknödeln gemacht. Diese Käseknödel habe ich in der Pfanne gebraten,

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

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Kaspressknödel 11

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Zutaten für 4 Personen
5 altbackene Brötchen, 150 g kräftiger Bergkäse, 300 ml lauwarme Milch, Petersilie und Schnittlauch, insgesamt etwa 1 Bund, 1 Zwiebel, 1 Ei, Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Öl oder Butterschmalz zum Braten.

Zubereitung
Die Brötchen fein würfeln, mit der lauwarmen Milch begießen und mindestens 30 Minuten stehen lassen. Inzwischen die Zwiebel klein Würfeln und in etwas Butter in einer Pfanne andünsten, die feingehackte Petersilie kurz mitdünsten. Den Käse fein reiben und den Schnittlauch in dünne Ringe schneiden.

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Wenn die Einweichzeit vorüber ist, den Käse, das Ei, die Zwiebel mit der Petersilie und den Schnittlauch zur Brötchenmasse geben und alles zu einer homogenen Masse verkneten. Aus dieser Masse Knödel formen, meine hatten die Größe von haushaltsüblichen Frikadellen. In Öl oder Butterschmalz – ich habe Butterschmalz genommen – auf beiden Seiten goldbraun braten. Das dauert insgesamt 10 Minuten.

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Bei uns gab es dazu Spitzkohl, den ich in Streifen geschnitten und in Butter kurz gedünstet habe. Einfach, aber lecker!

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Mit einem gemischten Salat oder gebratenen Pilzen schmecken diese Käseknödel bestimmt auch. Und wenn es etwas herzhafter sein soll, könnt ihr Speckwürfelchen mit den Zwiebeln zusammen in der Pfanne andünsten und mit in die Masse geben.

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Macht satt und glücklich, so ein Schmarrn

Wir waren am Wochenende an der Ahr. Zu diesem kleinen Wanderausflug sind wir am Samstagmorgen früh aufgebrochen, da blieb für den Wochenendeinkauf keine Zeit. Am Sonntagabend wieder zu Hause angekommen, stellte sich die Frage: „Was kann es ohne Einkauf zu essen geben?“

Pfannkuchen geht immer, denn Eier und Mehl sind immer vorrätig. Außerdem gab’s im Kühlschrank noch Speck, Lauchzwiebeln und Parmesan. Aus diesen Zutaten könnte ich auch einen herzhaften Kaiserschmarrn machen. Ist vielleicht für einen Sonntagabend irgendwie angemessener als schnöder Pfarnnkuchen :-) Die Idee gefiel mir und auch meinem Götter-G. Im Tiefkühler gab es außerdem noch Erbsen. Die sollten auch in den Schmarrn wandern.

©Herdanziehungskraft

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Zutaten für 2 Personen:
3 Eier getrennt, 100 g Mehl,1 gute Prise Salz, 150  ml Milch, 4 Lauchzwiebeln, 1 Tasse Erbsen, 75 g geräuchter Speck, 1 EL Öl, 1 EL Butter, Salz, Pfeffer, Muskatnuss, 4 EL frisch geriebener Parmesan

Zubereitung:
Eier trennen, das Eiweiß mit einer kräftigen Prise Salz steif schlagen und beiseite stellen. Mehl in eine Schüssel sieben 2 EL geriebenen untermischen, Milch und Eier verquirlen und mit der Mehlmischungl verrühren, sodass keine Klümpchen entstehen, mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und die Masse 10 Minuten quellen lassen. Den Backofen auf 140 °C Umluft vorheizen.

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In der Zwischenzeit die Lauchzwiebeln putzen, waschen und mit dem Grün in Ringe schneiden, den Speck fein würfeln. Öl in einer Pfanne erhitzen, Speckwürfel und Zwiebelringe zugeben und kurz andünsten, die Erbsen ebenfalls in die Pfanne geben und die Mischung 3 Minuten dünsten. Die Masse mit Salz und Pfeffer abschmecken und in der Pfanne abkühlen lassen.

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Wenn der Teig geruht hat, das Eiweiß auf das Mehl-/Eigelbgemisch geben und vorsichtig unterheben. Die Masse über das gedünstete Gemüse in die Pfanne geben, restlichen Parmesan darüber streuen  und bei mittlerer Hitze auf dem Herd ca. 3 Minuten anbraten. Nun wandert die Pfanne für 10 Minuten in den vorgeheizten Ofen.

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Nach dieser Zeit sollte die Masse gestockt, aber fluffig sein. Pfanne aus dem Ofen nehmen und den gebackenen Schmarrn mit zwei Gabeln in Stücke reißen. 2 EL Butter in in die Pfanne geben und den Schmarrn goldbraun braten.

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Und jetzt ab damit auf den Tisch! Mmmhh lecker, so ein Schmarrn! Macht schön satt und so glücklich!

Frühlingsfrische Pasta Carbonara

Frühling ist wunderbarl! Nach den dunklen Wintermonaten wird es nun wieder heller und bunter. Die Märkte leuchten in allen Farben mit Priemeln, Tulpen, Narzissen, Perlhyazinthen, Hornveilchen, Ranunkeln und vielem mehr.

Und auch das Angebot an Obst und Gemüse ändert sich. Statt Kohl und Wirsing gibt es jetzt wieder zarte Kohlrabi, der erste Spargel schleicht sich – wenn auch noch aus dem Ausland – ein, es gibt wieder Rhabarber und bald auch Erdbeeren. Und dann macht ein ganz besonderes Kraut auf sich aufmerksam,  zart nach Knoblauch duftend…. Bärlauch!

Bärblauch 2An diesem Duft konnte ich einfach nicht vorbeigehen und habe ein Bund von dem köstlichen Kraut, das ja nur ganz kurz Saison hat, mitgenommen und am Abend hieraus eine frühlingsfrische Carbonara gemacht.

Zutaten für 2 Portionen
200 g Nudeln (Nudelform al gusto), 2 Eier 2 EL Sahne, 2 EL frisch geriebener Parmesan,  75 g geräucherten durchwachsenen Speck in Würfeln, 25 g Bärlauch, Salz, Pfeffer

Bärlauch 5Zubereitung
Den Bärlauch waschen, trocken, die Stiele entfernen und die Blätter in dünne Streifen schneiden. Die Eier mit der Sahne in einen Mixbecher geben und mit dem Pürierstab verquirlen, den Bärlauch zugeben und alles fein mixen, ggf. noch etwas mehr Sahne zugeben.
Bärlauch 10Bärlauch 12
Den Parmesan reiben, unter die Eimasse rühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Bärlauch 6Bärlauch 13Das Nudelwasser aufsetzen, sobald es kocht kräftig salzen und die Nudeln darin nach Packungsanweisung kochen. In der Zwischenzeit den Speck in einer Pfanne anbraten. Sobald die Nudeln al dente sind, in einem Sieb abgießen, dabei etwas Nudelnwasser auffangen. Die tropfnassen Nudeln zum Speck in die Pfanne geben, Pfanne vom Herd nehmen und die Eimasse zu den Nudeln in die Pfanne geben und mischen. Durch die Hitze des Specks und der warmen Nudeln wird die Eimasse cremig und schmiegt sich wohlig an die Nudeln.

Bärlauch 15Bärlauch 14Die fertigen Nudeln in tiefen Tellern anrichten, mit Pfeffer übermahlen, mit Parmesan und einigen Bärlauchstreifen bestreuen und servieren. Mmmhhhh!

Bärlauch 16Bärlauch 17Lasst es euch schmecken!