Karamellisiertes Schweinefleisch

In der Ausgabe 3-2017 der Zeitschrit Lust auf Genuss gibt es ein Rezept für karamellisertes Schweinefleisch. Hier wird Schweinefleisch in Essig mariniert bevor es mit Zucker karamellisiert und dann weich geschmort wird. Ich merke ich schon beim Lesen, dass mir das schmecken wird. Außerdem macht das Rezept den Eindruck, ziemlich unkompliziert zu sein und ist damit genau das richtige Rezept und Gericht für einen Freitagabend, an dem es lecker sein soll und schnell gehen darf, wenn man von der Schmorzeit einmal absieht.

Schweinefleisch mariniert 11Ich habe das Rezept etwas verändert. Mir erschien die Zuckermenge doch recht hoch und für meinen Geschmack ist die geringere Menge absolut ausreichend. Beim nächsten Mal würde ich sie eher noch etwas reduzieren.

Zutaten
500 g Schweinefleisch, das ruhig etwas durchwachsen sein sollte, (ich habe Bio-Schweinefleisch aus dem Nacken genommen), 3 EL Weißweinessig, 2 Zwiebeln, 2 Knoblauchzehen, 30 g Ingwer, 2 Stängel Zitronengras, 2 EL Öl, 80 g Zucker, 1 Sternanis, Fischsauce, Pffeffer.

Schweinefleisch mariniert 3Zubrereitung
Schweinefleisch waschen, trockentupfen und in etwa 3 cm große Würfel schneiden, mit dem Essig beträufeln und mindestens 20 Minuten marinieren.

In der Zwischenzeit die Zwiebel schälen und in dünne Streifen schneiden, den Knoblauch und den Ingwer fein hacken und das Zitronengras mit dem Messerrücken zerdrücken.

Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die Fleischwürfel bei hoher Temperatur anbraten. Wenn das Fleisch schön gebräunt ist, den Zucker zugeben und und so lange braten bis der Zucker karamellisiert ist. Dabei immer schön rühren. Dann Zwiebeln, Ingwer, Knoblauch, Sternanis und Zitronengras zugeben ung kurz mitbraten. 2 EL Fischsauce und Pfeffer ais der Mühle zugeben und mit 100 ml Wasser ablöschen.

Schweinefleisch mariniert 6Schweinefleisch mariniert 8Schweinefleisch mariniert 10Einen Deckel auf die Pfanne legen und das Fleisch bei sehr geringer Hitze 60 Minuten, länger schadet auch nicht, schmoren, bis das Fleisch ganz weich ist.

Als Beilage gab es bei uns gedünsteten Wirsing, den ich zusammen mit Knoblauch drei Scheiben Ingwer bissfest gedünstet und mit Fischsauce abgeschmeckt habe.

Schweinefleisch mariniert 12Zum Auftunken der Sauce habe ich selbstgebackenes Fladenbrot nach folgendem Rezept serviert.

Zutraten für 1 großes Fladenbrot
300 g Mehl, 10 g Hefe, 180 ml lauwarmes Wasser, 2TL Zucker, 1/2 TL Salz, 1 EL Naturjoghurt, Sesam und schwarzer Kümmel zum Bestreuen, etwas Öl und Milch zum Bestreichen

Zubereitung
Helfe in 100 ml lauwarmen Wasser zusammen mit dem Zucker auflösen. Mehl, Salz, und Joghurt in eine Schüssel geben. Nun die aufgelöste Hefe zur Mehlmischung geben und in der Küchenmaschine insgesamt ca. 8 Minuten kneten, dabei das restliche Wasser zugeben. Der Teig sollte am Ende recht feucht sein.

Jetzt muss der Teig mindesten 1 Stunde ruhen. Nach der Ruhezeit den Teig auf ein Backblech, das mit Backpapier ausgelegt ist, geben und zu einem Fladen formen. Mit dem Finger kleine Dellen in den Teig machen, die Obefläche mit einer Mischung aus Öl und Milch bestreichen und mit dem Sesam und dem Schwarzkümmel bestreuen.

In den auf 200 °C vorgeheizten Backofen schieben und in etwas 15 Minuten goldbraun backen.
Fladenbrot 4Fladenbrot 8Wir haben einen Teil des noch lauwarmen Brotes vorab mit etwas Kräuterquark gegessen.
Fladenbrot 9Lasst es euch schmecken!

 

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Kennt ihr Monkey Bread?

Ich hatte zugesagt, zu einem Treffen,  Brot mitzubringen. Da bis zum Beginn des Treffens noch Zeit war, habe ich mir überlegt, dass ich den Bäcker entlasten und das Brot selbst backen könnte…  Alle benötigten Zutaten waren auch im Haus, es konnte also losgehen.

Kennt ihr Monkey Bread? Das ist scheinbar gerade en vogue. Ich kannte es bislang nicht. Es ist ein Hefebrot, das aus vielen kleinen Teigkugeln besteht, die beim Geh- und Backvorgang zusammenwachsen und groß werden und in einer Kuchenform gebacken werden. Bei der ursprünglichen Variante, die aus Amerika kommt, werden die Teigkugeln mit Butter bestrichen und dann in Zimtzucker gewälzt.

Bei unserem Treffen sollte es Käse zum Brot geben, da war die Zimt-Zucker-Variante wohl nicht das Richtige. Aber die Idee, ein Brot aus vielen kleinen Teigkugeln zu backen, gefiel mir. Und deshalb habe ich eine herzhafte Variante gebacken und die Teigkugeln mit Sesam, Leinsamen, Salz, Mohn und mit Pesto ummantelt. So passt es auch zu Käse.

Ich habe das Monkey Bread in einer großen Gugelhupfform gebacken. Eine Rodonkuchen- oder Königskuchenform geht aber auch.

Zutaten
Für den Teig
500 g Mehl, 15 g Hefe, 1 TL Zucker, ca. 200 ml lauwarme Milch, 1 Ei,  1 TL Salz, 2 EL Öl,
Zum Bestreichen und Ummanteln
60 g flüssige Butter, Sesam, Mohn, Leinsamen, grobes Meersalz, Pesto, oder was auch immer ihr mögt oder im Haus habt.

Hefe mit dem Zucker in der lauwarmen Milch auflösen und kurz stehen lassen. Mehl in eine Schüssel sieben, in der Mitte eine Mulde formen, Salz an den Rand geben, Hefemilch in die Mulde geben und mit etwas Mehl verrühren. Das Ei verquirlen und mit dem Öl ebenfalls auf den Mehlrand gießen. Anschließend alle Zutaten mit den Knethaken des Handrührers oder in der Küchenmaschine zu einen glatten Teig verkneten.

Nun muss der Teig 45 Minuten an einem warmen Platz gehen lassen. Das Teigvolumen verdoppelt sich während dieser Zeit. Danach Teig kurz durchkneten und den Teig in 30 g schwere Stücke teilen. Die Stücke zu Kugeln rollen.

Monkey Bread 16Anschließend werden Teigkugeln in der flüssigen Butter gerollt oder rundum damit bepinselt und in Leinsamen, Mohn, Sesam, Nüssen, Salz oder Pesto wenden. Ich habe einige der Kugeln einfach nur in Butter gewendet und mit etwas grobem Salz und mit Chilipulver bestreut.

Monkey Bread 19Monkey Bread 17Backofen auf 175 °C Umluft vorheizen.

Ummantelte Kugel mit etwas Abstand in die gefettete Gugelhupfform legen, Form abdecken und für weitere 30 Minuten an einen warmen Ort gehen lassen.
Monkey Bread 20Monkey Bread 21Monkey Bread 23Dann wird das Monkey Bread etwa 40 Minuten gebacken. Form aus dem Ofen nehmen, auf einem Kuchengitter kurz abkühlen lassen und dann aus der Form stürzen.

Monkey Bread 6Monkey Bread 3Monkey Bread 5

Zum Käse können die einzelnen Kugeln einfach abgepflückt werden. Sie schmecken aber auch ohne Käse:

Ich gebe zu, ich war etwas skeptisch, ob sich das Gebilde unfallfrei aus der Form würde lösen lassen. Aber das hat wunderbar funktioniert.

Ich werde sicher auch die süße Variante sehr bald ausprobieren und davon berichten.

Lasst es euch gut gehen!

Pastinaken – Winterwurzelgemüse in Brot und als Chips

Unsere Töchter haben mir vor einigen Jahren ein Abo der Zeitschrift Lust auf Genuss geschenkt. Der Tag, an dem die jeweils neue Ausgabe kommt, ist immer ein sehr schöner Tag. Ich freue mich den ganzen (Nach-)Mittag darauf, dass ich es mir abends mit dem Heft auf dem Sofa gemütlich machen und mir die neuen Rezepte und Themen zu Gemüte führen kann.

Das Heft 2/2017 beschäftigt sich mit Wurzelgemüsen, wie Pastinaken, Schwarzwurzeln, Steckrüben, Sellerie, etc. Besonders angesprochen haben  mich die Ideen, Pastinaken in Brot zu verbacken und  Chips aus Schwarzwurzeln herzustellen.

Wir hatten am Wochenende Freunde zum Essen eingeladen. Das war eine gute Gelegenheit, zum Aperitif Chips aus Wurzelgemüse und als Begleitung zum Essen das Pastinakenbrot zu servieren. Ich habe die Rezepte etwas abgewandelt. Aus Schwarzwurzelchips sind  Pastinakenchips geworden und im Pastinakenbrot habe ich einzelne Zutaten verändert.

Chips 2Pastinakenchips
Zutaten
170 g geschälte Mandeln, 30 g Leinsamen, 300 g Pastinaken, 1 Knoblauchzehe, 1TL Oregano, 1TL geräuchertes Paprikapulver, Salz, Pfeffer, 2 EL (schwarzer) Sesam, Zitronensaft nach Geschmack

Chips 5

Zubereitung
Mandeln über Nacht in Wasser einweichen, Leinsamen in 60 ml Wasser 2 Stunden einweichen. Pastinaken schälen und grob raspeln. Am nächsten Tag die Mandeln abgießen und in einer Küchenmaschine hacken. Leinsamen mit Einweichwasser, in Stückchen geschnittener Knoblauchzehe, dem Oregano, dem Paprikapulver, 20 Umdrehungen schwarzen Pfeffer aus der Mühle und 2 guten Prisen Salz mit Hilfe der Küchenmaschine zu einer glatten Masse verarbeiten. Sesamsamen unterarbeiten und die Masse noch einmal mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

Chips 4Backblech mit Backpapier auslegen und die Masse dünn darauf verstreichen. Im Backofen bei 100 °C Umluft ca. 3,5 bis 4,0 Stunden trocknen.  Die Trockenzeit variiert je nach Dicke der Masse. Nach einer Stunde mit dem Messer Sollbruchstellen einritzen, damit sich die Chips nach dem Trocknen in Stücke brechen lassen. Ich habe beim Trockenvorgang die Ofentür einen Spalt offen gelassen. Auf jeden Fall sollten die Chips am Ende kross sein.

Chips 3

Luftdicht verpackt sollen sich die Chips halten. Das konnte ich allerdings nicht überprüfen. 😉 Am Ende des Abends war alles verputzt. Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Chips auch mit Sellerie schmecken würden. Das probiere ich bestimmt einmal aus.

Pastikakenbrot
Zutaten
600g Pastinaken, 1/2 Würfel Hefe, 100 g  gemahleneHaselnüsse, 80 g Pekannüsse, 30  g Leinsamen, 30 g Flohsamenschalen, 50 g Kürbiskerne, 75 g Buchweizenmehl, 75 g Dinkelvollkornmehl, je 1Tl gemahlener Kreuzkümmel und zerstoßener Koriander.

Pastinakenbrot 11

Zubereitung
350 g Pastinaken schälen, in Stücke schneiden, in Salzwasser in ca. 20 Minuten weichkochen und anschließend  fein zerstampfen oder pürieren. Die restlichen Pastinaken schälen, eine Hälfte grob, die andere Hälfte fein raspeln. Hefe in 150 ml lauwarmen Wasser mit 1 TL Zucker auflösen.  Pastinakenraspel, -Mus, Haselnüsse, Pekannüsse, Leinsamen, Flohsamenschalen, Buchweizen- und Dinkelmehl und 1/2 TL Salz in einer Schüssel mischen. Hefe Wasser dazu geben und mit einem Holzlöffel und dann mit den Händen zu einer homogenen Masse verarbeiten. Ggf. noch mit etwas Salz abschmecken. Teig mindestens 60 Minuten gehen lassen. Mehr schadet nicht.

Pastinakenbrot 10

Backofen auf 230 °C Umluft vorheizen. Teig zu einem Laib Formen und auf ein Backblech legen .Ich habe das geformte Brot noch einmal 30 Minuten ruhen lassen. Der Teig geht nicht besonders stark auf, das ist aber überhaupt nicht schlimm. Brot in den Ofen schieben und 15 Minuten backen, Temperatur auf 175 °C reduzieren und in ca. 30 – 40 Minuten fertig backen.

Pastinakenbrot 5Pastinakenbrot 6

Bei uns gab es Butter und Salz, einen Rote Bete- und einen Avocado-Dip zum Brot.

Pastinakenbrot 2Pastinakenbrot 9
Pastinakenbrot 8

Und am Sonntagmorgen schmeckte das Pastinakenbrot mit Quark,  Marmelade und Honig zum Frühstück.

 

 

Wenn schon, denn schon…

hab ich mir heute Morgen gedacht.  Wenn schon frisch gekochte Erdbeer-Rhabarber-Marmelade und  Holunderblütengelee, dann gehört doch frisches Hefegebäck dazu. Ich hatte aber so gar keine Lust auf Hefezopf und habe mich daher für Brioche entschieden, allerdings nicht am Stück gebacken, sondern als kleine Brioches mit der typischen „Doppelkugel“,  als Knoten und als Strang geformt.

Zutaten für die Brioches für Zwei
250 g Mehl Typ 550, 10 g Hefe, 60 ml Sahne, 60 ml Milch,  25 g Zucker, 1 Ei, 30 g Butter, 1 Prise Salz

Hefe in der Sahne Milch-Mischung auflösen. Mehl, Zucker und 1 Ei in einer Rührschüssel mischen, Hefe-Sahne-Milch-Mischung dazugeben und alles mit den Knethaken kurz durchkneten. Nun die Butter in kleinen Stückchen unterarbeiten und den Teig so lange kneten, bis er sich um die Knethaken windet. Er ist relativ feucht: Das sorgt dafür, dass die Brioches fluffig und weich werden. Nun den Teig etwa 1 Stunde ruhen lassen. Bei mir wandert er wie immer in den beleuchteten Backofen.

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Nach einer Stunde zu Brioches formen und noch einmal 1/2 Stunde gehen lassen. Danach mit Milch bestreichen und bei 175 ° C Umluft 15 – 17 Minuten backen.

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Und dann, lauwarm, so dass die Butter noch darauf schmilzt mit Hounderblütengelee genießen. Ist mit Erdbeer-Rhabarber-Marmelade übrings ebenso köstlich!

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Rote-Beete-Chutney

Kennt ihr das? Da hat man für ein Gericht eingekauft und dann bleibt eine kleine Menge von einer Zutat übrig. Bei mir war es eine Rote Bete Knolle. Daraus lässt sich ja immer ein Rohkostsalat machen, aber mir war nach etwas anderem. Wie zufällig begegnet mir in einer Kochzeitschrift ein Rezept für ein Chutney. Das war genau die Idee, nach der ich gesucht habe.

Chutney
250 g Rote Bete, 100 g rote Zwiebel, 40 g frischer Ingwer, 150 g Cranberries, 1 großer Apfel, 200 ml Traubensaft, 1 EL Senfkörner, 50 g brauner Zucker, 5 EL Rotweinessig, Salz Pfeffer, 50 g frisch geriebener Meerrettich

Rote Bete in Salzwasser etwa 40 Minuten kochen, abschrecken, pellen und in Würfel schneiden. Zwiebel und Ingwer ebenfalls klein würfeln, Apfel in gröbere Stücke schneiden. Zucker in einem Topf hellbraun karamellisieren. Rote Beete-, Zwiebel-, Ingwer-, Apfelwürfel und Cranberries zugeben und mit dem Rotweinessig ablöschen. , Traubensaft und Senfkörner zufügen und alles bei milder Hitze 40 Minuten einkochen lassen. Danach mit frisch geriebenem Meerretich, Salz und Pfeffer abschmecken und entweder abkühlen lassen und probieren oder noch heiß in Gläser abfüllen. Dann lässt sich das Chutney sicher einige Wochen aufbewahren.

Wir haben es sofort, also schon nach dem Kaltwerden, mit Ziegenfrischkäse und Brot gegessen. Ricotta, die mit Salz, Pfeffer und Zitrone abgeschmeckt wurde, schmeckt ebenfalls toll zum Rote-Bete-Chutney. Eine wunderbare Resteverwertung.

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