Sommer mit Kuchen und Beeren

Ich war in den letzten Wochen ziemlich viel unterwegs. Da blieb für Kochen, Backen und Herdanziehungskraft kaum Zeit. Dafür habe ich im Allgäu, in Sarajevo, im Münsterland und bei verschiedenen Gelegenheiten köstliche Dinge genießen dürfen, die ich neu entdeckt und auch wieder entddeckt habe. Die stehen jetzt auf meiner Liste und wollen „abgearbeitet“ und nachgekocht werden. Doch bevor ich euch in die Ferne mitnehme, möchte ich euch heute einfach nur mit in den Sommer nehmen, und zwar mit Kuchen.

Sommer und Beeren, das gehört unbedingt zusammen. Neben vielen anderen Beeren gab es auf dem Wochenmarkt Stachelbeeren. Die gehören gedanklich zu meiner Kindheit.

Stachelbeeren 1In unserem Keller gab es immer Regalreihen voller eingemachter Stachelbeeeren, die meine Mutter und meine Oma dann im Laufe des Jahres zu Kuchen verarbeitet haben oder die zum Nachtischmit Vanillesoße serviert wurden. Auf unseren Märkten und in den Obstabteilungen tauchen sie seit ein paar Jahren wieder auf. Ich hab sie frisch bislang nur zu Marmelade verarbeitet. Am Sonntag dann erstmals zu Kuchen.

Und was nach Kirschkuchen aussieht, ist tatsächlich Stachelbeerkuchen.

Stachelbeeren 13Zutaten:
Für den Streuselteig:
200 g Mehl, 100 g Butter, 80 g Zucker, 1 Eigelb

Für den Belag:
500 g Stachelbeeren, 1 EL brauner Zucker, 75 g grob geraspelte Marzipanrohmasse, 1 EL Mehl

Zubereitung:
Für den Streuselteig alle Zutaten zu Streuseln verkneten. 4 EL der Streusel abnehmen und mit 25 g der Marzipanrohmasse sowie einem weiteren EL Mehl verkneten, ggf. tropfenweise etwas Wasser zugeben. Die Marzipanstreusel und die restliche Streuselmasse eine halbe Stunde kühlen. Danach in eine gefette Formmit 26 cm Durchmesser geben und festdrücken, dabei einen Rand formen. Ich habe eine eckige Tartform in der Größe 35 x 13 cm mit herausnehmbaren Boden benutzt, die ich kürzlich erstanden habe. Die angegebenen Mengen passen perfekt in die Größe der Form.

Stachelbeeren 5Wenn die Form ausgekleidet ist, den Boden mit einer Gabel mehrfach einstechen und den Backofen auf 175 °C vorheizen. Die Stachelbeeren mit dem braunen Zucker vermischen. Nun die restliche Marzipanrohmasse auf dem Tarteboden verteilen, die gezuckerten Stachelbeeren darauf verteilen und mit den beiseite gestellten Streuseln bestreuen.

Stachelbeeren 8Für 30 Minuten ab in den Ofen. Bei Backvorgang zerplatzen die Stachelbeeren, der säuerliche Saft  läuft aus und verbindet sich mit dem Zucker und dem Marzipan. Es entsteht ein wunderbare Liaison zwischen Süße und Säure.

Stachelbeeren 12Tarte nach 30 min aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen und mit einem Klecks Creme fraiche, die ih nach Geschmack mit Zucker versüssen könnt, servieren.

Stachelbeeren 11
So schmeckt der Sommer!

 

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Tarte au citron im Miniformat

Beim Stöbern im Internet bin ich kürzlich auf die Seite Das Knusperstübchen von Sarah und auf ihren Knuspersommer-Event gestoßen. In diesem Jahr lautet das Motto „zitronig beerig“. Bei „zitronig“ muss ich sofort an meine kleinen Tartes aux citrons  denken. Die würden prima zum Knuspersommer passen, wenn ich sie mit Beeren toppe.

Ob ich damit teilnehmen soll? Mein eigener Blog ist noch jung, bei einem Event war  ich noch nie dabei…

Kurz überlegt, und ich bin sicher: das soll sich ändern!

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© Herdanziehungskraft.Lefering

Hier ist mein Rezept für 24 zitronige Mini-Tartes im Knuspersommer

Zutaten für den Teig
100 g blanchierte gemahlene Mandeln, 120 g Mehl, 50 g Puderzucker, 2 Eigelb, 90 g Butter und natürlich 1 Prise Salz.

Zutaten für die Füllung
100 ml Zitronensaft, geriebene Schale einer unbehandelten Zitrone, 60 ml Wasser, 75 g Puderzucker, 2 Eigelb und 20 g Butter sowie etwas Puderzucker zum Bestäuben. Beeren, Minzblättchen, Blättchen von Zitronenmelisse, Zitronenstückchen zum Belegen.

Zubereitung
Aus Mehl, Mandeln, Puderzucker, Eigelb, der Butter und der Prise Salz einen glatten Teig kneten und im Kühlschrank 1 Stunde kaltstellen. Den gekühlten Teig in 24 gleich schwere Portionen teilen und die Mulden einer Mini-Muffin-Form damit auskleiden. Jetzt kommen die Tartes bei 175 °C Umluft für 15 bis 20 Minuten in den Ofen bis sie goldbraun und knusprig sind. Kurz in der Form abkühlen lassen, vorsichtig aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter ganz erkalten lassen.

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© Herdanziehungskraft.Lefering

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© Herdanziehungskraft.Lefering

Nun kommen die Zutaten für die Füllung in einem Topf und werden bei mittlerer Hitze unter Rühren erwärmt. Bitte lasst dabei Vorsicht walten, die Masse darf nicht kochen, sonst gerinnt das Eigelb. Und  immer schön rühren, damit die Masse sich nicht am Topfboden festsetzen kann. Und immer noch weiter rühren, bis das Eigelb abbindet und die Füllung schön cremig wird. Bevor die Creme in die Törtchen kommt, bestäube ich die Ränder der Törtchen mit Puderzucker. Damit die Zitronencreme ohne großes Kleckern in die knusprig goldbraunen Törtchen gelangt, benutze ich ein Milchkännchen.

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© Herdanziehungskraft.Lefering

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© Herdanziehungskraft.Lefering

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© Herdanziehungskraft.Lefering

Einen Teil der Tartes belege ich mit Zitronenstückchen. Die bereite ich wie folgt vor:
100 g Zucker in 100 ml Wasser auflösen und zum Kochen bringen. Zitronenstückchen einige Minuten im Sirup köcheln, auf ein Blech geben und abkühlen lassen.

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© Herdanziehungskraft.Lefering

Die Tartes aux Citrons nach dem Erkalten mit Blaubeeren, Himbeeren oder mit in Zuckersirup gedünsteten Zitronensegmenten belegen und mit Minze oder Zitronenmelisse aufhübschen.

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© Herdanziehungskraft.Lefering

Die Creme in den Törtchen erinnert mich an den Zitronenpudding, den meine Mutter früher immer gekocht hat. Auch der wurde mit frisch gepressten Zitronensaft gemacht und machte, dass es in den Wangen so schön prickelte. Bis heute gibt es für dieses Prickeln in unserer Familie den Ausdruck „Musik in den Backen“.

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©Herdanziehungskraft.Lefering

Aber die kleinen Tartes aux citrons machen mehr als nur Musik in den Backen, ich finde, sie machen auch Sommer!

 

Mehr Infos zum Knuspersommer gibt’s hier. Ich freue mich, dass ich dabei sein kann!

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