Mitbringsel aus Glasgow

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Unsere älteste Tochter lebt seit einigen Jahren in Glasgow. Bei unserem letzten Besuch in Schottland habe ich Crispy Bread mit kräftigen Käse probiert. Das war seeeehr lecker!

Crispy Bread ist so etwas wie unser Zwieback. Die Variante, die ich gegessen habe, war mit Cranberries und Kürbiskernen angereichert. Wieder zu Hause angekommen, habe ich diese Leckerei mehrfach nachgebacken. Die nachfolgende Variante entspricht dem, was ich auf der Insel probieren durfte, oder zumindest meiner Geschmackserinnerung. Crispy Bread schmeckt mir nicht nur mit Käse, auch einfach mit etwas Butter bestrichen oder pur als Knabberei zwischendurch mag ich es gerne.

Zutaten
350 g Dinkelmehl, 1TL Natron, 1/2 TL Backpulver, 100 g Cranberries, 100 g  Kürbiskerne, 75 g Walnüsse, gehackt, 275 ml Buttermilch, 1 Ei, Salz, Pfeffer, 2 EL Rübenkraut.

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Backofen auf 175 °C Umluft vorheizen.

Mehl, Backpulver und Natron mischen, 1 gute Prise Salz und 8 Umdrehungen schwarzen Pfeffer aus der Mühle zugeben. Die Cranberries, Kürbiskerne und die gehackten Walnüsse zur Mehlmischung geben und gut miteinander verrühren. In einer Schüssel Buttermilch, Ei und Rübenkraut verquirlen, zum Mehl, den Cranberries und Nüssen geben uns kurz unterrühren bis sich alle Zutaten gut vermischt haben.

Crispy 2Crispy 52 Kastenformen von 26 cm Länge mit Backpapier auslegen, den Teig gleichmäßig auf die Formen verteilen und die Oberfläche glatt streichen. Formen in den vorgeheizten Backofen schieben und 25 Minuten goldgelb backen.

Crispy 7Crispy 10Die Brote aus der Form lösen und ca.15 Minuten abkühlen lassen. Dann mit einem sehr scharfen Messer in dünne Scheiben schneiden und diese auf ein Backblech legen. Bei 175 °C weitere 20 Minuten backen. Scheiben auf ein Kuchengitter legen und abkühlen lassen.

Crispy 13Crispy 21Crispy 16Crispy 23Crispy 26Mir schmeckt ein kräftiger Stilton zum Crispy Bread gut, aber auch milder Weichkäse, kräftiger oder milder Cheddar sind sehr lecker zu den knusprigen Scheiben.

Crispy 29Crispy 30Das Crispy Bread hält sich in einer Blechdose verpackt lange frisch. Bei uns erreicht es das Ende seiner Lagerfähigkeit nie 😉

Lasst es euch schmecken!

 

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Inventur

Früher, da waren Anfang des Jahres Geschäfte häufig „Wegen Inventur geschlossen“. In den Geschäften wurden gemessen, gewogen und gezählt und die Bestände für den Jahresabschluss festgestellt. Ich habe heute die (Rest-)Bestände meiner Weihnachtsbäckerei festgestellt, gebe aber gerne zu, dass ich  nicht alle Tüten und Päckchen gezählt und gewogen habe, ich habe es bei einer visuellen Inventur belassen.

Das Ergebnis ist, dass es bei uns wahrscheinlich bis Ostern an jedem Wochenende Nusskuchen geben wird!

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Neben vielen ungeöffneten Packungen, die sich dann ja noch eine Weile halten, habe ich bei meiner Inventur auch viele angefangene Packungen gefunden: u. a. Paranüsse, Pekannüsse, Walnüsse, Mandeln, Orangeat, Marzipan, Oblaten, Lebkuchen- und Spekulatiusgewürze (die ja auch nicht besser werden, wenn sie lange liegen…), Puderzucker  und noch so einiges mehr.

Einige der offenen Tüten und Päckchen habe ich in einem Rührteig verarbeitet. Herausgekommen ist mein Inventurkuchen aus folgenden

Zutaten:
150 g Nüsse (bei mir waren es Wal- und Pekannüsse), 5 Eier, 200 g Zucker, davon 70 g Muscavadozucker, 50 g Orangeat, 100 g Marzipan, 250 g Mehl, 250 g Butter, 2TL Lebkuchengewürz, 2 EL Kakao, 1 Prise Salz, 2 TL Backpulver und Rotwein, der vom  Freitagabend übrig war.

Zubereitung:
Backofen auf 175 °C Umluft vorheizen.
Nüsse grob hacken und in einer Pfanne rösten, bis sie schön duften. Das Orangeat feinhacken. Ich habe es anschließend mit etwas Mehl gemischt, damit die Stückchen nicht zusammenkleben. Marzipan zerzupfen und mit der Butter, den beiden Zuckersorten (wenn es keine Reste gibt, geht natürlich auch ganz normaler weißer Zucker) cremig rühren. Die Eier nach und nach dazu geben und gut unterrühren. Restliches Mehl, Kakao, Backpulver und Orangeat-Mehl-Gemisch nach und nach zur Butter-Zucker-Ei-Mischung geben und unterarbeiten. Zum Schluss den Rotwein dazu geben und die gerösteten Nüsse unterheben.

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Nun kommt der Teig in eine gut gefettete Gugehupf-Form und geht dann für etwa 45 Minuten in den Ofen. Am Ende der Backzeit mit einem Stäbchen prüfen, ob der Teig durchgebacken ist. Wenn das der Fall ist, aus dem Ofen nehmen und 10 Minuten in der Form ruhen lassen.

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Danach auf ein Kuchengitter stürzen, auskühlen lassen und nach Geschmack mit Puderzucker bestäuben und genießen!

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Ich habe den Teig in zwei kleinen Formen gebacken. Es blieb ein kleiner Rest Teig übrig, den ich in Papier-Muffin-Formen mit Weihnachtsmotiv, die ich bei der Inventur ebenfalls ausfindig gemacht habe, gebacken habe.

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So, das hätten wir schon mal…

Frohes Neues Jahr!

Nach einer längeren Pause melde ich mich heute zurück und wünsche euch allen ein frohes, glückliches, gesundes und hoffentlich auch genussreiches neues Jahr 2017.
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Und ich möchte euch heute ein Gebäck vorstellen, das in meiner Heimat im Münsterland in der Zeit um den Jahreswechsel „Hochkonjunktur“ hat.

Es sind die sogenannten „Neujährchen“, die manchmal auch „Eiserkuchen“ genannt werden. Rezepte für Neujährchen gibt es, das könnt ihr euch sicher denken, unzählig viele. Jede Familie schwört hier auf ihr eigenes Rezept. Und ich auf meins :-), das ich übrigens von der Schwägerin meiner Schwester bekommen habe.

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Das Münsterland war und ist immer noch eine Region, die sehr von der Landwirtschaft geprägt ist. Früher arbeiteten viele, viele  Menschen in der Landwirtschaft, sei es als Bauer und Bäuerin auf dem eigenen Hof oder als angestellte Magd oder angestellter Knecht. Die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr war traditionsgemäß arbeitsfrei und alle Menschen nutzen die Zeit, um Verwandte, Freunde und Bekannte zu besuchen.  Diese Tage zwischen den Jahren trugen den Namen „Kokedage“. Das ist Münsterländer Platt und heißt so viel heißt wie: „Kuchentage“.

Meine Oma erzählte mir, dass es damals nicht nötig war, seinen Besuch anzukündigen. Alle Hausfrauen stellten sich bereits im Vorfeld der Kokedage darauf ein, dass täglich Besuch kam. Damit sie aber nicht jeden Tag auf’s Neue Kuchen backen mussten, denn schließlich war ja eigentlich arbeitsfrei, sie aber selbstverständlich jeden Gast gut bewirten wollten, sind wohl  Neujährchen entstanden, knusprige Hörnchen, die sich gut auf Vorrat herstellen lassen. Gefüllt mit frisch geschlagener Sahne und Marmelade (oder eingewecktem Obst, das es im Vorratskeller immer gab), sind diese Hörnchen eine Köstlichkeit. Ich mag sie allerdings am liebsten pur ohne alles.

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Für die Zubereitung benötigt man ein spezielles Hörncheneisen und ein Hilfsmittel, um Hörnchen zu formen. Meine Hörnchen sind immer an beiden Enden offen. Man kann sie aber al gusto auch zu „richtigen“ (Eis-)Hörnchen formen.

Ich stelle den Teig für meine Neujährchen immer am Vorabend des Backtages her, damit der Teig gut quellen kann. So werden die Hörnchen besonders kross und knusprig .

Zutaten:
Außer einem Hörncheneisen benötigt ihr:
200 g brauen Kandiszucker oder Grümmel, 0,5  l Wasser, 65 g Butter, 1 Ei und 250 g Mehl, ganze Aniskörner nach Geschmack

Zubereitung:
Zunächst löst ihr den Kandiszucker in heißem Wasser auf und lasst die Zuckerlösung wieder abkühlen. Dann rührt ihr die Butter und das Ei schaumig und gebt nach und nach das Mehl und 3/4 der Zuckerlösung zu bis ein glatter Teig entstanden ist. Ich lasse den Teig dann über Nacht im Kühlschrank ruhen. Am nächsten Tag benötigt der Teig in der Regel noch etwas von der übrig gebliebenen Zuckerlösung. Der Teig sollte die Konsistenz eines dünnen Pfannkuchenteiges haben.

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Am einfachsten ist es, ein Probehörnchen zu backen. Dazu das Hörncheneisen sehr gut vorheizen, 2 Löffel, ich benutze einen Saucenlöffel, Teig in das Hörncheneisen geben und backen bis es schön braun geworden ist. Der Teigkreis, der entsteht sollte am Ende des Backvorganges sehr dünn sein, an den Ränder fast durchsichtig, dann ist er genau richtig.

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Nun müsst ihr euch beeilen und aus dem Teigfladen ein Hörnchen formen. Das geht nur, solange der Fladen noch heiß ist. Am besten benutzt ihr zum Formen ein dünnes Holz oder etwas Ähnliches. Ich nehme immer eines dieser Plastikröhrchen, in denen Zuckerstreusel und -Perlen im Handel angeboten werden.

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Vielleicht fragt ihr euch, wann denn der Anis zum Teig kommt. Im Prinzip von Anfang an. Da meine Töchter die Hörnchen lieber ohne Anis mögen, füge ich die Aniskörner erst zu, wenn ich die Hälfte des Teiges zu Hörnchen verarbeitet habe. Aber das ist jedem selbst überlassen, ebenso wie die Menge an Anis, die ihr zufügt.

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Aus der angegebenen Menge sind 40 Hörnchen entstanden. Die Menge kann aber je nach Dicke, in der ihr die Hörnchen anfertigt, variieren.

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Lasst es euch schmecken!

Quitten in Hülle und Fülle

Am Wochenende habe ich von einer lieben Freundin eine große Tasche voll köstlich duftender Quitten bekommen. Klar, dass daraus Quittengelee, Quittenbrot und Quittensenf werden soll. Und weil Wochenende ist, muss es natürlich auch einen Kuchen geben, und den selbstverständlich mit Quitten.

DSC_0053Das Wunderbare an Quitten ist nicht nur ihr Geschmack, der Duft, den sie verströmen, wenn sie in der Wohnung liegen, die orange-goldene Farbe, die sie annehmen, wenn man Gelee oder Quittenbrot zubereitet. Das Wunderbare ist auch, dass man die Früchte nicht alle auf einmal verarbeiten muss. Sie können durchaus etwas auf die Weiterverarbeitung warten.

Was den Kuchen für’s Wochenende angeht, habe ich mich für einen Mürbeteig entschieden, den ich mit gedünsteten Quitten belegt habe. Und so habe ich es gemacht:

DSC_0177DSC_0178Zutaten
200 g Mehl, 100 g Butter, 50 g Zucker, 1 Eigelb, ggf. 1 EL Eiswasser, Salz, 5 Quitten, 100 g Zucker, 1 Vanilleschote, 80 g Quittengelee (ich hatte noch ein Glas aus dem Vorjahr), 4 – 5 EL Mandelblättchen, Saft einer Zitrone.

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Alle Zutaten für den Teige verkneten bis ein homogener Teig entstanden ist. Ob ihr das mit den Händen oder dem elektrischen Knethaken macht, bleibt ganz euch überlassen. Den Teig in Frischhaltefolie oder einer Plastikschüssel 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

In der Zwischenzeit die Quitten waschen, trocknen und dabei den Flaum entfernen. Die Früchte vierteln und in dünne Spalten schneiden. Sofort in Zitronenwasser legen, damit sie nicht zu braun werden. Ganz lässt sich das Verfärben allerdings nicht verhindern, aber das macht überhaupt nichts.

Nun den Zucker mit etwas Wasser zusammen in einen weiten Topf geben und aufkochen. Wenn das Wasser verkocht ist und der Zucker beginnt braun zu werden, die Quitten, das Vanillemark, den Quittengelee und die Quittenspalten zugeben. Die Quitten im geschlossenen Topf etwa 7 Minuten bei sanfter Hitze dünsten. Topf vom Herd nehmen, Quitten in ein Sieb geben und abtropfen lassen.

DSC_0135Den Backofen auf 175 °C Umluft vorheizen. Eine Spring- oder Tarteform von 26 cm Durchmesser mit Backpapier auslegen oder gut einfetten. Ich habe die Mengen auf zwei 18 cm Formen verteilt, und eine der Tarte als Dankeschön zur Quittenspenderin gebracht. Den gekühlten Teig ausrollen und in die Form geben, dabei einen Rand formen. Den Teig mit Backpapier abdecken, mit Hülsenfrüchten bedecken und 10 Minuten vorbacken. Vorgebackenen Teig aus dem Ofen nehmen, Hülsenfrüchte entfernen und den Boden kurz abkühlen lassen.

Während der Boden auskühlt die abgetropfte Garflüssigkeit der Quitten in einem kleinen Topf etwas einkochen. Vorsicht, der Saft wird sehr schnell sehr dick, ggf. wenig Wasser zufügen.

Jetzt kommen Quittenspalten auf den Boden und werden mit 6 EL des eingekochten Suds beträufelt, die Mandelblättchen auf dem Kuchen verteilen und dann weitere 15 Minuten bei 175 °C backen.

DSC_0148DSC_0157DSC_0181DSC_0183Lasst es euch schmecken!

Über die Zubereitung von Quittenbrot und Quittensenf werde ich in Kürze berichten.

There’s Whiskey in the Jar

Morgen feiert ein mir bekannter Kuchenliebhaber Geburtstag. Klar, dass mich da der Gedanke umtreibt, mit welchem Kuchen ich ihm denn wohl eine Freude machen könnte.

Das Geburtstagskind ist anglophil und trinkt gern Whiskey. Deshalb soll es ein Kuchen mit Whiskey werden. Und da Whiskey und Schokolade so gut zusammen passen, wie anglophil und Whiskey, werde ich mich wohl für einen Schoko-Whiskey-Kuchen entscheiden. Mmmhhh, saftig und schokoladig soll er sein! Ich kann ihn fast schon schmecken. ????????????????????????????????????Offensichtlich hat mein Unterbewusstsein nach diesem Entschluss noch weiter gearbeitet, denn ich bemerke, dass ich den Refrain des Dubliner Songs „There’s whiskey in the jar“ vor mich hin summe. Und im Keller stehen noch Einfachgläser…

in die der Kuchen perfekt passen würde. Falls das Geburtstagskind, den Kuchen nicht sofort essen möchte, bleibt er in so einem Glas auch ein paar Tage frisch

Whiskeykuchen 6Hier kommt mein Rezept für „Whiskey in the jar“:
100 g Butter, 100 g Zartbitterschokolade, mindestens 70 % Kakaoanteil,, 170 g Mehl, 30 g Speisestärke, 2 EL Kakao, 1/2 Backpulver, 1/2 TL Natron, 2 Eier, 150 g brauner Zucker,  2 EL Joghurt,  80 ml Whiskey

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Ofen auf 175 °C Umluft vorheizen. Butter und Schokolade im Wasserbad schmelzen. Mehl, Stärke, Kakao, Backpulver und Natron mischen. Die Eier mit dem Zucker so lange verrühren, bis der Zucker aufgelöst und die Masse schön schaumig ist. Dann den Joghurt dazu geben und verrühren. Nun kommt das geschmolzene Butter-Schokoladengemisch abwechselnd mit dem Mehrgemisch und dem Whiskey unter die Zucker-Ei-Masse. Alles gut vermischen und dann in gefettete und mit Kakao ausgestäubte Einmachgläser füllen. Gläser immer nur zu maximal zwei Dritteln füllen. Dann kommen die Gläser für ungefähr 35 – 40 Minuten in den Ofen. Die Stäbchenprobe sagt euch, ob der Teig gut ist.

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Wer es gerne nussig und noch schokoladiger mag, streut vor dem Backen noch gehackte Nüsse und dicke Schokostückchen auf den Teig. Kuchen in den Gläsern etwas abkühlen lassen und dann verschließen.

DSC_0037Happy birthday!

Variante:
Wenn ihr den Kuchen nicht im Einmachglas sondern in einer 22er Springform oder als Muffins backt, könnt ihr  vor dem Servieren noch mit einem Topping obenauf geben. Hierzu 50 g weißer Schokolade schmelzen,100 g Frischkäse mit 40 g Puderzucker verrühren, 1 EL saure Sahne darunter mischen, dann die geschmolzene Schokolade unterrühren und auf die Kuchen spritzen oder streichen.

Bitte beachtet, dass sich die Backzeit, wenn ihr den Teig zu Muffins verbackt auf 20 – 25 Minuten verkürzt!

Und jetzt gibt’s Aprikosen!

Als ich heute Morgen bei doch recht trübem Wetter über den Wochenmarkt ging, sprangen mir die so schön orange leuchtenden, rotbackigen Aprikosen ins Auge! Ich habe gleich 2,5 kg gekauft, für Aprikosenkuchen, Aprikosenmarmelade und vielleicht einen weiteren Aprikosenkuchen am Sonntag.

Heute gibt’s aber erst einmal Aprikosenkuchen auf Hefeteig mit Zuckermandeln.

Zutaten für eine Kuchenform von 28 cm Durchmesser
250 g Dinkelmehl, 10 g Hefe, etwa 125 ml lauwarme Milch, 25 g Zucker, 25 g weiche Butter und 1 Ei. Außerdem  etwa 750 g Aprikosen, 2 EL Amaretto, 3 EL brauner Zucker, 20 g Butter, 1 EL brauner Zucker, 50 g Mandeln, 50 g Marzipanrohmasse

Zubereitung
Mehl in eine Schüssel sieben, eine Mulde hinein drücken, Hefe hineinbröseln, 1TL Zucker über die Hefe streuen und die Hefe mit etwas von der lauwarmen Milch auflösen. Zucker zum Mehl geben (ich gebe ihn immer auf den Mehlrand), ebenso die weiche Butter in Flöckchen darauf verteilen. Etwas mehr von der Milch zur Hefe geben mit  Mehl vom Rand verrühren. Nun das Ei zufügen und alle Zutaten zu einem Teig verkneten, dabei noch etwas von der Milch zugeben und weiterkneten bis sich der Teig vom Topfrand löst. Der Teig darf jetzt mindestens eine halbe Stunde ruhen, mehr geht immer.
Inzwischen die Aprikosen waschen, halbieren, entsteinen und mit dem Amaretto und 3 EL Zucker marinieren. Wenn der Teig sein Volumen verdoppelt hat, kurz durchkneten und die Kuchenform damit auskleiden. Jetzt kommen Aprikosenhälften mit der Rundung nach oben dicht an dicht auf den Teig und werden mit dem Amaretto-Zucker-Sud beträufelt. Die Butter in einer Stielkasserolle schmelzen, Zucker und Mandeln zugeben und alles miteinander vermischen. Ich habe noch Marzipanrohmasse direkt über Aprikosen gehobelt und dann die Mandel-Zuckermasse darüber verteilt. Nun kommt der Kuchen bei 175 C für 25 Minuten in den Ofen.
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Die süßen Zuckermandeln und die Marzipanrohmasse tun den etwas herben Aprikosen gut.
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Uns hat der Kuchen wunderbar geschmeckt. Der Rest, der noch da ist, reicht sicher nicht mehr für morgen… 😉

 

 

… der letzte Rhabarberkuchen 2016

Ich fürchte, heute habe ich den letzten Rhabarberkuchen der Saison 2016 gebacken. Ich gebe zu, dass mich dabei Wehmut überfallen hat. Gleichzeitig schwirrt mir aber – wahrscheinlich schon in Vorfreude auf das nächste Jahr – eine Idee im Kopf herum, nämlich in der Rhabarbersaison 2017 Rezepte mit Rhabarber in einem Rhabarberspecial zu sammeln. Die Idee muss aber noch wachsen und reifen….

Der Rhabarberstreuselkuchen, den ich euch im März vorgestellt habe,  ist der Rhabarberkuchen, der  am häufigsten in den Ofen und auf die Kaffeetafel wandert. Zum Abschied heute gibt es Rhabarbercrostata.

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Zutaten für eine Crostata
220 g Mehl, 125 g Butter, 60 g Zucker, 1 Ei und 1 Prise Salz, 700 g Rhabarber, 3 EL Zucker (ich nehme eine Mischung aus braunem und weißem Zucker), 1 TL abgeriebene Orangenschale, 2 EL Orangenlikör, alternativ Orangensaft, flüssige Butter zum Bepinseln.

Zubereitung:
Als erstes putze ich den Rhabarber, schneide ihn in mundgerechte Stücke, vermische ihn mit dem Zucker, der Orangeschale und dem Likör bzw. dem Orangensaft.

Für den Mürbeteig das Mehl, die Butter, Zucker, das Ei und die Prise Salz rasch verkneten, ggf. etwas eiskaltes Wasser oder Mehl zugeben, damit ein schöner homogener Teig entsteht. Dieser wandert für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank.

Nach der Ruhezeit rolle ich den Teig zwischen zwei Lagen Backpapier zu einem Kreis mit etwa 30 cm Durchmesser aus. Oberes Backpapier entfernen, Teig mit dem Backpapier auf ein Backblech legen und die Rhabarberstücke mitsamt des Saftes, der sich gebildet hat, in die Mitte des Teigkreises geben. Dabei einen freien Rand von etwa 4 – 5 cm lassen. Diesen Teigrand einschlagen und über den Rhabarber legen. Das geht am besten, wenn man kleine Falten in den Teig einarbeitet. Ihr könnt die Crostata auch in einer Tarte- oder Pie-Form backen. Ich mag’s lieber, wenn die Crostata ohne Form gebacken wird.Nun noch den Teigrand mit flüssiger Butter einpinseln, wer mag gibt auf den Rand noch etwas Zucker und dann ab damit in den 175 °C vorgeheizten Backofen.

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Nach 25 – 30 Minuten (wenn Ihr in einer Form backt, braucht die Crostata entsprechend länger) ist die Crostata schön kross. Mir schmeckt sie am besten lauwarm, gern mit etwas Vanilleeis oder leicht angeschlagener Sahne!

Ganz bestimmt „Auf Wiedersehen im nächsten Jahr!“

Wenn schon, denn schon…

hab ich mir heute Morgen gedacht.  Wenn schon frisch gekochte Erdbeer-Rhabarber-Marmelade und  Holunderblütengelee, dann gehört doch frisches Hefegebäck dazu. Ich hatte aber so gar keine Lust auf Hefezopf und habe mich daher für Brioche entschieden, allerdings nicht am Stück gebacken, sondern als kleine Brioches mit der typischen „Doppelkugel“,  als Knoten und als Strang geformt.

Zutaten für die Brioches für Zwei
250 g Mehl Typ 550, 10 g Hefe, 60 ml Sahne, 60 ml Milch,  25 g Zucker, 1 Ei, 30 g Butter, 1 Prise Salz

Hefe in der Sahne Milch-Mischung auflösen. Mehl, Zucker und 1 Ei in einer Rührschüssel mischen, Hefe-Sahne-Milch-Mischung dazugeben und alles mit den Knethaken kurz durchkneten. Nun die Butter in kleinen Stückchen unterarbeiten und den Teig so lange kneten, bis er sich um die Knethaken windet. Er ist relativ feucht: Das sorgt dafür, dass die Brioches fluffig und weich werden. Nun den Teig etwa 1 Stunde ruhen lassen. Bei mir wandert er wie immer in den beleuchteten Backofen.

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Nach einer Stunde zu Brioches formen und noch einmal 1/2 Stunde gehen lassen. Danach mit Milch bestreichen und bei 175 ° C Umluft 15 – 17 Minuten backen.

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Und dann, lauwarm, so dass die Butter noch darauf schmilzt mit Hounderblütengelee genießen. Ist mit Erdbeer-Rhabarber-Marmelade übrings ebenso köstlich!

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Was Leckeres zum Start ins Wochenende

An Freitagabenden habe ich häufig das Bedürfnis, das Wochenende mit etwas Leckerem einzuläuten. Allerdings sollte es nicht den halben Abend dauern,  bis das Leckere dann auch fertig ist. Ich finde immer, da ist Pizza wunderbar geeignet: eine Basis aus Teig (den ich vorbereiten kann, wann immer ich am Freitag  Zeit habe) und dann hat man alle Möglichkeiten, die Gemüsefach, Kühl- und Vorratsschrank bieten.

Meine angegebenen Mengen passen gut in 2 Personen.

Hefeteig
250 g Mehl, 10 g Hefe,  1/2 TL Zucker als Futter für die Hefe, 1/2 TSalz, ca. 1/8l lauwarmes Wasser und 2 EL Olivenöl.

Mehl in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken, Hefe hineinbröseln, Zucker darüber streuen, etwas Wasser zugeben und Hefe in der Mulde auflösen und den Vorteig 15 min gehen lassen. (Wenn’s schnell gehen soll, überspringe ich diesen Schritt auch schon mal…)  Salz und Olivenöl am Topfrand auf das Mehl geben, Wasser nach und nach zufügen und alles zu einem geschmeidigen Teig kneten, der ruhig etwas feucht sein darf.  Jetzt ruht der Teig für mindestens 30 Minuten, lieber länger, an einem warmen Ort.

Tomatensauce
1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, Olivenöl, 2 Dosen gehackte Tomaten, Salz , Pfeffer, Oregano (frisch oder getrocknet), Zucker, Balsamicoessig

Die Zwiebel und den Knoblauch schälen und sehr fein würfeln. In Olivenöl glasig dünsten. Inzwischen die gehackten Tomaten kurz abtropfen lassen, dann zur Zwiebel und zum Knoblauch geben. Mit Salz und Pfeffer würzen, falls ihr getrockneten Oregano verwendet, diesen jetzt zufügen und das Ganze so lange auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis eine streichfähige Paste entstandenen ist. Mit Zucker, Essig, Salz und Pfeffer abschmecken und ggf. noch frischen gehackten Oregano zugeben.

Pizzabelag
Bei mir kommt auf die Pizza, was der Kühlschrank und Vorratsschrank so bieten: Sardellen, Schinken, Salami, Pilz, Zucchini, Paprika, frische Tomaten, auch schon mal Rauke (die aber erst nach dem Backen) und natürlich Mozzarella. Mengenangaben finde ich dabei schwierig…

Ich brate die Zutaten für meinen Pizzabelag immer kurz in der Pfanne kräftig an. Ich finde, Pilze, Paprika, Zucchini, oder was auch immer für Gemüse auf die Pizza kommt, schmeckt nach kurzem Kontakt mit heißem (mit Knoblauch gewürztem) Olivenöl einfach besser. Den Pizzabelag jetzt noch mit Salz und Pfeffer abschmecken und dann kann auch schon der Teig ausgerollt werden.

Wenn der Teig dünn auf dem Blech liegt, Tomatensauce aufstreichen und Teig nach Geschmack belegen. Nun kommt noch der in Scheiben geschnittene Mozzarelle obenauf. Ich gebe zum Schluss noch Olivenöl über die Pizza und schiebe sie in den 250 °C heißen Ofen, der fürs Pizzabacken auf Ober- und Unterhitze eingestellt ist. Jetzt dauert es etwa 12 Minuten, bevor die Pizza zusammen mit einem Rotwein auf den Tisch kommen kann. Schönes Wochenende!

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Herzhafter Geburtstagskuchen

Kurzmitteilung

Zum Geburtstag einer guten Freundin habe ich die herzhafte Tarte, die die Titelseite der Zeitschrift „Lust auf Genuss“ April 2016 ziert, nachgebacken. Der Quarkteig war gefüllt mit einer Ricotta-Ei-Parmesan-Creme, darauf tummelte sich ein Salat aus Wildkräutern, Wachteleiern, Radieschen, grünem Spargel  und Blüten. Ein fröhlicher Kuchen für einen fröhlichen Anlass!

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Lissy’s Geburtstagskuchen