Aus zwei mach eins – Zwillingsteig

Vor längerer Zeit bereits habe ich einmal einen Bäcker befragt, welche Basis eigentlich die in Aachen so beliebten Fläden haben. Der Teig der Fläden  ist irgendwie mürbe, aber nicht ganz so fest wie ein „normaler“ Mürbeteig. Gleichzeitig hat er feine Poren, fast wie ein Hefeteig. Er bleibt länger frisch als Hefeteig und weicht, gerade wenn viel Obst im Spiel ist, nicht durch, wie das bei Mürbeteig schon einmal passieren kann.

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

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Die Antwort ist denkbar einfach: Reis- und Obstfläden und andere Obstkuchen auch werden mit Zwillingsteig hergestellt. Und das ist eine Mischung aus Mürbe- und Hefeteig. Am Wochenende habe mich an Zwillingsteig versucht… Das Ergebnis hat mich überzeugt. Der Teig verbindet in der Tat die positiven Eigenschaften beider Teigsorten miteinander. Ich habe eine Mischung im Verhältnis von etwa zwei Teilen Hefeteig zu einem Teil Mürbeteig gewählt. Ich kann mir aber vorstellen, dass je nach Belag auch andere Mischungsverhältnisse gut sind. Beim nächsten Mal würde ich einmal ein Verhältnis von 1:1 probieren. Die Teige werden zunächst separat hergestellt, gehen dann im Warmen, bzw. ruhen im Kalten und werden nach den Ruhephasen  miteinander verknetet.

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Zutaten für eine 26 cm Springform oder 2 kleine Formen à 18 cm Durchmesser
Hefeteig
120 g Mehl Typ 550, 4 g frische Hefe, 60 ml lauwarme Milch, 15 g Zucker, 1 Prise Salz,
1 Eigelb, 10 g weiche Butter
Hefe in der lauwarmen Milch auflösen, alle anderen Zutaten in eine Schüssel geben. Hefemilch mit in die Schüssel geben und alles so lange verkneten, bis sich der Teig vom Schüsselrand löst. Jetzt darf der Teig 1 Stunde an einem warmen Plätzchen gehen.

Mürbeteig
70 g Mehl Typ 550, 50 g Butter, 25 g Zucker
Alle Zutaten rasch zu einem homogenen Teig verkneten und ab damit in den Kühlschrank. Hier wartet der Mürbeteig nun mindestens eine halbe Stunde auf sein Rendevouz mit dem Hefeteig.

Nach der Ruhezeit werden die Teige miteinander verknetet. Dazu den Hefeteig etwas flachdrücken, den Mürbeteig in Stücken auf dem Hefeteig verteilen und dann das Ganze auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche  miteinander verkneten. Fertig ist der Zwillingsteig!

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Ausrollen und ab damit in die Form. Dabei je nach Füllung einen entsprechend hohen Rand formen. Ich habe zwei kleine Formen à 18 cm Durchmesser mit dem Teig gefüllt und den Teig in den Formen vor dem Backen noch einmal 30 Minuten ruhen lassen.

Beim Belag habe ich mich dann für zweieiige Zwillinge entschieden 😉 und einen fruchtigen Apfelkuchen mit Bienenstichguss und einen cremigen Badischen Rahmkuchen gebacken.

Für den Apfelkuchen
2 große Äpfel, Schale und Saft von 1/2 Zitrone, 2 Kapseln Kardamom, 1 Stück Zimtstange, 2 EL Rosinen, Zucker und/oder Honig nach Geschmack, 50 g Butter, Zucker, 40 g Mandelblättchen, 1 EL Milch, 1 EL Honig

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Äpfel schälen und in größere Stücke teilen. Mit der Schale und dem Saft einer halben Zitronen und den Rosinen in einen Topf geben, 2 Kardamonkapseln andrücken und zusammen mit einem Stück Zimtstange dazu geben. 3 EL Wasser zufügen, kurz aufkochen und dann bei kleiner Hitze 5 – 7 Minuten zu Kompott kochen. Die Apfelstücke sollen auf jeden Fall noch Biss haben und nicht zerfallen sein. Zum Schluss mit Zucker und /oder Honig nach Geschmack süßen und etwas abkühlen lassen. Da der Bienenstichguss süß ist, habe ich nur ganz wenig Zucker und Honig verwendet. Aber wie gesagt, jeder nach seinem Geschmack.
Für den Bienenstichguß die Butter leicht bräunen, Zucker und Mandelblättchen zugeben, ebenso die Milch und den Honig und alles einmal kurz aufkochen.

Das etwas abgekühlte Kompott auf dem Teig verteilen, vorher die Gewürze und Schale entfernen, die Bienenstichmasse über die Äpfel geben und bei 175 °C Umluft etwa 40 Minuten backen.

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Für den Badischen Rahmkuchen
200 g saure Sahne, 200 g süße Sahne, Mark einer Vanilleschote, 50 g Zucker, 1 Ei, Zimtzucker zum Bestreuen

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und kurz aber gut miteinander verrühren und dabei möglichst wenig Luft in die Masse rühren. Auf den vorbereiteten Teig gießen und bei 175 °C  zusammen mit dem Apfelkuchen goldbraun backen.

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Ich habe den Apfelkuchen nach 40 Minuten aus dem Backofen genommen, den Badischen Rahmkuchen noch weitere 5 Minuten im ausgeschalteten Backofen stehen lassen. Die Kuchen dürfen zunächst in der Form etwas abkühlen und werden dann aus der Form gelöst.

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 Den Badischen Rahmkuchen vor dem Essen  noch mit reichlich Zimtzucker bestreuen und ggf. Sahne zum Apfelkuchen schlagen!

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Lasst es euch schmecken!

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Geburtstagskuchen – nicht nur für Männer

Ich bin ja im Internet ziemlich viel und gerne in Koch- und Backblogs unterwegs und immer wieder begeistert! Letztens bin ich bei einem Ausflug im WWW wieder einmal auf Marcs Seite „bake to the roots“ gelandet und fand es hier sehr spannend. Ich selbst mag sehr gerne die Mischung aus süß und herzhaft. Da ist es kein Wunder, dass mein Auge an seinem  Kuchen mit Karamell, Bier, Chips, Salzgebäck und Schokolade hängen blieb. Alles Zutaten, die Männer gerne mögen, war mein erster Gedanke. Zum Geburtstag eines lieben Freundes am Wochenende habe ich Marcs Idee aufgegriffen und in etwas abgewandelter Form nachgebacken.

Ich gebe zu: nicht nur ich war skeptisch! Auch eine Reihe von Geburtstagsgästen schaute eher kritisch. Aber letztlich konnte der Kuchen auf der ganzen Linie überzeugen. Herzlichen Dank an Marc für das coole Rezept.

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Zutaten
für den Teig:
150 g weiche Butter, 90 g braunen Zucker, 75 g weißer Zucker, 1 Ei, Mark von einer Vanilleschote, 260 g Mehr, 1 TL Natron, 5 EL dunkles Bier (z.B. Guiness), 3 Scheiben Bacon, 50 g Kakao-Nibs, 50 g Schokodrops

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für den Belag:
200 g Karamellsirup (ich habe meinen selbstgemacht, gibt’s aber auch fertig zu kaufen, z.B. von Grafschafter), 60 ml dunkles Bier (z.B. Guinness), 1 EL Erdnussbutter, 30 g Kartoffelchips, gesalzen, 20 g Salzbrezeln, 3 Scheiben Bacon, 40 g Kakao-Nibs, geschmolzene Schokolade zum Verzieren (ich habe Vollmilchkuvertüre genommen)

Zubereitung:
Zunächst einmal werden die Baconscheiben in einer Pfanne kross gebraten und kommen dann zum Abtropfen auf Küchenpapier. Eine quadratische Backform 24 x 24 cm groß mit Backpapier auslegen und den Backofen auf 175 °C vorheizen.

Für den Teig die Butter mit beiden Zuckersorten cremig aufschlagen, das Ei und das Vanillemark zufügen und unterrühren. Mehl mit dem Natron mischen und mit dem Bier zusammen kurz unterrühren. Wenn sich alle Zutaten gut verbunden haben, 3 Scheiben Bacon von Hand zerbröseln und mit den Kakao-Nibs unter den Teig rühren. Nun kommt der Teig in die Form und wird schön glatt gestrichen. Die Form wandert jetzt für gut 20 Minuten in den Ofen.

Während der Kuchen backt, oder auch schon vorher, könnt ihr den Karamellsirup zubereiten. Dafür 250 g Zucker in einem Topf schmelzen bis er goldbraun ist, dann mit 250 ml kochendem Wasser ablöschen. Achtung: das blubbert und zischt und kann spritzen! Die Masse kocht nun so lange, bis sich der Zucker gelöst hat. Das dauert so ca. 1 Minute. Den Sirup etwas abkühlen lassen, dann 60 ml Bier zufügen und das ganze 10 bis 15 Minuten einkochen lassen, bis ein dickflüssiges Bierkaramell entstanden ist. Das Bierkaramell darf jetzt abkühlen.

Wenn der Kuchen nach etwas mehr als 20 Minuten fertig ist, die Form aus dem Ofen nehmen und den Kuchen in der Form ebenfalls auskühlen lassen.

Während Kuchen und Karamell abkühlen, die Chips und Brezeln in nicht zu kleine Stücke brechen und mit den Kako-Nibs mischen. Die 3 restlichen Scheiben Bacon werden in kleine Stücke gebrochen.

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Wenn der Kuchen abgekühlt ist, geht es weiter. Zunächst wird die Karamellmasse auf dem Boden verteilt. Ich habe gewartet, bis die Oberfläche anzieht und dann 1 EL Erdnussbutter, die ich vorher leicht erwärmt habe, mit dem Löffelrücken auf dem Karamell verteilt. Dann kommt die Mischung aus Chips, Salzbrezeln und Kakao-Nibs obenauf und wird leicht angedrückt. Zum Schluss die Bacon-Brösel über gleichmäßig auf dem Belag verteilen und das Werk mit geschmolzener Kuvertüre verzieren.

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Lasst es euch schmecken!

 

Seit Kindertagen – Nuss-Pangani

Ich bin sicher, in jeder Familie gibt es im Advent und zu Weihnachten Plätzchen, die über Generationen hinweg gebacken werden. In unserer Familie sind das Nuss-Pangani. Das Rezept stammt aus dem „Handbuch der Weihnachtsbäckerei“ von Kölln-Zucker irgendwann aus den frühen 70er Jahren. Diese Nuss-Pangani gehörten zum Standard-Repertoire meiner Mutter. Ich backe sie seit ich vor vielen, vielen Jahren  zu Hause ausgezogen bin in jeder Vorweihnachtszeit. Unsere beiden Töchter lieben diese Plätzchen genau so wie ich. “Adventszeit ohne Nuss-Pangani ist keine richtige Adventszeit“ würden sicher beide sagen. Und deshalb werden diese Plätzchen in diesem Jahr auch in Glasgow gebacken , wo unsere ältere Tochter lebt.

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Mein Exemplar des Handbuchs für die Weihnachtsbäckerei ist tatsächlich das, was in meiner Kindheit auf der Arbeitsfläche lag, wenn gebacken wurde. Entsprechend sieht es aus: Das Deckblatt gibt es schon lange nicht mehr, Spuren von buttrigen Fingern, Flecken von Kakao, Zimt und anderen Dingen, die die Weihnachtsbäckerei braucht, zieren die Seiten.

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Diese Plätzchen aus Kindertagen, die so herrlich knusprig sind und bleiben, möchte ich euch heute vorstellen.

Zutaten:
200 g Butter, 100 g brauner Zucker, 1 Ei, 2 EL Rum, 200g Mehl, je 1/2 TL gemahlener Kardamom und Zimt, 1 Messerspitze geriebene Muskatnuss, 200 g gemahlene Walnüsse (Haselnüsse gehen auch), 100 g Grümmel-Kandis

Zubereitung:
Alle Zutaten in eine Schüsselgeben und mit der Küchenmaschine oder den Knethaken des Handrührers zu einem glatten Teig verkneten. Der fertigen Teig  zu Rollen formen und am besten über Nacht in Folie gewickelt im Kühlschrank kalt stellen.

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Am nächsten Tag den Backofen auf 175 °C Umluft vorheizen, bei Ober- und Unterhitze sind 180 °C optimal. Von den Teigstangen etwa 1/2 cm dicke Scheiben abschneiden, auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und ab damit in den Ofen. Die Backzeit beträgt 12 bis 15 Minuten, aber man sieht und riecht ja, wenn die Plätzchen fertig sind. Leider auch, wenn sie zu lange im Ofen waren. :-(

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Ich wünsche euch gutes Gelingen und freue mich, wenn ihr mir schreibt, ob es bei euch Familienplätzchen gibt, die unbedingt dazu gehören!

Die Plätzchensaison beginnt mit Aachener Printen

Natürlich gibt es in Aachen jede Menge Bäckereien, die gar köstliche Printen backen. Man hat nicht nur rund um den Dom reichlich Gelegenheit, dieses für Aachen typische Gebäck an beinahe jeder Straßenecke zu kaufen. Während des Jahres, denn in Aachen isst man Printen nicht nur zur Weihnachtszeit, kaufe ich Printen. Ich mag aber diesen einzigartigen Duft, der durchs Haus zieht, wenn Printen gebacken werden. Deshalb gehören Printen zu meinem Weihnachtsplätzchen-Repertoire. Und da sie besser werden, je länger man sie lagert, ist es immer die erste Sorte Plätzchen, die ich backe.

Plant bei eurer Printenbäckerei ein, dass der Teig vor dem Backen an einem kühlen Ort drei Tage ruhen muss. Mein Teig hat im Keller auf den Backtag gewartet.

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Zutaten:
450 g Zuckerrübensirup, 180 g brauner Zucker, 450 g Roggenmehl, 220 g Weizenmehl
80 g fein gehacktes Orangeat, abgeriebene Schale einer unbehandelten Orange, 1 große Prise Salz, 1 EL Pottasche, gemahlene Gewürze, nämlich 1 TL Nelken, 2 EL Zimt, 2 TL Anis, 1/2 TL Piment, 1/2 Ingwer, 1/2 TL Koriander

Zubereitung:
Rübensirup unter Rühren zusammen mit dem braunen Zucker erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Die Zuckermasse etwas abkühlen lassen. Nun das Mehl mit den gemahlenen Gewürzen, dem Salz und der geriebenen Orangenschale vermischen und die Zuckermasse vorsichtig unterrühren. Die Pottasche in 3 EL Wasser auflösen und zusammen mit dem Orangeat ebenfalls untermischen. Der Teig muss nun sehr gut geknetet werden. Bei mir macht das Gott sei Dank die Küchenmaschine. Sollte der Teig zu trocken sein, einfach noch etwas Wasser zugeben.

Und nun ab in den Keller mit dem Teig. Nach dem Ruhen den Teig portionsweise etwa fingerdick ausrollen. Das erfordert etwas Kraft, erspart aber den Gang ins Fitnessstudio 😉 und erlaubt die ein oder andere Printe mehr. Den ausgerollten Teig nach Belieben in Streifen schneiden oder mit Ausstechförmchen ausstechen. Typische Aachener Printen sind etwa 2 cm breit und 7 cm lang.

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Backofen auf 160 °C Umluft vorheizen und die Printen 15 bis 20 Minuten backen. Wer mag, bestreicht die Printen vor dem Backen mit Milch oder Zuckerwasser. Das gibt einen schönen Glanz.

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Sollten euch die Printen zu hart sein, legt einfach einen Apfelschnitz mit in die Keksdose. Das macht die Printen weicher. Und wenn euch die Lust auf Printen zum Kaffee verlässt, könnt ihr sie für die Sauce eines Sauerbratens verwenden. Dazu die Printen in kleine Stücke brechen und schneiden und in der Sauce auflösen. Das ist köstlich.

Ich wünsche allen viel Spaß beim adventlichen Plätzchenbacken. Bis bald!

 

Blaubeerzimthefeschnecken

Ich mag Blaubeeren, ich mag Zimt und ich mag Hefeteig. Was liegt da näher, als alles miteinander zu  leckeren Blaubeerzimthefeschnecken zu verbinden.

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Zutaten für eine Auflaufform von ca. 20 x 30 cm:
300 g Mehl, 10 g Hefe, 120 ml Milch, 30 g Zucker, 1 Ei, 30 g Butter für den Teig, etwa 2 EL zimmerwarme Butter zum Bestreichen, 3 EL Zimtzucker oder auch mehr, 200 g Blaubeeren, Zimtzucker zum Bestreuen, Fett für die Form, Puderzucker zum Bestäuben

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Zubereitung:
Mehl in eine Schüssel sieben, Hefe mit 1 EL Zucker in der Hälfte der Milch auflösen und 10 Minuten gehen lassen. 1 Prise Salz, restlichen Zucker zum Mehl geben. In der Mitte des Mehls eine Mulde formen und die Hefemilch hineingeben. 30 g Butter in Flöckchen auf dem Mehlrand verteilen. Hefemilch mit den Knethaken mit einem Teil des Mehls verrühren, das Ei zugeben, alle Zutaten miteinander verkneten. Dabei so viel von der restlichen Milch zugeben, bis sich der Teig vom Schüsselboden löst. Die Menge hängt etwas von der Größe des Eis ab. Sollte der Teig zu klebrig sein, einfach noch etwas Mehl unterarbeiten.

Nun darf der Teig erst einmal eine Stunde ruhen. Danach wird er noch einmal kräftig geknetet und auf der Arbeitsfläche zu einem Rechteck ausgerollt.

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Der ausgerollte Teig wird nun mit der zimmerwarmen Butter bestrichen und dick mit Zimtzucker bestreut.

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Nun kommen die Blaubeeren ins Spiel. Sie wandern auf das Butter-Zimtzucker-Bett, dann wird das Hefeteig-Rechteck von der langen Seit her aufgerollt.

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Die Rolle nun mit einem scharfen Messer in etwa 5 cm dicke Scheiben schneiden, in eine gebutterte Auflaufform geben und von oben auch noch einmal mit Zimtzucker bestreuen.

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Die Teigschnecken mit einem Tuch bedeckt noch einmal 30 Minuten gehen lassen und dann bei 175 °C goldbraun backen. Beim Backvorgang platzen die Blaubeeren teilweise auf und verbinden sich mit dem Zimtzucker zu einem köstlichen Kompott, das zum Teil in den Teig sickert und sich in den Ecken der Form an den Teig schmiegt… mmhhh!

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Noch etwas Puderzucker on Top und dann sind die Blaubeerzimthefeschnecken fertig zum Vernaschen.

Lasst es euch schmecken!

Sommer mit Kuchen und Beeren

Ich war in den letzten Wochen ziemlich viel unterwegs. Da blieb für Kochen, Backen und Herdanziehungskraft kaum Zeit. Dafür habe ich im Allgäu, in Sarajevo, im Münsterland und bei verschiedenen Gelegenheiten köstliche Dinge genießen dürfen, die ich neu entdeckt und auch wieder entddeckt habe. Die stehen jetzt auf meiner Liste und wollen „abgearbeitet“ und nachgekocht werden. Doch bevor ich euch in die Ferne mitnehme, möchte ich euch heute einfach nur mit in den Sommer nehmen, und zwar mit Kuchen.

Sommer und Beeren, das gehört unbedingt zusammen. Neben vielen anderen Beeren gab es auf dem Wochenmarkt Stachelbeeren. Die gehören gedanklich zu meiner Kindheit.

Stachelbeeren 1In unserem Keller gab es immer Regalreihen voller eingemachter Stachelbeeeren, die meine Mutter und meine Oma dann im Laufe des Jahres zu Kuchen verarbeitet haben oder die zum Nachtischmit Vanillesoße serviert wurden. Auf unseren Märkten und in den Obstabteilungen tauchen sie seit ein paar Jahren wieder auf. Ich hab sie frisch bislang nur zu Marmelade verarbeitet. Am Sonntag dann erstmals zu Kuchen.

Und was nach Kirschkuchen aussieht, ist tatsächlich Stachelbeerkuchen.

Stachelbeeren 13Zutaten:
Für den Streuselteig:
200 g Mehl, 100 g Butter, 80 g Zucker, 1 Eigelb

Für den Belag:
500 g Stachelbeeren, 1 EL brauner Zucker, 75 g grob geraspelte Marzipanrohmasse, 1 EL Mehl

Zubereitung:
Für den Streuselteig alle Zutaten zu Streuseln verkneten. 4 EL der Streusel abnehmen und mit 25 g der Marzipanrohmasse sowie einem weiteren EL Mehl verkneten, ggf. tropfenweise etwas Wasser zugeben. Die Marzipanstreusel und die restliche Streuselmasse eine halbe Stunde kühlen. Danach in eine gefette Formmit 26 cm Durchmesser geben und festdrücken, dabei einen Rand formen. Ich habe eine eckige Tartform in der Größe 35 x 13 cm mit herausnehmbaren Boden benutzt, die ich kürzlich erstanden habe. Die angegebenen Mengen passen perfekt in die Größe der Form.

Stachelbeeren 5Wenn die Form ausgekleidet ist, den Boden mit einer Gabel mehrfach einstechen und den Backofen auf 175 °C vorheizen. Die Stachelbeeren mit dem braunen Zucker vermischen. Nun die restliche Marzipanrohmasse auf dem Tarteboden verteilen, die gezuckerten Stachelbeeren darauf verteilen und mit den beiseite gestellten Streuseln bestreuen.

Stachelbeeren 8Für 30 Minuten ab in den Ofen. Bei Backvorgang zerplatzen die Stachelbeeren, der säuerliche Saft  läuft aus und verbindet sich mit dem Zucker und dem Marzipan. Es entsteht ein wunderbare Liaison zwischen Süße und Säure.

Stachelbeeren 12Tarte nach 30 min aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen und mit einem Klecks Creme fraiche, die ih nach Geschmack mit Zucker versüssen könnt, servieren.

Stachelbeeren 11
So schmeckt der Sommer!

 

Croissants und Muffins = Cruffins

Wenn Croissants auf Muffins treffen, dann entstehen Cruffins. Und die haben kürzlich meine Backinteresse geweckt. Nicht nur, dass ich finde, dass diese kleinen Dinger sehr hübsch und appetitlich aussehen, auch die Konstruktion dieser Gebäcksymbiose hat mich neugierig gemacht. Man braucht nämlich zum Bauen eines Cruffin eine Nudelmaschine. Zuerst war ich etwas verwundert: aber Teig ist Teig, hab ich mir gedacht, egal ob Pasta- oder Hefeteig; warum also die Nudelmaschine nicht auch für das Ausrollen von Hefeteig verwenden.

Cruffin 24Da ich die Cruffins gerne zum Sonntagmorgenfrühstück backen wollte und mich eine leise Ahnung beschlich, dass die erste Produktionsserie sich etwas zeitintensiver gestalten könnte, habe ich den Hefeteig schon am Samstagabend geknetet und über Nacht in den Kühlschrank gestellt. Diese Idee hat sich als ganz pfiffig erwiesen. Ansonsten hätten wir die Cruffins vermutlich zum Nachmittagskaffee essen können. 😉 Aber der zeitliche Aufwand hat sich auf jeden Fall gelohnt!

Zutaten für 6 Cruffins
230 g Mehl Typ 550, 10 g Hefe, 1 EL Zucker, 2 Prisen Salz, 100 ml lauwarmes Wasser, 35 g weiche Butter für den Teig, 100 g flüssige Butter zum Bestreichen, nach Belieben Puderzucker zum Bestreuen (ich hab darauf verzichtet)

Zubereitung
Die Hefe in 100 ml lauwarmen Wasser mit dem Zucker auflösen, zum Mehl in eine Schüssel geben, das Salz zufügen und mit der Küchenmaschine oder den Knethaken des Handrührers zu einem Teig verkneten, ggf. noch etwas mehr Wasser zugeben, wenn der Teig sich nicht verbindet. Nun die weiche Butter in Stückchen zugeben und gut unterkneten. Wenn sich der Teig gut mit der Butter verbunden hat, den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche mit den Händen durchkneten und abgedeckt über Nacht im Kühlschrank oder an einem warmen Ort ca. 45 min gehen lassen.

Den gegangenen Teig noch einmal kurz durchkneten, in 3 gleich schwere Stücke teilen. Jetzt wird immer ein Teigstück nach dem anderen verarbeitet. Derweil ruhen die anderen weiter gut abgedeckt, damit sie nicht austrocknen.  Das erste Teigstück wird nun mit der Hand oder dem Nudelholz zu einem Rechteck von etwa 10 x 20 cm geformt. Und jetzt wird es spannend, denn die Teigrechtecke werden durch die Nudelmaschine gedreht, und zwar zunächst von Stufe 1 bis 4.

Cruffin 6Die Teigstränge solltet ihr zwischendurch immer wieder leicht bemehlen, damit der Teig beim Walzen nicht kleben bleibt und reißt. Wenn Stufe 4 erreicht wurde, ist es Zeit die Teigstränge zu halbieren, sonst wird es zu unhandlich. Die geteilten Teigstränge werden jetzt noch einmal auf Stufe 5 und dann auf Stufe 6 gewalzt. Dabei solltet ihr darauf achten, dass die Teigstücke am Ende faltenfrei auf eurer Arbeitsfläche liegen.

Cruffin 1
Cruffin 2Dann werden sie üppig mit der Butter bestrichen.

Cruffin 7Rollt jetzt die erste Teigplatte auf, legt die Rolle auf das Ende der zweiten Teigplatte, schlagt das Teigende der zweite Platte über die Teigrolle und rollt das ganze weiter auf. Die so entstandene „Doppelrolle“ sollte am Ende ca. 20 cm lang sein, ggf. mit den Händen vorsichtig mit wenig Druck länger rollen.

Cruffin 9 Cruffin 4Jetzt braucht ihr ein scharfes mit Mehl bestäubtes Messer, denn die Teigrolle wird der Länge nach durchgeschnitten und zu einem Kringel zusammengelegt, die offenen Schnittkanten zeigen nach außen.

Cruffin 5Die Enden der Rolle unter den Kringel schieben und in eine gefettete Muffinform setzen. Nachdem ihr die Teigstücke Nr. 2 und Nr. 3 ebenso bearbeitet habt, müssen die Cruffins noch einmal etwa eine Stunde gehen. Dann wandern Sie für etwa 30 Minuten bei 200 °C Umluft in den Ofen.
Cruffin 13Cruffin 13Der Duft, der während des Backens aus dem Ofen und durch die Wohnung strömt, lockt von ganz alleine die Familie aus dem Bett. Die Cruffins halten, was ihr Anblick verspricht.

Cruffin 24Sie sind außen knusprig wie ein Croissant, innen buttrig und fluffig wie ein solches, na und an Muffins erinnert ja die Form.
Cruffin 22Cruffin 27Mir haben sie pur und mit Käse und Marmelade geschmeckt.

Cruffin 28Ich werde diese kleinen leckeren Dinger bestimmt bald wieder mal backen!

Lasst es euch gut gehen.

Es gibt wieder Rhabarberkuchen

und den Göttergatten freut es über die Maßen. Er kann von Rhabarberkuchen gar nicht genug bekommen. Dabei spielt es für ihn keine Rolle, in welcher Form ich Rhabarberkuchen backe. Er würde sich auch jedes Mal über meinen Rhabarberkuchen mit Streuseln freuen. Aber ich mag Abwechslung auf dem Kuchenteller. Deshalb  habe ich den Rhabarber heute mal in einen Hefeteig eingewickelt und mit Karamell sowohl im Teig als auch obenauf verleckert. Der Hefeteig war etwas weich. Das mag am Karamell im Innern der Teig-Schnecke oder am Teig selbst gelegen haben. Deshalb waren die Schnecken etwas verdötscht und nicht so schön rund. Dem Geschmack hat es nicht geschadet.

Karamellschnecken 14

Zutaten
Rhabarberkompott
500 g Rhabarber, 4 EL brauner Zucker, 1/2 Vanillestange, Aperol,

Hefeteig
250 g Mehl, 10 g Hefe, 100 ml lauwarme Milch, 40 g weiche Butter, 1 Ei, 30 g Zucker, 1 Prise Salz, 100 g gehackte Nüsse ganz nach Geschmack (ich habe eine Nussmischung verwendet)

Karamell
75 g Zucker, 75 g Butter, 50 ml Sahne,1 Prise Salz

Karamellschnecken 12

Zubereitung
Für das Rhabarberkompott den Rhabarber waschen, in kleine Stücke schneiden und mit dem Zucker im Kochtopf mischen, die Vanilleschote aufschneiden, das Mark heraus kratzen und mit der Schote zum Rhabarber geben. Die Mischung sollte jetzt eine halbe Stunde Saft ziehen. Danach wird der Rhabarber erhitzt und so lange gekocht, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Der Rhabarber zerfällt dabei. Das ist aber nicht schlimm, denn er versteckt sich ja später im Teig. Die Vanilleschote entfernen, den Rhabarber ggf. noch etwas nachsüßen und mit einem Schluck Aperol abschmecken.

In der Zwischenzeit den Karamell kochen. Dazu 75 g Zucker und 75 Butter in einer Pfanne schmelzen und ca. 10 Minuten kochen. Dabei immer wieder umrühren. Nach etwa 10 Minuten sollte das Butter-Zucker-Gemisch eine appetitlich braune Farbe haben. Nun die Hälfte der Sahne zugeben und die Masse noch einmal 5 Minuten leise köcheln und dann lauwarm abkühlen lassen.

Karamellsauce 2

Für den Hefeteig die Hefe in der lauwarmen Milch und dem Zucker auflösen. Mehl, Ei, Butter und Salz in eine Schüssel geben. Die aufgelöste Hefe dazu gießen und mit den Knethaken des Handrührers oder in der Küchenmaschine so lange kneten, bis sich der Teig vom Topfboden löst. Den Teig mit einem feuchten Tuch abdecken und 30 Minuten ruhen lassen.

Wenn der Karamell lauwarm ist, kann es weitergehen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck ausrollen und mit Karamell bestreichen.

Darauf werden dann die gehackten Nüsse verteilt, anschließend kommt das Rhabarberkompott auf die Nüsse. Nun den Teig von der langen Seite her zu einer Schnecke aufrollen. Die Teigrolle in etwa 6 cm breite Stücke teilen und mit der Schnittseite nach oben in eine Kuchenform setzen und 30 Minuten unter einem feuchten Tuch ruhen lassen.

Den restlichen Karamell mit der übrigen Sahne verrühren, großzügig über die Schnecken geben und bei 175 °C Umluft 30 Minuten backen.

Karamellschnecken 10Karamellschnecken 13

Karamellschnecken 15Und dann auf dem Balkon in der Sonne genießen. Das ist Frühling!

Lasst es euch schmecken!

 

Wie versprochen, der erste Rhabarberkuchen

Was man verspricht, muss man halten…. Deshalb gibt es heute Rhabarberkuchen,

Rhabarbercurd5

und zwar kleine Mürbeteigtörtchen, die ich in der „nomalen“ und meiner Mini-Muffinform gebacken und dann mit Rhabarber-Himbeercurd gefüllt habe. Die Himbeeren habe ich zugefügt, weil ich zum einen finde, dass Rhabarber und Himbeeren wunderbar zu einander passen. Andererseits hatte ich aber auch Sorge, dass ein Curd allein aus Rhabarber, auch wenn man rotstieligen nimmt, etwas wenig appetitlich aussehen könnte. Ich will mal so sagen: farblich könnte ich am Rhabarbercurd noch arbeiten… Schmecken tut das Rhabarbercurd fein säuerlich, so wie ich mir Rhabarber wünsche. Durch die Eier und die Butter wird das ganze schön samtig.

Rhabarbercurd20Die Zutaten und das Rezept für die Törtchen findet ihr hier.
Aus der angegebenen Menge habe ich 12 kleine und 6 normale Muffins gebacken und es blieb noch etwas Teig über, den ich in zwei Herzförmchen gebacken habe. :-)

Zutaten für das Rhabarbercurd
500 g Rhabarber, 100 g Zucker, 1 Handvoll Himbeeren, 4 Eigelb, 1 TL Speisestärke, 50 g Butter, einige Himbeeren und schmale, dünne Streifen von Rhabarber zum Garnieren

Rhabarbercurd11

Zubereitung
Rhabarber putzen waschen und in kleine Stücke schneiden. Zusammen mit dem Zucker tropfnass in einen Topf geben, zum Kochen bringen und so lange kochen bis der Rhabarber zerfällt. Die Himbeeren ebenfalls zugeben, sie zerfallen in dem heißen Rhabarberkompott dann in null Komma nix. Das Kompott nun durch ein feines Sieb in einen Topf streichen, die Speisestärke in etwas Wasser auflösen, zum Saft geben und kurz aufkochen lassen. Jetzt muss die Masse etwas abkühlen. In der Zwischenzeit die Eier trennen, die Eigelbe in einer Schüssel verquirlen und die Eier in den nun handwarmen Saft rühren. Der Topf mit der Rhabarber-Eigelb-Masse kommt erneut auf den Herd. Bei mittlerer Hitze unter ständigen Rühren wird die Masse nun so lange erhitzt bis sie dicklich wird. Vorsicht! Die Masse darf nicht kochen, sonst gibt es Rührei! Jetzt noch die Butter in die Masse geben und gut mit ihr verrühren. Fertig!

Rhabarbercurd13Die vorbereiteten Törtchen mit dem etwas abgekühlten Rhabarbercurd füllen, den Rest Curd in ein Schraubglas füllen und in den Kühlschrank stellen. Ich freue mich schon jetzt auf das nächste Frühstück!

Rhabarbercurd18Ich habe die kleinen Törtchen noch mit Himbeeren und dünnen Rhabarberstreifen dekoriert.

Rhabarbercurd5Rhabarbercurd7Lasst es euch gut gehen!

Karamellisiertes Schweinefleisch

In der Ausgabe 3-2017 der Zeitschrit Lust auf Genuss gibt es ein Rezept für karamellisertes Schweinefleisch. Hier wird Schweinefleisch in Essig mariniert bevor es mit Zucker karamellisiert und dann weich geschmort wird. Ich merke ich schon beim Lesen, dass mir das schmecken wird. Außerdem macht das Rezept den Eindruck, ziemlich unkompliziert zu sein und ist damit genau das richtige Rezept und Gericht für einen Freitagabend, an dem es lecker sein soll und schnell gehen darf, wenn man von der Schmorzeit einmal absieht.

Schweinefleisch mariniert 11Ich habe das Rezept etwas verändert. Mir erschien die Zuckermenge doch recht hoch und für meinen Geschmack ist die geringere Menge absolut ausreichend. Beim nächsten Mal würde ich sie eher noch etwas reduzieren.

Zutaten
500 g Schweinefleisch, das ruhig etwas durchwachsen sein sollte, (ich habe Bio-Schweinefleisch aus dem Nacken genommen), 3 EL Weißweinessig, 2 Zwiebeln, 2 Knoblauchzehen, 30 g Ingwer, 2 Stängel Zitronengras, 2 EL Öl, 80 g Zucker, 1 Sternanis, Fischsauce, Pffeffer.

Schweinefleisch mariniert 3Zubrereitung
Schweinefleisch waschen, trockentupfen und in etwa 3 cm große Würfel schneiden, mit dem Essig beträufeln und mindestens 20 Minuten marinieren.

In der Zwischenzeit die Zwiebel schälen und in dünne Streifen schneiden, den Knoblauch und den Ingwer fein hacken und das Zitronengras mit dem Messerrücken zerdrücken.

Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die Fleischwürfel bei hoher Temperatur anbraten. Wenn das Fleisch schön gebräunt ist, den Zucker zugeben und und so lange braten bis der Zucker karamellisiert ist. Dabei immer schön rühren. Dann Zwiebeln, Ingwer, Knoblauch, Sternanis und Zitronengras zugeben ung kurz mitbraten. 2 EL Fischsauce und Pfeffer ais der Mühle zugeben und mit 100 ml Wasser ablöschen.

Schweinefleisch mariniert 6Schweinefleisch mariniert 8Schweinefleisch mariniert 10Einen Deckel auf die Pfanne legen und das Fleisch bei sehr geringer Hitze 60 Minuten, länger schadet auch nicht, schmoren, bis das Fleisch ganz weich ist.

Als Beilage gab es bei uns gedünsteten Wirsing, den ich zusammen mit Knoblauch drei Scheiben Ingwer bissfest gedünstet und mit Fischsauce abgeschmeckt habe.

Schweinefleisch mariniert 12Zum Auftunken der Sauce habe ich selbstgebackenes Fladenbrot nach folgendem Rezept serviert.

Zutraten für 1 großes Fladenbrot
300 g Mehl, 10 g Hefe, 180 ml lauwarmes Wasser, 2TL Zucker, 1/2 TL Salz, 1 EL Naturjoghurt, Sesam und schwarzer Kümmel zum Bestreuen, etwas Öl und Milch zum Bestreichen

Zubereitung
Helfe in 100 ml lauwarmen Wasser zusammen mit dem Zucker auflösen. Mehl, Salz, und Joghurt in eine Schüssel geben. Nun die aufgelöste Hefe zur Mehlmischung geben und in der Küchenmaschine insgesamt ca. 8 Minuten kneten, dabei das restliche Wasser zugeben. Der Teig sollte am Ende recht feucht sein.

Jetzt muss der Teig mindesten 1 Stunde ruhen. Nach der Ruhezeit den Teig auf ein Backblech, das mit Backpapier ausgelegt ist, geben und zu einem Fladen formen. Mit dem Finger kleine Dellen in den Teig machen, die Obefläche mit einer Mischung aus Öl und Milch bestreichen und mit dem Sesam und dem Schwarzkümmel bestreuen.

In den auf 200 °C vorgeheizten Backofen schieben und in etwas 15 Minuten goldbraun backen.
Fladenbrot 4Fladenbrot 8Wir haben einen Teil des noch lauwarmen Brotes vorab mit etwas Kräuterquark gegessen.
Fladenbrot 9Lasst es euch schmecken!