Seit Kindertagen – Nuss-Pangani

Ich bin sicher, in jeder Familie gibt es im Advent und zu Weihnachten Plätzchen, die über Generationen hinweg gebacken werden. In unserer Familie sind das Nuss-Pangani. Das Rezept stammt aus dem „Handbuch der Weihnachtsbäckerei“ von Kölln-Zucker irgendwann aus den frühen 70er Jahren. Diese Nuss-Pangani gehörten zum Standard-Repertoire meiner Mutter. Ich backe sie seit ich vor vielen, vielen Jahren  zu Hause ausgezogen bin in jeder Vorweihnachtszeit. Unsere beiden Töchter lieben diese Plätzchen genau so wie ich. “Adventszeit ohne Nuss-Pangani ist keine richtige Adventszeit“ würden sicher beide sagen. Und deshalb werden diese Plätzchen in diesem Jahr auch in Glasgow gebacken , wo unsere ältere Tochter lebt.

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2017

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2017

Mein Exemplar des Handbuchs für die Weihnachtsbäckerei ist tatsächlich das, was in meiner Kindheit auf der Arbeitsfläche lag, wenn gebacken wurde. Entsprechend sieht es aus: Das Deckblatt gibt es schon lange nicht mehr, Spuren von buttrigen Fingern, Flecken von Kakao, Zimt und anderen Dingen, die die Weihnachtsbäckerei braucht, zieren die Seiten.

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2017

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2017

Diese Plätzchen aus Kindertagen, die so herrlich knusprig sind und bleiben, möchte ich euch heute vorstellen.

Zutaten:
200 g Butter, 100 g brauner Zucker, 1 Ei, 2 EL Rum, 200g Mehl, je 1/2 TL gemahlener Kardamom und Zimt, 1 Messerspitze geriebene Muskatnuss, 200 g gemahlene Walnüsse (Haselnüsse gehen auch), 100 g Grümmel-Kandis

Zubereitung:
Alle Zutaten in eine Schüsselgeben und mit der Küchenmaschine oder den Knethaken des Handrührers zu einem glatten Teig verkneten. Der fertigen Teig  zu Rollen formen und am besten über Nacht in Folie gewickelt im Kühlschrank kalt stellen.

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2017

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2017

Am nächsten Tag den Backofen auf 175 °C Umluft vorheizen, bei Ober- und Unterhitze sind 180 °C optimal. Von den Teigstangen etwa 1/2 cm dicke Scheiben abschneiden, auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und ab damit in den Ofen. Die Backzeit beträgt 12 bis 15 Minuten, aber man sieht und riecht ja, wenn die Plätzchen fertig sind. Leider auch, wenn sie zu lange im Ofen waren. :-(

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2017

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2017

Ich wünsche euch gutes Gelingen und freue mich, wenn ihr mir schreibt, ob es bei euch Familienplätzchen gibt, die unbedingt dazu gehören!

FacebookTwitterGoogle+PinterestTeile diesen Beitrag mit deinen Freunden

Die Plätzchensaison beginnt mit Aachener Printen

Natürlich gibt es in Aachen jede Menge Bäckereien, die gar köstliche Printen backen. Man hat nicht nur rund um den Dom reichlich Gelegenheit, dieses für Aachen typische Gebäck an beinahe jeder Straßenecke zu kaufen. Während des Jahres, denn in Aachen isst man Printen nicht nur zur Weihnachtszeit, kaufe ich Printen. Ich mag aber diesen einzigartigen Duft, der durchs Haus zieht, wenn Printen gebacken werden. Deshalb gehören Printen zu meinem Weihnachtsplätzchen-Repertoire. Und da sie besser werden, je länger man sie lagert, ist es immer die erste Sorte Plätzchen, die ich backe.

Plant bei eurer Printenbäckerei ein, dass der Teig vor dem Backen an einem kühlen Ort drei Tage ruhen muss. Mein Teig hat im Keller auf den Backtag gewartet.

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2017

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2017

Zutaten:
450 g Zuckerrübensirup, 180 g brauner Zucker, 450 g Roggenmehl, 220 g Weizenmehl
80 g fein gehacktes Orangeat, abgeriebene Schale einer unbehandelten Orange, 1 große Prise Salz, 1 EL Pottasche, gemahlene Gewürze, nämlich 1 TL Nelken, 2 EL Zimt, 2 TL Anis, 1/2 TL Piment, 1/2 Ingwer, 1/2 TL Koriander

Zubereitung:
Rübensirup unter Rühren zusammen mit dem braunen Zucker erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Die Zuckermasse etwas abkühlen lassen. Nun das Mehl mit den gemahlenen Gewürzen, dem Salz und der geriebenen Orangenschale vermischen und die Zuckermasse vorsichtig unterrühren. Die Pottasche in 3 EL Wasser auflösen und zusammen mit dem Orangeat ebenfalls untermischen. Der Teig muss nun sehr gut geknetet werden. Bei mir macht das Gott sei Dank die Küchenmaschine. Sollte der Teig zu trocken sein, einfach noch etwas Wasser zugeben.

Und nun ab in den Keller mit dem Teig. Nach dem Ruhen den Teig portionsweise etwa fingerdick ausrollen. Das erfordert etwas Kraft, erspart aber den Gang ins Fitnessstudio 😉 und erlaubt die ein oder andere Printe mehr. Den ausgerollten Teig nach Belieben in Streifen schneiden oder mit Ausstechförmchen ausstechen. Typische Aachener Printen sind etwa 2 cm breit und 7 cm lang.

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2017

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2017

Backofen auf 160 °C Umluft vorheizen und die Printen 15 bis 20 Minuten backen. Wer mag, bestreicht die Printen vor dem Backen mit Milch oder Zuckerwasser. Das gibt einen schönen Glanz.

©Herdanziehungskraft.Lefering-online.de

©Herdanziehungskraft.Lefering-online.de

Sollten euch die Printen zu hart sein, legt einfach einen Apfelschnitz mit in die Keksdose. Das macht die Printen weicher. Und wenn euch die Lust auf Printen zum Kaffee verlässt, könnt ihr sie für die Sauce eines Sauerbratens verwenden. Dazu die Printen in kleine Stücke brechen und schneiden und in der Sauce auflösen. Das ist köstlich.

Ich wünsche allen viel Spaß beim adventlichen Plätzchenbacken. Bis bald!