Erinnerungen an Lissabon

Es ist jetzt schon fast zwei Jahre her, dass wir mit unseren Freunden zu einem langen Wochenende in Lissabon waren. Eine sehenswerte Stadt! Während unserer Zeit dort haben wir mehrmals kleine köstliche mit Vanillecreme gefüllte Blätterteig-Küchlein gegessen. Die Pasteis de Nata, so der portugiesische Name dieser Köstlichkeiten, werden in den Bäckereien und Cafés Portugals mehrmals täglich frisch gebackenen. Wir hatten Glück: in einem Café in der Nähe des  Museum Maritim mussten/durften wir auf die Törtchen warten. Als sie uns so frisch aus dem Ofen serviert wurden, wurden wir mehrmals ermahnt, vorsichtig zu sein und etwas zu warten, da die Kuchen sehr, sehr heiß seien. 😉 Das ging nur mit großer Beherrschung….

In der Tat werden die Törtchen sehr heiß gebacken, damit die Oberfläche karamellisiert.

Pasteis de nata 15
In Erinnerung an diese schöne Stadt und die leckeren Küchlein, habe ich sie nachgebacken. Hier kommt meine Variante:

Zutaten für 1 Muffinform mit 12 oder mit 24 Mini- Mulden
Ich mag es, wenn man die Küchlein mit einem Haps vernaschen kann. Deshalb habe ich das Mini-Format gewählt.

200 g Zucker , 2 EL Mehl , 8 Eigelb, 0,5  l Sahne , 1 Prise Salz, Schale von 1 Biozitrone (am Stück, nicht gerieben), 450 g Blätterteig aus dem Kühlregal, etwas Zimt oder Puderzucker

Zubereitung
Für die Creme Zucker, Mehl, Eigelb, Sahne, Salz  und Zitronenschale in einem Topf glatt rühren, in einem Topf erhitzen bis die Masse kocht und eindickt. Die Zitronenschale entfernen, Creme in eine Schüssel umfüllen, mit Klarsichtfolie abdecken, damit sich keine Haut bildet, und abkühlen lassen.

Nun wird gerollt, nämlich ent- und aus- und wieder auf- und weiter- …

Blätterteig entrollen, mit dem Nudelholz noch etwas dünner ausrollen und dann den Teig wieder ganz eng aufrollen. Die Rolle sollte einen Durchmesser von etwa 2,5 cm haben und die Teigschichten sollen sich durch das Rollen miteinander verbinden. Von dieser Rolle 12 bzw. 24 gleich dicke Scheiben abschneiden und die Mulden der Muffinform legen. Jetzt mit dem angefeuchteten Daumen in die Mitte der „Schnecke“ drücken, so dass eine Teigschale entsteht, die bis an den Rand reicht. Der Rand sollte gleichmäßig dick sein. Den Backofen auf 250 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Pasteis de nata 4Pasteis de nata 5Pasteis de nata 6Nun die kalte Creme bis 1 cm unter den Rand einfüllen. Jetzt müssen die Küchlein schnell und heiß gebacken werden. Die Creme in den Törtchen darf dabei aber nicht kochen. Die Backzeit variiert je nach Ofen ziemlich. Bitte lasst die Küchlein nicht aus den Augen. Nach  8 – 12 Minuten sind sie fertig. Wenn ihr mögt, könnt ihr die Törtchen mit Puderzucker oder Zimt bestäuben.

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Wenn es einmal schnell gehen soll, könnt ihr aus dem Blätterteig alternativ auch einfach Kreise ausstechen und in die Muffinmulden legen.

Ich hab‘ überlegt, was ich denn wohl mit den verbliebenen Eiweiß mache. Bei meiner Suche nach Ideen, habe mich im www umgesehen und dabei erfahren, warum und wo die Pasteis de Nata überhaupt entstanden sind. Früher haben die Nonnen in Klöstern die Hauben ihrer Tracht mit Eiweiß gestärkt. Dazu war jede Menge Eiweiß notwendig. Aus den übrig gebliebenen Eigelben, kochten die Nonnen eine Vanillecreme, füllten sie Blätterteig und backten sie im Backofen zu den Köstlichkeiten, die wir als Pasteis de Nata kennenlernen durften. Gott sei Dank, dass die Nonnen so eine leckere Idee für die Eigelbverwertung entwickelt haben.

Ich habe aus dem restlichen Eiweiß kleine Mandelguglhupfe und Makronen gebacken.

Lasst es euch schmecken!

 

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