Quitten in Hülle und Fülle

Am Wochenende habe ich von einer lieben Freundin eine große Tasche voll köstlich duftender Quitten bekommen. Klar, dass daraus Quittengelee, Quittenbrot und Quittensenf werden soll. Und weil Wochenende ist, muss es natürlich auch einen Kuchen geben, und den selbstverständlich mit Quitten.

DSC_0053Das Wunderbare an Quitten ist nicht nur ihr Geschmack, der Duft, den sie verströmen, wenn sie in der Wohnung liegen, die orange-goldene Farbe, die sie annehmen, wenn man Gelee oder Quittenbrot zubereitet. Das Wunderbare ist auch, dass man die Früchte nicht alle auf einmal verarbeiten muss. Sie können durchaus etwas auf die Weiterverarbeitung warten.

Was den Kuchen für’s Wochenende angeht, habe ich mich für einen Mürbeteig entschieden, den ich mit gedünsteten Quitten belegt habe. Und so habe ich es gemacht:

DSC_0177DSC_0178Zutaten
200 g Mehl, 100 g Butter, 50 g Zucker, 1 Eigelb, ggf. 1 EL Eiswasser, Salz, 5 Quitten, 100 g Zucker, 1 Vanilleschote, 80 g Quittengelee (ich hatte noch ein Glas aus dem Vorjahr), 4 – 5 EL Mandelblättchen, Saft einer Zitrone.

DSC_0137Zubereitung
Alle Zutaten für den Teige verkneten bis ein homogener Teig entstanden ist. Ob ihr das mit den Händen oder dem elektrischen Knethaken macht, bleibt ganz euch überlassen. Den Teig in Frischhaltefolie oder einer Plastikschüssel 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

In der Zwischenzeit die Quitten waschen, trocknen und dabei den Flaum entfernen. Die Früchte vierteln und in dünne Spalten schneiden. Sofort in Zitronenwasser legen, damit sie nicht zu braun werden. Ganz lässt sich das Verfärben allerdings nicht verhindern, aber das macht überhaupt nichts.

Nun den Zucker mit etwas Wasser zusammen in einen weiten Topf geben und aufkochen. Wenn das Wasser verkocht ist und der Zucker beginnt braun zu werden, die Quitten, das Vanillemark, den Quittengelee und die Quittenspalten zugeben. Die Quitten im geschlossenen Topf etwa 7 Minuten bei sanfter Hitze dünsten. Topf vom Herd nehmen, Quitten in ein Sieb geben und abtropfen lassen.

DSC_0135Den Backofen auf 175 °C Umluft vorheizen. Eine Spring- oder Tarteform von 26 cm Durchmesser mit Backpapier auslegen oder gut einfetten. Ich habe die Mengen auf zwei 18 cm Formen verteilt, und eine der Tarte als Dankeschön zur Quittenspenderin gebracht. Den gekühlten Teig ausrollen und in die Form geben, dabei einen Rand formen. Den Teig mit Backpapier abdecken, mit Hülsenfrüchten bedecken und 10 Minuten vorbacken. Vorgebackenen Teig aus dem Ofen nehmen, Hülsenfrüchte entfernen und den Boden kurz abkühlen lassen.

Während der Boden auskühlt die abgetropfte Garflüssigkeit der Quitten in einem kleinen Topf etwas einkochen. Vorsicht, der Saft wird sehr schnell sehr dick, ggf. wenig Wasser zufügen.

Jetzt kommen Quittenspalten auf den Boden und werden mit 6 EL des eingekochten Suds beträufelt, die Mandelblättchen auf dem Kuchen verteilen und dann weitere 15 Minuten bei 175 °C backen.

DSC_0148DSC_0157DSC_0181DSC_0183Lasst es euch schmecken!

Über die Zubereitung von Quittenbrot und Quittensenf werde ich in Kürze berichten.

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