Linsen vom Berg

Ich mag total gerne Linsen! Dabei ist es egal, ob es sich um Linsensuppe, Linseneintopf oder Linsen mit Spätzle handelt. Heute möchte ich euch ein Linsengericht mit Tomaten vorstellen, das superschnell vorbereitet ist und dann von ganz alleine durch sanftes Garen fertig wird.

Linsen 6

Linsen 4

Zutaten für 4 Personen
200 g Berglinsen, 2 Knoblauchzehen, 2 Zwiebeln, 6 Salbeiblätter, 100 g roher Schinken (alternativ geräucherter durchwachsenen Speck), 2 EL Olivenöl, 2 Dosen gehackte Tomaten, 150 g Kirschtomaten, Salz, Pfeffer, Essig und Zucker, ggf. etwas Petersilie zum Bestreuen.

Zubereitung
Knoblauchzehen, Zwiebeln und Schinken fein würfeln, Salbeiblätter in feine Streifen schneiden. Olivenöl erhitzen und Schinken, Knoblauch, Zwiebeln und Salbei darin anschwitzen. Linsen abspülen, in den Topf geben und ebenfalls anschwitzen. Dann die Tomaten zugeben, zum Kochen bringen, Deckel auflegen und Linsen bei milder Hitze etwa 30 – 40 Minuten garen, ggf. gegen Ende der Garzeit noch etwas Wasser zufügen.

Linsen 14

Die Garzeit hängt von der Beschaffenheit der Linsen ab und kann sehr unterschiedlich sein. Deshalb zwischendurch immer wieder mal probieren. Wenn die Linsen bissfest sind, mit Salz, Pfeffer, wenig Zucker und einem Schuss Essig herzhaft abschmecken. Die Kirschtomaten halbieren und unter die Linsen heben. Mit etwas Olivenöl beträufeln und, falls ihr mögt, mit gehackter Petersilie bestreuen.  Fertig!

Bei uns gab es zu den Linsen Hähnchenbrust. Hierfür einige Salbeiblätter in Olivenöl anbraten, Hähnchenbrust zu dem Salbei in die Pfanne geben, ebenfalls anbraten und je nach Größe der Hähnchenbrust in etwa 15 bis 20 Minuten fertig garen.

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Am Ende war noch ein kleiner Rest im Topf übrig.  Den gab’s am nächsten Tag auf geröstetem Brot als Crostini. War mit etwas Parmesan, den ich darüber gehobelt habe, auch ziemlich lecker… 😉

 

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Aprikosen und Blaubeeren zum Samstagskaffee

Weil’s so lecker war, habe ich heute noch einmal den Geburtstagskuchen mit Aprikosen gebacken, allerdings mit kleinen Variationen.

Auch heute habe ich den Teig ausgerollt, mit Butter gestrichen und mit Zimtzucker bestreut, dann aber in kleine Quadrate von etwa 7 cm Seitenlänge geschnitten. Zwei Drittel der Teigquadrate habe ich mit kleingewürfelten Aprikosen bzw. Blaubeeren belegt und jeweils zwei der Quadrate „gestapelt“ und mit einm dritten Quadrat abgedeckt. Die Quadrat-Stapel kommen jetzt hochkant (wie bei einem Pull-apart-Bread) in eine Muffinform, die mit Papierförmchen ausgelegt wurden. 30 Minuten gehen lassen und 25 Minuten bei 175 °C bei Ober- und Unterhitze in den Backofen.

Hier ist das Ergebnis!

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Euch allen ein schönes sommerliches Wochenende!

 

Das Wochenende steht vor der Tür

… und zum Start gibt es Pizza!

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Pizza 9Das Rezept und die Zutaten für den Pizzateig und die Tomasauce findet ihr hier. KLICK.

Für den Belag braucht ihr:
etwa 400 g kleine Tomaten, wenn möglich in verschiedenen Farben, Puderzucker, Salz, Pfeffer, 125 g Mozzarella, 80 g gekochtenr Schinken, etwas Ruccola, Parmesanspäne nach Geschmack, Olivenöl.

Zunächst werden die Tomaten mit Puderzucker, Salz und Pfeffer bestäubt und in einer Auflaufform zusammen mit drei angedrückten Knoblauchzehen bei 200 °C im Backofen 1 Stunde gebacken.

Getrocknete Tomaten 2

Pizza 2

Nach der Ruhezeit den Teig auf einem Backblech dünn ausrollen und mit der Tomatensauce bestreichen. Die im Ofen gebackenen Tomaten  gleichmäßig auf der Tomatensauce verteilen, ein Drittel des gekochten Schinken in Streifen zupfen und zu den Ofentomaten auf den Teig geben. Mozzarella zerzupfen, gleichmäßig darüber verteilen, pfeffern und mit Olivenöl beträufeln. Bei 250 °C auf der unteren Schiene 10 Minuten backen bis der Teig knusprig und gebräunt und der Mozzarella geschmolzen ist. Aus dem Ofen nehmen, Ruccola und restlichen zerzupften Schinken über die gebackene Pizza geben. Mit etwas Olivenöl beträufeln und Parmesanspäne über die Pizza streuen.

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Ich mag Pizza am liebsten mit einem Glas gut gekühltem Wein sulla terrazza… das war heute möglich!

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Aprikosen zum Geburtstag

Heute hat ein lieber Freund Geburtstag! Das ist immer ein Grund, selbst bei den heute Morgen schon herrschenden sommerlichen Temperaturen, den Ofen anzuschmeißen. Ich nutze den Festtag dazu, noch einmal die köstlichen orangefarbenen Früchten mit den roten Bäckchen zu verbacken. Die gibt es heute auf Hefeteig und unter einem Hefeteiggitter versteckt. Außerdem schleichen sich Butter, Zimtzucker und Mandeln zu den Aprikosen.

Zutaten
375 g Mehl, 12 g Hefe, 75 g Zucker, 200 ml Milch, 40 g Butter, 2 kräftige Prisen Salz, 300 g frische Aprikosen, 1/2 TL Zimt, 2 EL gehackte Mandeln, 40 g weiche Butter.

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Zubereitung
Hefe in der lauwarmen Milch mit 1 EL Zucker auflösen, zum Mehl in die Schüssel geben und kurz verrühren. Butter und Salz zugeben, alles zu einem homogenen Teig verkneten und ca. 30 Minuten gehen lassen.

In der Zwischenzeit den restlichen Zucker mit dem Zimt mischen, Aprikosen waschen, entsteinen und klein würfeln.

Nach der Ruhezeit den Teig zu einem Viereck in der Größe von ca. 25 x 30 cm ausrollen,  mit der weichen Butter bestreichen und dem Zimtzucker bestreuen, dabei 1 EL zurückbehalten. Aprikosen in die Mitte des Teigvierecks geben und mit den gehackten Mandeln und dem restlichen Zimtzucker bestreuen. Anstelle der Mandeln passen auch gehackte Pistazien gut zu den Aprikosen und setzen einen farblich besonders hübschen Akzent. Leider habe ich nicht daran gedacht, Pistazien einzukaufen und hatte auch keine im Vorrat…

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Nun die Enden des Teigstücks über die Aprikosen klappen, die Seitenränder mit der Schere in 2 cm breite Streifen schneiden und abwechselnd über die Aprikosen legen, so wie ich das auch bei den Blaubeer-Hefeteilchen gemacht habe.

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Den gefüllten Teig auf ein Backblech legen, 30 Minuten gehen lassen und bei 175 °C etwa 30 – 35  Minuten backen. Wer mag, gibt nach dem Erkalten noch eine Glasur aus Puderzucker und Zitronensaft über den Kuchen. Mir reicht etwas Puderzucker.

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Aprikosenkuchen 11Aprikosenkuchen 4Aprikosenkuchen 1

Schon heute Morgen, quasi zum 2. Geburtstagsfrühstück, haben wir den noch etwas warmen Aprikosenkuchen im Garten unter einem Kastanienbaum zusammen mit einem Kaffee genießen dürfen. So fühlt sich Sommer an!

Vorfreude auf Sardinien

Ich bin bekennender Sardinien-Fan… Bald ist es wieder soweit und ich werde mit meinem Gatten und unseren Freunden wunderbare Wochen auf unserer Lieblingsinsel verbringen. Kochen ist dabei für meine Freundin Martina und mich Teil der Erholung. Für unsere Männer wohl auch, sie dürfen schließlich am Ergebnis partizipieren. 😉

Heute ist es in Aachen 35 °C, die Temperatur erinnert mich in der Tat an Sardinien. Nach etwas Warmen steht mir der Sinn nicht, eher nach Salat oder so. Sardisch wär‘ schon schön – deshalb werde ich Tomaten, Gurken, Paprika, Rauke, Petersilie und Fregola zu einem Salat zusammenfügen.

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Kennt ihr Fregola? Fregola ist eine sardische Nudelsorte. Der Pastateig wird zu kleinen Kügelchen gerollt und dann durch Rösten getrocknet. In Sardinien wandert Fregola meist in Eintöpfe, wie Ministrone oder ähnliches. Aber auch dafür ist es heute definitiv zu warm. Ich kann mir gut vorstellen, dass Fregola auch in einem Salat eine gute Figur macht. Das werde ich einfach einmal testen.

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Zutaten für zwei Personen
100 g Fregola (gibt’s in gut sortierten Supermärkten, in italienischen Feinkostläden oder im www), 1 angedrückte Knoblauchzehe, 200 g Kirschtomaten, 250 g aromatische Tomaten, 1 kleine Gurke, 1 gelbe Paprika, 1 Bund Rauke, Senf, Honig, Balsamico-Essig, Olivenöl, Salz

Zubereitung
Fregola in reichlich Salzwasser zusammen mit der angedrückten Knoblauchzehe etwa 16 Minuten kochen. Anschließend abgießen  abschrecken und abtropfen lassen.

Fregola 8In der Zwischenzeit die Paprikaschoten würfeln, Kirschtomaten halbieren und die anderen Tomaten ebenfalls halbieren und in Scheiben schneiden. Die Gurke halbieren, Kerne entfernen und klein würfeln. Rauke waschen, putzen, in mundgerechte Stücke zupfen und Petersilie hacken.

Paprika, Gurken und Tomaten in eine Schüssel geben und mit der Vinaigrette mischen, kurz ziehen lassen. Fregola untermischen und zum Schluss Rauke und Petersilie unterheben. Und schon kann der Salat auf den Tisch!

Nach meinem Urlaub auf Sardinien gibt es mehr Rezepte aus der sardischen Küche.

Allen einen schönen Sommer!

Waldbeeren im Dooppelpack

Gestern auf dem Wochenmarkt hatte ich das große Glück, das letzte Körbchen mit „wilden“ Blaubeeren, hierzulande auch als Waldbeeren bekannt, zu ergattern. Damit war klar, dass es am Sonntag Blaubeerkuchen geben würde. Aber in welcher Form???

Ich hab mich für zwei Varianten mit einem Hefeteig als Basis entschieden: einmal für kleine Törtchen, die ich mit Waldbeeren in einer Mandel-Zucker-Ei-Masse fülle, und dann backe ich, inspiriert durch Sarah von Das Knusperstübchen,  Stromboli, das sind geflochtene/gefaltete und mit Waldbeeren gefüllte Hefeteilchen.

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Zutaten für den Teig:
450 g Mehl (ich nehme Typ 550), 12 g frische Hefe, 200 ml Buttermilch, 50 g Zucker, 50 g Butter, 1 Ei, 1 Prise Salz

Für die Törtchen: 300g Waldbeeren, 1 Ei, 80 g brauner Zucker, 40 g gemahlene Mandeln

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Für die Stromboli
: 250 g Waldbeeren, 2 gehäufte EL Speisestärke, 2 EL Zucker

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Zubereitung Hefeteig
Für den Hefeteig Mehl in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Mulde , die Hefe hineinbröseln, 1 TL des Zuckers darüber geben, Rest des Zuckers auf den Mehlrand geben. Etwas von der lauwarmen Buttermilch mit der Hefe verrühren und auflösen. Restliche Butter Milch, Ei, Salz und weiche Butter in die Schüssel geben und alles zu einem homogenen Teig verkneten. Ab in den beleuchteten Backofen (das kennt ihr ja schon) und etwa 1 Stunde gehen lassen. Nach einer Stunde den Teig in 7 gleichschwere Stücke teilen.

Zubereitung Waldbeertörtchen
3 der Hefeteigstücke dünn zu einem Kreis ausrollen und in Tarte-Förmchen mit 10 cm Durchmesser platzieren. Ei, Zucker und gemahlene Mandeln so lange mit dem Handrührer verrühren, bis eine helle cremige Masse entstanden ist. Je 3 EL Waldbeeren in die Törtchen geben, 3 EL der Zucker -Ei-Mandel-Masse darüber geben und bei 175 °C 35 bis 40 Minuten backen. Wenn die Oberfläche zu dunkel wird, mit Backpapier abdecken.

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Zubereitung Stromboli
Hefeteig zu länglichenTeigstücken ausrollen. Die Waldbeeren mit der Speisestärke und dem Zucker mischen. Je 2 – 3 EL Waldbeeren in die Mitte des Teigrechtecks geben. Die Seiten des Teigstücks mit einer Schere einschneiden.  Die Teigenden über die Waldbeeren klappen und die Teigstreifen ebenfalls über die Waldbeeren legen. Am besten stellt ihr die Stromboli schon auf Backpapier fertig, damit es keine „Transportschäden“ gibt. Nun bei 175 °C 35 Minuten backen, bis die Stromboli durch gebacken und goldbraun sind.

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Nach dem Backen die Törtchen und Stromboli mit Puderzucker bestreuen und mit geschlagener Vanillestange servieren.

Aus den noch nicht verarbeiteten  Waldbeeren habe ich noch zwei Gläser Marmelade gemacht. Ich freue mich schon aufs Frühstück!

There’s Whiskey in the Jar

Morgen feiert ein mir bekannter Kuchenliebhaber Geburtstag. Klar, dass mich da der Gedanke umtreibt, mit welchem Kuchen ich ihm denn wohl eine Freude machen könnte.

Das Geburtstagskind ist anglophil und trinkt gern Whiskey. Deshalb soll es ein Kuchen mit Whiskey werden. Und da Whiskey und Schokolade so gut zusammen passen, wie anglophil und Whiskey, werde ich mich wohl für einen Schoko-Whiskey-Kuchen entscheiden. Mmmhhh, saftig und schokoladig soll er sein! Ich kann ihn fast schon schmecken. ????????????????????????????????????Offensichtlich hat mein Unterbewusstsein nach diesem Entschluss noch weiter gearbeitet, denn ich bemerke, dass ich den Refrain des Dubliner Songs „There’s whiskey in the jar“ vor mich hin summe. Und im Keller stehen noch Einfachgläser…

in die der Kuchen perfekt passen würde. Falls das Geburtstagskind, den Kuchen nicht sofort essen möchte, bleibt er in so einem Glas auch ein paar Tage frisch

Whiskeykuchen 6Hier kommt mein Rezept für „Whiskey in the jar“:
100 g Butter, 100 g Zartbitterschokolade, mindestens 70 % Kakaoanteil,, 170 g Mehl, 30 g Speisestärke, 2 EL Kakao, 1/2 Backpulver, 1/2 TL Natron, 2 Eier, 150 g brauner Zucker,  2 EL Joghurt,  80 ml Whiskey

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Ofen auf 175 °C Umluft vorheizen. Butter und Schokolade im Wasserbad schmelzen. Mehl, Stärke, Kakao, Backpulver und Natron mischen. Die Eier mit dem Zucker so lange verrühren, bis der Zucker aufgelöst und die Masse schön schaumig ist. Dann den Joghurt dazu geben und verrühren. Nun kommt das geschmolzene Butter-Schokoladengemisch abwechselnd mit dem Mehrgemisch und dem Whiskey unter die Zucker-Ei-Masse. Alles gut vermischen und dann in gefettete und mit Kakao ausgestäubte Einmachgläser füllen. Gläser immer nur zu maximal zwei Dritteln füllen. Dann kommen die Gläser für ungefähr 35 – 40 Minuten in den Ofen. Die Stäbchenprobe sagt euch, ob der Teig gut ist.

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Wer es gerne nussig und noch schokoladiger mag, streut vor dem Backen noch gehackte Nüsse und dicke Schokostückchen auf den Teig. Kuchen in den Gläsern etwas abkühlen lassen und dann verschließen.

DSC_0037Happy birthday!

Variante:
Wenn ihr den Kuchen nicht im Einmachglas sondern in einer 22er Springform oder als Muffins backt, könnt ihr  vor dem Servieren noch mit einem Topping obenauf geben. Hierzu 50 g weißer Schokolade schmelzen,100 g Frischkäse mit 40 g Puderzucker verrühren, 1 EL saure Sahne darunter mischen, dann die geschmolzene Schokolade unterrühren und auf die Kuchen spritzen oder streichen.

Bitte beachtet, dass sich die Backzeit, wenn ihr den Teig zu Muffins verbackt auf 20 – 25 Minuten verkürzt!

Schnelle Pasta mit Zucchini-Nudeln

Vor einigen Wochen habe ich im Vorbeigehen ein Küchengerät erstanden, mit dem man Gemüsenudeln machen kann. Das Gerät soll wie ein Anspitzter funktionieren. Bis heute hatte ich noch keine Gelegenheit, meine Neuanschaffung auszuprobieren.

In meinem Kühlschrank liegt noch ein mittelgroßer Zucchini. Den könnte ich doch heute mal in Nudeln verwandeln. Ich bin gespannt, ob und wie das funktioniert. Nun ist so ein mittelgroßer Zucchino für zwei Personen mengenmäßig sehr übersichtlich. Aber wenn ich Pasta, Sahne und Parmesan mit den Zucchini-Nudeln kombiniere, werden wir sicher davon satt.

Vom Spontanmenü am Freitag ist noch etwas von dem Ofengemüse übrig und Pesto steht auch noch im Kühlschrank. Daraus wird auf geröstetem Brot dann flugs auch noch eine Vorspeise. Damit sollte es mit dem Sattwerden auf jeden Fall klappen.

DSC_0084 kleinZutaten für Zucchini-Pasta
1 mittelgroßer Zucchino, 1große Zwiebel, fein gewürfelt, 1 Knoblauchzehe, gehackt, 2 El Olivenöl, 200 g Cappellini, 100 ml Sahne oder auch etwas mehr, 2 El frisch geriebenen Parmesan, Salz , Pfeffer, Chili aus der Mühle, etwas Zitronensaft und gehackte Petersilie.

Zubereitung
Zucchini waschen und mit dem Spiralschneider zu Nudeln schneiden. Das funktioniert prima. Ich habe die Schale dran gelassen, weil ich finde, dass es hübscher aussieht und die Schale wirklich nicht stört.

Zunächst das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Knoblauch und Zwiebeln zufügen und glasig dünsten. Gleichzeitig das Wasser für die Pasta zum Kochen bringen. Wenn der Pfanneinhalt glasig ist, die Zucchini-Spiralen mit in die Pfanne geben. Hitze erhöhen und die Zucchini-Spiralen kurz anbraten. Cappellini ins kochende Salzwasser geben und al dente kochen. Da die Cappellini sehr dünn sind, brauchen sie nur 3 Minuten. Sind die Nudeln al dente, abgießen und dabei etwas Kochwasser auffangen. Jetzt kann auch die Sahne zu den Zucchini in die Pfanne gegeben und der Parmesan eingerührt werden. Die abgetropften Cappellini zur Zucchini-Sahne-Mischung geben, falls nötig, das Gericht mit etwas Nudelwasser verdünnen. Alles mit Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Chili aus der Mühle frisch und herzhaft abschmecken. Mit gehackter Petersilie bestreuen und ab damit auf den Tisch! Wer’s mag, streut noch etwas Parmesan über die Pasta. Und ein Glas gut gekühlter Weißwein dazu kann auch nicht schaden!

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Das ist wirklich ein superschnelles Essen, und macht auf leckere Weise satt und glücklich!

 

„Spontanes“ Sommermenü

Seit vielen, vielen Wochen will ich  mit einem lieben Freund kochen. Leider scheitern wir immer an der Terminfrage… Dann haben wir uns in dieser Woche auf der Straße, also schon auf dem Bürgersteig, getroffen und uns tatsächlich für heute zum Kochen verabredet. Wie schön, manchmal ist es so einfach!

Wir haben dann auf dem Bürgersteig stehend auch gleich ein kurzes Brainstorming veranstaltet und waren uns sehr schnell einig, dass es zur Vorspeise ein Zitronenrisotto mit gebratenem Zander, zum Hauptgang ein Steak mit mediterranem Gemüse und zum Nachtisch etwas mit Beeren geben sollte.

Und dann hat heute auch noch der Sommer begonnen! Die Sonne scheint, nur wenige Wölkchen verdecken manchmal für ein paar Minuten die Sonne, es ist warm. Gleich kommen unsere Gäste und das Essen verspricht einen leckeren Abend.

Hier ist die Einkaufsliste für unser Sommermenü

Für das Zitronenrisotto
300 g Risottoreis (ich nehme am liebsten Carnaroli), 2 kleine Schalotten, feingewürfelt, 1 kleine Knoblauchzehe, gehackt, 50 ml Weißwein, etwa 1 l Gemüse- oder Geflügelfond oder -brühe, 50 g Butter in Flöckchen, 50 g Parmesan, gerieben, Saft und Abrieb von 1 Zitrone, Salz und Pfeffer zum Abschmecken, 4 Zanderfilets mit Haut, etwas gehackte Petersilie, falls gewünscht.

Für das mediterrane Gemüse
2 Zucchini, wenn ihr bekommt je einen in gelb und in grün, 2 Auberginen,  je 1 rote und orange Paprikaschote, 2 Zwiebeln, 250 g Champignons, 500 g Kirschtomaten,1 Zweig Rosmarin, einige Zweige Thymian, Salz, Pfeffer und etwas Balsamico zum Abschmecken (kann, muss aber nicht).

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Zitronenrisotto

Das Risotto soll durch eine Zitronenmarmelade zum Zitonenrisotto werden. Das habe ich im www einmal gelesen. Da ich die Seite leider nicht wiederfinden konnte, habe ich mich dazu entschlossen, die Zitronenmarmelade wie folgt zu machen: Saft und Abrieb von einer Zitrone mit 3 EL Weißwein und 60 g Zucker vermischen und auf die Hälfte einkochen lassen. Ich war zufrieden.

So, jetzt ist mein lieber Freund eingetrudelt und wir machen uns an die Arbeit. Zunächst werden für das Risotto die Schalotte feingewürfelt, die Knoblauchzehe feingehackt, der Parmesan gerieben und der Geflügelfond erhitzt.

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Die Zwiebel und der Knoblauch werden in einer Mischung aus Olivenöl und Butter angeschwitzt, dann kommt der Risottoreis dazu. Unter Rühren mit andünsten, bis alle Reiskörner von Fett überzogen sind. Den Weißwein angießen, unter Rühren einkochen lassen, den Reis mit Fond aufgießen bis er bedeckt ist und das Risotto unter Rühren garen. Immer wenn der Reis die Flüssigkeit aufgenommen hat, eine weitere Kelle Fond zugießen. Nach etwa 20 Minuten ist das Risotto fertig, d.h. es ist schön cremig und macht „la onda“, der Reis hat aber noch Biss. Jetzt kommt die Zitronenmarmelade ans Risotto. Herr A. und ich, die wir noch nie ein Risotto mit Marmelade gegessen haben, sind sehr gespannt…. und sehr begeistert: es schmeckt köstlich! Dann wird der Parmesan und die Butter unter das Risotto gerüht. Nach etwa einer Minute Ruhezeit kann das Risotto auf den Teller.

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Weil ich heute nicht rühren muss, konnte ich mich in der Zwischenzeit um den Zander kümmern. DIe Zanderfilets waschen, trocken tupfen und in Olivenöl auf der Hautseite 2 Minuten bei mittlerer Hitze braten, umdrehen, Herdplatte ausschalten und die Filets noch eine Minute nachziehen lassen und mit Salz (ich habe Zitronensalz genommen) und Pfeffer würzen. Auf dem Zitronenrisotto anrichten und mit etwas Petersilie bestreut servieren.

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Noch während Herr A. und ich beim Schnippeln sind, kommt eine weitere Küchenfee dazu und hilft, die Gemüse und Tomanten für das mediterrane Gemüse in die richtige Form zu bringen. Jetzt ist aber wirklich erst einmal Zeit für einen Aperol Spritz und etwas „Küchenklatsch“. Auch mein Mann, der dem Kochen so gar nichts abgewinnen kann, außer dem Ergebnis, stößt mit uns auf den Sommer an.

Mediterranes Gemüse
Alle Gemüse werden in nicht zu kleine Stücke geteilt, die Zwiebel in Spalten und die Knofizehe in Scheiben geschnitten. Die Kirschtomaten haben wir halbiert und mit der Schnittseite nach oben in eine Auflaufform gelegt. Bevor das Gemüse mit Rosmarin und Thymian auf einem Backblech für 45 Minuten bei 170 °C in den Backofen kommt, wird es in einer Schüssel mit Olivenöl vermischt und auf dem Blech liegend noch mit Salz und Pfeffer bestreut. Nach einer Viertelstunde wandern die Tomaten auf einen Rost unter das Blech mit dem Gemüse in den Ofen.

DSC_0038Das Gemüse ist seit etwa einer halben Stunde im Ofen, die Tomaten schmoren seit 15 MInuten. Nun ist Zeit die T-Bone-Steaks anzubraten. Einfach bei ziemlich großer Hitze auf beiden Seiten 2 Minuten braten und dann auf einigen Rosmarinzweigen, in Scheiben geschnittener Knoblauchknolle und Zitronenscheiben für eine Viertelstunde in den Ofen. Die Temperatur reduziere ich jetzt auf 140 °C.

DSC_0054Das Gemüse ist fertig. Ich entferne die Kräuterzweige und gebe das Gemüse in eine große Schüssel. Oh, wie das duftet. Die Tomaten gesellen sich dazu, ich vermische alles sorgfältig aber behutsam und schmecke das Gemüse mit Salz und Pfeffer und einem winzinges Schlückchen Balsamico ab. Noch etwas Olivenöl darüberträufeln und fertig ist die sommerliche Köstlichkeit.

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Die Steaks sollten nun eigentlich medium sein. Ich hole sie aus dem Ofen, löse den Knochen aus und schneide sie in Scheiben. Und… sie sind genauso wie wir uns das vorgestellt haben.

Dessert
Tja, zum Nachtisch sollte es ja etwas mit Beeren geben.
Dazu habe ich beim Obsthändler meines Vertrauens Erdbeeren, Blaubeeren, Brombeeren und Himbeeren gekauft. Ich fand es dann doch zu schade, die bildschönen Früchte zu Püree oder Eis oder so zu verarbeiten. Daher haben wir sie geputzt, die Erdbeeren halbiert und mit etwas Orangenlikör mariniert und uns dazu entschlossen, sie mit einer Zabbaione zu essen.

DSC_0132Die Zabbaione ist fix gemacht: 2 Eier mit 2 Eierschalhälften Marsala und 2 EL Puderzucker in eine Schüssel geben, diese über einen Topf mit heißem Wasser hängen und so lange schlagen, bis die Masse zu einem cremigen, lockerem Schaum geworden ist. Wenn man dazu einen Handmixer nimmt – ich tue das und schäme mich nicht – geht das ruck zuck.  Die Zabbaione über die marinierten Früchte geben. Einfach und nur köstlich!

Ich wünsche uns, dass der Sommer bleibt!

Tarte au citron im Miniformat

Beim Stöbern im Internet bin ich kürzlich auf die Seite Das Knusperstübchen von Sarah und auf ihren Knuspersommer-Event gestoßen. In diesem Jahr lautet das Motto „zitronig beerig“. Bei „zitronig“ muss ich sofort an meine kleinen Tartes aux citrons  denken. Die würden prima zum Knuspersommer passen, wenn ich sie mit Beeren toppe.

Ob ich damit teilnehmen soll? Mein eigener Blog ist noch jung, bei einem Event war  ich noch nie dabei…

Kurz überlegt, und ich bin sicher: das soll sich ändern!

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© Herdanziehungskraft.Lefering

Hier ist mein Rezept für 24 zitronige Mini-Tartes im Knuspersommer

Zutaten für den Teig
100 g blanchierte gemahlene Mandeln, 120 g Mehl, 50 g Puderzucker, 2 Eigelb, 90 g Butter und natürlich 1 Prise Salz.

Zutaten für die Füllung
100 ml Zitronensaft, geriebene Schale einer unbehandelten Zitrone, 60 ml Wasser, 75 g Puderzucker, 2 Eigelb und 20 g Butter sowie etwas Puderzucker zum Bestäuben. Beeren, Minzblättchen, Blättchen von Zitronenmelisse, Zitronenstückchen zum Belegen.

Zubereitung
Aus Mehl, Mandeln, Puderzucker, Eigelb, der Butter und der Prise Salz einen glatten Teig kneten und im Kühlschrank 1 Stunde kaltstellen. Den gekühlten Teig in 24 gleich schwere Portionen teilen und die Mulden einer Mini-Muffin-Form damit auskleiden. Jetzt kommen die Tartes bei 175 °C Umluft für 15 bis 20 Minuten in den Ofen bis sie goldbraun und knusprig sind. Kurz in der Form abkühlen lassen, vorsichtig aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter ganz erkalten lassen.

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© Herdanziehungskraft.Lefering

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© Herdanziehungskraft.Lefering

Nun kommen die Zutaten für die Füllung in einem Topf und werden bei mittlerer Hitze unter Rühren erwärmt. Bitte lasst dabei Vorsicht walten, die Masse darf nicht kochen, sonst gerinnt das Eigelb. Und  immer schön rühren, damit die Masse sich nicht am Topfboden festsetzen kann. Und immer noch weiter rühren, bis das Eigelb abbindet und die Füllung schön cremig wird. Bevor die Creme in die Törtchen kommt, bestäube ich die Ränder der Törtchen mit Puderzucker. Damit die Zitronencreme ohne großes Kleckern in die knusprig goldbraunen Törtchen gelangt, benutze ich ein Milchkännchen.

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© Herdanziehungskraft.Lefering

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© Herdanziehungskraft.Lefering

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© Herdanziehungskraft.Lefering

Einen Teil der Tartes belege ich mit Zitronenstückchen. Die bereite ich wie folgt vor:
100 g Zucker in 100 ml Wasser auflösen und zum Kochen bringen. Zitronenstückchen einige Minuten im Sirup köcheln, auf ein Blech geben und abkühlen lassen.

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© Herdanziehungskraft.Lefering

Die Tartes aux Citrons nach dem Erkalten mit Blaubeeren, Himbeeren oder mit in Zuckersirup gedünsteten Zitronensegmenten belegen und mit Minze oder Zitronenmelisse aufhübschen.

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© Herdanziehungskraft.Lefering

Die Creme in den Törtchen erinnert mich an den Zitronenpudding, den meine Mutter früher immer gekocht hat. Auch der wurde mit frisch gepressten Zitronensaft gemacht und machte, dass es in den Wangen so schön prickelte. Bis heute gibt es für dieses Prickeln in unserer Familie den Ausdruck „Musik in den Backen“.

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©Herdanziehungskraft.Lefering

Aber die kleinen Tartes aux citrons machen mehr als nur Musik in den Backen, ich finde, sie machen auch Sommer!

 

Mehr Infos zum Knuspersommer gibt’s hier. Ich freue mich, dass ich dabei sein kann!

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