Currywurst

Am Wochenende war ich beim  Herbert Grönemeyer-Konzert auf Schalke. Es war ein toller Abend. Grönemeyer hat alles, aber wirklich alles,  gesungen, gespielt und gegeben!

Eines meiner liebsten Lieder von Grönemeyer ist „Currywurst“. Ich mag es deshalb sehr, weil Grönemeyer hierin die besondere Sprachfärbung des Ruhrgebietes auf eine wunderbare Art aufnimmt und musikalisch verarbeitet. „Currywurst“ erinnert mich sprachlich an zu Hause und hat im wahrsten Sinne des Wortes heimatliche Klänge. Ich komme aus einer kleinen Kreisstadt im südlichen Münsterland, quasi an der Grenze zum Ruhrgebiet. Auch bei uns kriegt man anne Pommesbude umme Ecke Currywurst, die durchaus mit einer Ruhrpott-Currywurst konkurrieren kann.

Currywurst

Mmmhhhh lecker! Currywurst auf Schalke

Und da sitze bzw. stehe ich also so in der Schalke-Arena und mir fällt plötzlich ein, dass  ja bald, ganz bald, die die Fußball-EM beginnt. (Das muss wohl an der Umgebung liegen.) Wir sehen uns, zumindest die Spiele der deutschen Mannschaft, immer gemeinsam mit Freunden an. Spricht eigentlich etwas dagegen, aus einer ordentlichen Stadionwurst, die zu einem anständigen Fußballspiel zweifelsohne unbedingt dazu gehört, eine Stadion-Currywurst zu machen?

Ich finde nein!

Deshalb wird es während der EM bei uns neben  Stadionwurst mit Brötchen auch Stadion-Currywurst geben. Die Sauce dazu koche ich nach folgendem Rezept. Danke an Knobi, unseren Freund aus der kleinen Kreisstadt im südlichen Münsterland, der mir verraten hat, welche Geheimzutat seine „Körrisosse“ so unglaublich lecker macht.

Zutaten für die Currysauce
150 g getrocknete Pflaumen, 1 Zwiebel,  1 großer Apfel, geschält und in grobe Stücke geschnitten, Cola, milder Essig,  ca. 800 ml passierte Tomaten, 2 EL gelbe Currypaste (wenn’s etwas schärfer sein soll gern auch rote Currypaste), 2 EL Currypulver, Salz, Pfeffer, 2 EL brauner Zucker. 1 EL Paprika rosenscharf, 1 getrocknete Chilischote, ggf. Chiliflocken,

Zunächst die Pflaumen gerade eben mit Wasser bedeckt ca. 4 Stunden einweichen. Pflaumen abgießen, Wasser auffangen und mit Cola auf 500 ml auffüllen. Zwiebel schälen in mittelgroße Würfel schneiden und zusammen mit den Pflaumen und den Apfelstücken zum Cola-Wassergemisch geben, 40 Minuten bei mittlerer Hitze kochen und anschließend pürieren. Jetzt die passierten Tomaten, 3 EL milden Weißweinessig, braunen Zucker, Salz und Pfeffer zugeben und aufkochen. Wenn die Masse leise köchelt, Currypaste, Currypulver, Paprika und die zerriebene Chilischote einrühren und weitere 30 Minuten köcheln. Wenn die Masse zu sehr eindickt, einfach mit etwas Wasser verdünnen und bitte zwischendurch  immer wieder durchrühren, die Sauce brennt leicht an.

Am Ende der Kochzeit  müsst ihr ggf. geschmacklich noch nachsteuern. Eine genaue Mengenangabe bei den Gewürzen, auch beim Essig, ist schwierig. Wenn die Abschlusswürzung vollzogen ist, püriere ich die Sauce erneut, fülle sie heiß in vorbereitete Flaschen und verschließe diese sofort. So habe immer einen Vorrat (auch für die EM) und kann Currywurst essen, wann ich will.

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Viel Spaß bei der Fußball-EM, wenn’s dann soweit ist!

 

 

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Rote-Beete-Chutney

Kennt ihr das? Da hat man für ein Gericht eingekauft und dann bleibt eine kleine Menge von einer Zutat übrig. Bei mir war es eine Rote Bete Knolle. Daraus lässt sich ja immer ein Rohkostsalat machen, aber mir war nach etwas anderem. Wie zufällig begegnet mir in einer Kochzeitschrift ein Rezept für ein Chutney. Das war genau die Idee, nach der ich gesucht habe.

Chutney
250 g Rote Bete, 100 g rote Zwiebel, 40 g frischer Ingwer, 150 g Cranberries, 1 großer Apfel, 200 ml Traubensaft, 1 EL Senfkörner, 50 g brauner Zucker, 5 EL Rotweinessig, Salz Pfeffer, 50 g frisch geriebener Meerrettich

Rote Bete in Salzwasser etwa 40 Minuten kochen, abschrecken, pellen und in Würfel schneiden. Zwiebel und Ingwer ebenfalls klein würfeln, Apfel in gröbere Stücke schneiden. Zucker in einem Topf hellbraun karamellisieren. Rote Beete-, Zwiebel-, Ingwer-, Apfelwürfel und Cranberries zugeben und mit dem Rotweinessig ablöschen. , Traubensaft und Senfkörner zufügen und alles bei milder Hitze 40 Minuten einkochen lassen. Danach mit frisch geriebenem Meerretich, Salz und Pfeffer abschmecken und entweder abkühlen lassen und probieren oder noch heiß in Gläser abfüllen. Dann lässt sich das Chutney sicher einige Wochen aufbewahren.

Wir haben es sofort, also schon nach dem Kaltwerden, mit Ziegenfrischkäse und Brot gegessen. Ricotta, die mit Salz, Pfeffer und Zitrone abgeschmeckt wurde, schmeckt ebenfalls toll zum Rote-Bete-Chutney. Eine wunderbare Resteverwertung.

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Sonntagsbrötchen, die eigentlich Montagsbrötchen sind

Bei uns muss man sich ja um sein Sonntagsbrötchen nicht ernsthaft Sorgen machen. Die Bäckereien versorgen uns tagtäglich mit vielen verschiedenen Sorten bestens, und das auch sonntags. Es gibt in der Tat nur wenige Tage im Jahr, an denen keine frischen Brötchen zu haben sind.  Bei uns war das Pfingstmontag der Fall. (Aber an Pfingstmontag können doch Sonntagsbrötchen… egal, auf jeden Fall gab es keine Brötchen).

Ich finde aber, zu einem Feiertagsfrühstück gehören Brötchen unbedingt dazu, und deshalb habe ich die Schürze umgebunden.

Zutaten für  6 Brötchen
250 g Mehl, 125 ml lauwarme Milch, 12 g frische Hefe, 2 Prisen Zucker, 1/2 TL Salz und 30 g weiche Butter.

Mehl in eine Schüssel geben, eine Mulde in die Mitte drücken und Hefe hineinbröseln. Den Zucker über die Hefe geben, Hefe mit etwas Milch verrühren und darin auflösen. Nun das Salz auf den Mehlrand geben, die restliche Milch zum Hefeansatz geben und mit dem Mehl verkneten, dabei die weiche Butter unterarbeiten. Die Schüssel mit einem Tuch abdecken und an einem warmen Ort mindestens 30 Minuten gehen lassen. Das Volumen sollte sich nach der Ruhezeit etwa verdoppelt haben.

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Danach den Teig kurz durchkneten, in 6 gleichschwere Portionen teilen und Brötchen daraus formen.

Am Feiertag darf’s schon etwas Besonderes sein. Deshalb habe ich verschiedene Brötchen aus jeweils einem Teigstrang geformt: Schnecken und Knoten und Zöpfe.

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Die Brötchen dann noch einmal 20 Minuten gehen lassen, mit Milch bestreichen und bei 175 °C in den vorgeheizten Ofen schieben.
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Nach etwa 25 Minuten sind die Brötchen fertig. Mir haben sie mit Butter und Honig bestens geschmeckt.

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Was Leckeres zum Start ins Wochenende

An Freitagabenden habe ich häufig das Bedürfnis, das Wochenende mit etwas Leckerem einzuläuten. Allerdings sollte es nicht den halben Abend dauern,  bis das Leckere dann auch fertig ist. Ich finde immer, da ist Pizza wunderbar geeignet: eine Basis aus Teig (den ich vorbereiten kann, wann immer ich am Freitag  Zeit habe) und dann hat man alle Möglichkeiten, die Gemüsefach, Kühl- und Vorratsschrank bieten.

Meine angegebenen Mengen passen gut in 2 Personen.

Hefeteig
250 g Mehl, 10 g Hefe,  1/2 TL Zucker als Futter für die Hefe, 1/2 TSalz, ca. 1/8l lauwarmes Wasser und 2 EL Olivenöl.

Mehl in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken, Hefe hineinbröseln, Zucker darüber streuen, etwas Wasser zugeben und Hefe in der Mulde auflösen und den Vorteig 15 min gehen lassen. (Wenn’s schnell gehen soll, überspringe ich diesen Schritt auch schon mal…)  Salz und Olivenöl am Topfrand auf das Mehl geben, Wasser nach und nach zufügen und alles zu einem geschmeidigen Teig kneten, der ruhig etwas feucht sein darf.  Jetzt ruht der Teig für mindestens 30 Minuten, lieber länger, an einem warmen Ort.

Tomatensauce
1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, Olivenöl, 2 Dosen gehackte Tomaten, Salz , Pfeffer, Oregano (frisch oder getrocknet), Zucker, Balsamicoessig

Die Zwiebel und den Knoblauch schälen und sehr fein würfeln. In Olivenöl glasig dünsten. Inzwischen die gehackten Tomaten kurz abtropfen lassen, dann zur Zwiebel und zum Knoblauch geben. Mit Salz und Pfeffer würzen, falls ihr getrockneten Oregano verwendet, diesen jetzt zufügen und das Ganze so lange auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis eine streichfähige Paste entstandenen ist. Mit Zucker, Essig, Salz und Pfeffer abschmecken und ggf. noch frischen gehackten Oregano zugeben.

Pizzabelag
Bei mir kommt auf die Pizza, was der Kühlschrank und Vorratsschrank so bieten: Sardellen, Schinken, Salami, Pilz, Zucchini, Paprika, frische Tomaten, auch schon mal Rauke (die aber erst nach dem Backen) und natürlich Mozzarella. Mengenangaben finde ich dabei schwierig…

Ich brate die Zutaten für meinen Pizzabelag immer kurz in der Pfanne kräftig an. Ich finde, Pilze, Paprika, Zucchini, oder was auch immer für Gemüse auf die Pizza kommt, schmeckt nach kurzem Kontakt mit heißem (mit Knoblauch gewürztem) Olivenöl einfach besser. Den Pizzabelag jetzt noch mit Salz und Pfeffer abschmecken und dann kann auch schon der Teig ausgerollt werden.

Wenn der Teig dünn auf dem Blech liegt, Tomatensauce aufstreichen und Teig nach Geschmack belegen. Nun kommt noch der in Scheiben geschnittene Mozzarelle obenauf. Ich gebe zum Schluss noch Olivenöl über die Pizza und schiebe sie in den 250 °C heißen Ofen, der fürs Pizzabacken auf Ober- und Unterhitze eingestellt ist. Jetzt dauert es etwa 12 Minuten, bevor die Pizza zusammen mit einem Rotwein auf den Tisch kommen kann. Schönes Wochenende!

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Herzhafter Geburtstagskuchen

Kurzmitteilung

Zum Geburtstag einer guten Freundin habe ich die herzhafte Tarte, die die Titelseite der Zeitschrift „Lust auf Genuss“ April 2016 ziert, nachgebacken. Der Quarkteig war gefüllt mit einer Ricotta-Ei-Parmesan-Creme, darauf tummelte sich ein Salat aus Wildkräutern, Wachteleiern, Radieschen, grünem Spargel  und Blüten. Ein fröhlicher Kuchen für einen fröhlichen Anlass!

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Lissy’s Geburtstagskuchen