Der Frühling kommt… mit Erdbeeren

Gestern Morgen  auf dem Wochenmarkt konnte ich den Frühling tatsächlich riechen, obwohl es, wie häufig in Aachen, regnete und nicht besonders warm war.  An meinem Lieblingsmarktstand gab es Erdbeeren, die so dufteten, dass ich gar nicht anders konnte, als mir zwei Schalen einpacken zu lassen. Noch auf dem Weg nach Hause war ich sicher, heute gibt es Erdbeertörtchen. Ich mag es unkompliziert; deshalb kommt zwischen die Tartelettes und die Erdbeeren eine zitronige Quarkcreme.

Für den Teig
120 g Mandeln, 100 g Mehl, 50 g Puderzucker, 2 Eigelb, 90 g Butter und 1 Prise Salz verkneifen und im Kühlschrank 1 Stunde (oder mehr, wie’s gerade passt) kühlen.

Inzwischen 500 g Erdbeeren waschen und putzen. Backofen auf 175 C Umluft vorheizen.

Für die Creme
200 g Quark (ich nehme Magerquark, aber es geht natürlich auch mit Sahnequark oder Quark mit 20% Fett i.Tr.), Puderzucker nach Geschmack, 1TL abgeriebene Zitronenschale und 2 EL Zitronensaft verrühren. 100 ml Sahne steif schlagen und unter die Quarkmasse heben. Vielleicht müsst ihr den Geschmack der Creme jetzt noch an euren Gaumen anpassen… Für meinen Geschmack darf die Quarcreme lustig-süß-sauer oder auch sauer-lustig-süß sein.

Inzwischen ist der Teig gut durchgekühlt und kann weiter verarbeitet werden. Teig 3 mm dick ausrollen und Tartelettesförmchen, am besten mit herausnehmbaren Boden, damit auslegen. Förmchen vorher gut einbuttern. Teig in den Förmchen mit Backpapier auslegen und Hülsenfrüchte einfüllen und die Tartelettes 15 Minuten, ggf. etwas länger, backen. Wenn die Tartelettes goldbraun sind, Förmchen aus dem Ofen nehmen, Hülsenfrüchte und Backpapier entfernen, kurz abkühlen lassen und aus den Förmchen lösen. Dann auf einem Kuchenrost völlig auskühlen lassen.

Kurz bevor der Kaffee fertig ist, die Tartelettes mit der Quarcreme füllen und die Erdbeeren, die zuvor mit Puderzucker bestäubt werden, auf der Quarkcreme anrichten. Lasst es euch schmecken!

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… noch mehr Rhabarber

Ich koche und backe gern mit Obst und Gemüse, das gerade Saison hat. Deshalb gibt es jetzt in der Rhabarbersaison fast ausschließlich Kuchen mit Rhabarber. Okay, manchmal auch mit Erdbeeren. Sonst müsste man ja noch lange darauf verzichten. Ich bemühe mich dabei immer gern um Abwechselung. Es soll ja schließlich für die, die mitessen, nicht langweilig werden. Heute gibt es deshalb Rhabarber mal in Windbeuteln, die ich wirklich schon ewig nicht mehr gebacken habe.

Für die Windbeutel
30 g Butter, 75 g Mehl, 2 Eier, 1 Prise Salz, 125 ml Wasser

Für das Rhabarberkompott
500 g Rhabarber, 3 EL brauner Zucker, Saft von 1 Orange, 1TL Stärke

Für die Quarkcreme
125 g Magerquark, 100 ml Sahne, 30 g Puderzucker, Saft von 1 Orange, abgeriebene Orangenschale (nach Geschmack)

Wasser, Butter, und Salz aufkochen. Mehl dazugeben und mit einem Holzlöffel so lange rühren bis sich der Teig als Kloß vom Topfboden löst und der Topfboden von einer weißen Schicht überzogen ist. Dann den Topf vom Herd nehmen, die Masse etwas abkühlen lassen und die Eier nacheinander unterrühren. Das zweite Ei sollte erst dann untergerührt werden, wenn der Teig das erste Ei vollkommen aufgenommen hat. Dann mit zwei Teelöffel 8 kleine Häufchen formen und auf das Backblech setzen. Bei 200 C Umluft ca. 25 Minuten backen. Die Windbeutel sollten goldbraun sein  und appetitlich aussehen. Sofort auf ein Kuchen Gitter geben und auskühlen lassen

500 g Rhabarber, 3 EL brauner Zucker, Saft von 1 Orange, 1TL Stärke

Rhabarber waschen und putzen. Zucker in einem Topf oder einer Pfanne schmelzen und karamellisieren. Mit Orangensaft ablöschen und so lange kochen, bis sich der Zucker wieder gelöst hat. Dann den Rhabarber zugeben und 5 Minuten bei schwacher Hitze garen. Rhabarber aus dem Sud heben, die Speisestärke mit etwas Wasser anrühren in den Rhabarbersud einrühren und kochen, bis der Sud gut gebunden ist. Wenn der Sud abgekühlt ist, den Rhabarber unterheben.

Für die Quarkcreme den Quark mit dem Puderzucker, dem Orangensaft und der abgeriebenen Orangenschale verrühren. Beim Zugeben des Saftes darauf achten, dass die Creme nicht zu flüssig wird. Nun noch die steif geschlagene Sahne unterheben, fertig!

Kurz vorm Servieren die Windbeutel aufschneiden (ich habe  dazu eine Küchenschere benutzt, das ging prima.) und die oberen Hälften mit Puderzucker bestäuben. Zuerst die Quarkcreme in die untere Hälfte füllen, das Rhabarberkompott darauf geben und mit dem Winbeutel-Oberteil zudecken. Und ab damit auf die Kaffeetafel!

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Wann gab es eigentlich zuletzt Pasta?

Das ist auf jeden Fall zu lange her, denn Pasta könnte ich jeden Tag essen.

Beim Wochenendeinkauf auf dem Markt sah ich gestern den ersten Spargel. Spargel hatte ich auch lange nicht mehr: was lag also näher, als Pasta mit Spargel zu kombinieren. Wenn dann zu Spargel und Pasta  noch Tomaten, Gemüse, Basilikum und ein paar  Hackbällchen  kommen, ist Italien gefühlt ziemlich nah.

Für 6 Personen braucht man

für die Polpette (wegen des Italien-Gefühls)
400 g Rinderhack
1 rote Chilischote, 20 g Pinienkerne, 20 g Kapern
15 g Parmesan oder Grana Pandano
1 Eigelb, 1 gehäuften EL Paniermehl, Salz und Pfeffer

für die Tomaten-Gemüsessauce
je 250 g grüner und weißer Spargel
1 Schalotte, 300 g Fenchel, 150 g Zucchini
100 g Pancetta oder ersatzweise durchwachsener Speck
2 Dosen à 425 ml gehackte Tomaten, 6 EL Olivenöl,
2 TL Tomatenmark, Zucker, schwarze Oliven nach Geschmack
150 g Kirschtomaten, 4 Stiele Basilikum

außerdem 500 g Linguine, Cappellini,  oder Spaghetti und natürlich Salz

Für die Polpette Chili , Pinienkerne und Kapern klein schneiden, bzw. hacken und den Käse fein reiben. Hack mit Chili, Pinienkernen, Kapern, Käse, dem Paniermehl, Eigelb und Salz und Pfeffer verkneten. 20 Bällchen formen und  erst einmal kalt stellen.

Für die Tomaten-Gemüsesauce den weißen Spargel ganz und beim grünen das untere Drittel schälen und die Enden abschneiden. Spargel in 4 cm große Stücke schneiden und in den weißen Spargel in kochendem Salzwasser 8 Minuten garen, nach 4 Minuten den grünen Spargel zugeben und mitgaren. Spargel abgießen, abschrecken, abtropfen und zur Seite stellen.

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Das restliche Gemüse putzen. Nun die Schalotte in feine Würfel und den Fenchel in feine Streifen schneiden. Zucchini längs vierteln und in 1 cm große Stücke und den Pancetta in Streifen schneiden.

5 EL Öl in einer großen Pfarre erhitzen und die Schalotten, den Fenchel und die Zucchini darin 3 Minuten dünsten. Tomatenmark unterrühren und kurz mitbraten. Jetzt die Dosentomaten zugeben, Dosen mit insgesamt 200 ml Wasser ausspülen, Wasser ebenfalls in die Pfanne geben und aufkochen. Mit Salz Pfeffer und 1 guten TL Zucker würzen und die Sauce bei kleiner Hitze etwa 30 Minuten köcheln lassen. Oliven abtropfen lassen, zusammen mit dem Spargel und den Kirschtomaten nach 20 Minuten zur Tomatensauce geben.

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Pancetta in restlichen Öl knusprig ausbraten und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Hackbällchen im Pancetta-Fett bei mittlerer Hitze von allen Seiten knusprig braun braten.

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Inzwischen die Nudeln in reichlich Salzwasser al dente kochen, tropfnass in die Sauce geben, Pancetta und Hackbällchen zugeben, alles mischen und in einer großen Schüssel anrichten. Mit klein gezupftem Basilikum und Pfeffer bestreuen und servieren. Wer möchte, gibt noch Parmesan auf die Nudeln.

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Wir haben die Nudeln abends zusammen mit Freunden gegessen. Da wir zu viert waren, blieb, trotz aller Anstrengung, ein Rest.  Um unseren „natürlichen“ Kühlschrank zu nutzen, habe ich die Schüssel mit  Folie abgedeckt und diese mit Gummiring fixiert auf den Balkontisch vor unserer Küche gestellt.

Am nächsten Morgen hatte sich – ich vermute – eines der Eichhörnchen, die in unserem Garten leben,  hieran gütlich getan. Es, oder vielleicht waren es auch mehrere Eichhörnchen, hatten die Folie aufgemacht und sämtliches Gemüse und die restlichen Polpette aus den Nudeln gefischt.  Die Nudeln selbst wurden nicht gewürdigt, sondern auf dem Balkon verstreut, bzw. hingen in den Ritzen unseres Tisches. Super!!!

Aber dafür, das vermute ich stark, hat das Eichhörnchen  jetzt bestimmt ganz schöne Muckis.

Pull-apart-Bread

Meine absolute Lieblingslektüre sind Kochzeitschriften, im Freundeskreis werden sie gerne auch  „Koch-Pornos“ genannt. Ich glaube, es vergeht kein Tag, an dem ich nicht zumindest einen Blick  in mindestens ein Exemplar werfe. Bei der Lektüre der neueren Ausgaben begegnen mir derzeit häufig besonders aussehende Gebilde mit dem Namen „Pull-apart-Bread“. Das besondere Aussehen hat mich seeehr neugierig gemacht. Heute habe ich dem  Drang, ein solches Brot nachzubacken, nachgegeben.

So sieht sah es aus….

2016_04_13 DSC_0035Und weil es mittwochs in unserem Büro immer eine gemeinsame Kaffeerunde gibt, habe ich das Pull-apart-Bread, das ich mit einer Zimtbutter gefüllt habe, hier eingespeist. Die Kollegen – und auch die Chefs – waren zufrieden!

Wenn Ihr das Brot nachbacken möchtet, benötigt ihr

für den Teig
1/2 Würfel Hefe
500 g Mehl
60 g Zucker
50 g Butter
150 ml Milch
2 Eier
1 Prise Salz

für die Füllung
150 g weiche Butter
2 TL Zimt
1 Prise Salz
100 g brauner Zucker

Zuerst wird die Hefe zerbröselt und mit etwas Zucker und wenig lauwarmer Milch verrührt, damit sie sich auflöst. Die Butter lasse ich in der restlichen Milch schmelzen und gebe sie mit der Hefe-Milch-Mischung zum Mehl, das ich mit dem übrigen Zucker und 1 Prise Salz vermischt habe. Die beiden Eier zugeben und alles so lange kneten, bis sich der Teig vom Schüsselrand löst. Jetzt muss der Teig nur noch aufgehen. Ich stelle ihn dazu in den beleuchteten Backofen. Die Wärme der Lampe unterstützt den Prozess.

In der Zwischenzeit vermische ich für die Füllung die weiche Butter mit dem Zimt und einer Prise Salz.

Nach einer knappen Stunde kann der Teig weiter verarbeitet werden. Teig nur kurz durchkneten und zu einem Quadrat von etwa 50 x 50 cm Größe ausrollen. Mit der vorbereiteten Zimtbutter bestreichen und den braunen Zucker, bis auf 1 EL, darüber streuen. Jetzt wird das Teigquadrat in 6 gleich breite Streifen geschnitten und immer 3 Streifen aufeinandergelegt. Dabei wird der obere Teigstreifen wird mit der Butterseite nach unten auf die Butterseite des zweiten Teigstreifens gelegt. Es sind zwei Teigstapel entstanden. Diese werden wiederum in je 6 Stücke geschnitten.

Eine Kastenkuchenform (meine ist 24 cm lang) senkrecht hinstellen und die Teigstücke von unten nach oben einschichten.

2016_04_13 DSC_0032Form in die Waagerechte bringen und das Pull-apart-Bread mit dem übrig gelassenen braunen Zucker bestreuen. Jetzt muss das Brot noch einmal 30 Minuten gehen. Dann kommt es bei 175 °C in den vorgeheizten Backofen. Ggf. müssst ihr die Form während des Backens abdecken, damit das Gebäck nicht verbrennt. Nach einer Viertelstunde vorsichtig aus der Form „stürzen“.

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Ich finde, das Pull-apart-Bread hält, was die „Koch-Pornos“ versprechen: sieht cool aus, und, was viel wichtiger ist, es schmeckt herrlich. Ich werde demnächst wohl auch einmal eine herzhafte Version backen und bin schon jetzt gespannt, wie die wohl schmeckt.

Ich lass‘ es euch wissen!

Sonntagmorgen

Es ist Sonntagmorgen, die Familie schläft  und ich habe Zeit. Es sind noch Buttermilch und Blaubeeren im Kühlschrank… daraus lassen sich zum Frühstück prima Blaubeerpfannkuchen machen!

2 Eier
4 EL geschmolzene Butter
175 g Mehl
je 1/2 TL Natron und Backpulver
1 EL Zucker, 1/2 TL Salz
Öl zum Braten

sind auch noch da,
ebenso die benötigten 225 – 250 ml Buttermilch
und Blaubeeren nach Geschmack.

Dann, nichts wie ran:

Die Eier, geschmolzene Butter und  etwa 200 ml Buttermilch verrühren; Mehl, Zucker, Backpulver und Natron, Zucker und Salz mischen und zur Flüssigkeit geben. Soviel Buttermilch zufügen, dass ein zähflüssiger Teig entsteht. Den Teig jetzt nicht zu lange stehen lassen, damit das Natron seine Triebkraft nicht verliert.

Wenig Öl in einer beschichteten Pfanne bei mittlerer Hitze nicht zu heiß werden lassen und ab mit dem Teig in die Pfanne und Blaubeeren nach Geschmack obenauf geben.

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Die Pfannkuchen braten, bis sie schön gebräunt sind, umdrehen und fertig backen und die kleinen dicken  Pfannkuchen im Backofen warm halten. Es duftet ziemlich gut und das ruft  sehr schnell die Familie an den Frühstückstisch. Ein leckerer und wunderbarer Start in den Sonntag!

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