Aus zwei mach eins – Zwillingsteig

Vor längerer Zeit bereits habe ich einmal einen Bäcker befragt, welche Basis eigentlich die in Aachen so beliebten Fläden haben. Der Teig der Fläden  ist irgendwie mürbe, aber nicht ganz so fest wie ein „normaler“ Mürbeteig. Gleichzeitig hat er feine Poren, fast wie ein Hefeteig. Er bleibt länger frisch als Hefeteig und weicht, gerade wenn viel Obst im Spiel ist, nicht durch, wie das bei Mürbeteig schon einmal passieren kann.

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

Die Antwort ist denkbar einfach: Reis- und Obstfläden und andere Obstkuchen auch werden mit Zwillingsteig hergestellt. Und das ist eine Mischung aus Mürbe- und Hefeteig. Am Wochenende habe mich an Zwillingsteig versucht… Das Ergebnis hat mich überzeugt. Der Teig verbindet in der Tat die positiven Eigenschaften beider Teigsorten miteinander. Ich habe eine Mischung im Verhältnis von etwa zwei Teilen Hefeteig zu einem Teil Mürbeteig gewählt. Ich kann mir aber vorstellen, dass je nach Belag auch andere Mischungsverhältnisse gut sind. Beim nächsten Mal würde ich einmal ein Verhältnis von 1:1 probieren. Die Teige werden zunächst separat hergestellt, gehen dann im Warmen, bzw. ruhen im Kalten und werden nach den Ruhephasen  miteinander verknetet.

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

Zutaten für eine 26 cm Springform oder 2 kleine Formen à 18 cm Durchmesser
Hefeteig
120 g Mehl Typ 550, 4 g frische Hefe, 60 ml lauwarme Milch, 15 g Zucker, 1 Prise Salz,
1 Eigelb, 10 g weiche Butter
Hefe in der lauwarmen Milch auflösen, alle anderen Zutaten in eine Schüssel geben. Hefemilch mit in die Schüssel geben und alles so lange verkneten, bis sich der Teig vom Schüsselrand löst. Jetzt darf der Teig 1 Stunde an einem warmen Plätzchen gehen.

Mürbeteig
70 g Mehl Typ 550, 50 g Butter, 25 g Zucker
Alle Zutaten rasch zu einem homogenen Teig verkneten und ab damit in den Kühlschrank. Hier wartet der Mürbeteig nun mindestens eine halbe Stunde auf sein Rendevouz mit dem Hefeteig.

Nach der Ruhezeit werden die Teige miteinander verknetet. Dazu den Hefeteig etwas flachdrücken, den Mürbeteig in Stücken auf dem Hefeteig verteilen und dann das Ganze auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche  miteinander verkneten. Fertig ist der Zwillingsteig!

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

Ausrollen und ab damit in die Form. Dabei je nach Füllung einen entsprechend hohen Rand formen. Ich habe zwei kleine Formen à 18 cm Durchmesser mit dem Teig gefüllt und den Teig in den Formen vor dem Backen noch einmal 30 Minuten ruhen lassen.

Beim Belag habe ich mich dann für zweieiige Zwillinge entschieden 😉 und einen fruchtigen Apfelkuchen mit Bienenstichguss und einen cremigen Badischen Rahmkuchen gebacken.

Für den Apfelkuchen
2 große Äpfel, Schale und Saft von 1/2 Zitrone, 2 Kapseln Kardamom, 1 Stück Zimtstange, 2 EL Rosinen, Zucker und/oder Honig nach Geschmack, 50 g Butter, Zucker, 40 g Mandelblättchen, 1 EL Milch, 1 EL Honig

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

Äpfel schälen und in größere Stücke teilen. Mit der Schale und dem Saft einer halben Zitronen und den Rosinen in einen Topf geben, 2 Kardamonkapseln andrücken und zusammen mit einem Stück Zimtstange dazu geben. 3 EL Wasser zufügen, kurz aufkochen und dann bei kleiner Hitze 5 – 7 Minuten zu Kompott kochen. Die Apfelstücke sollen auf jeden Fall noch Biss haben und nicht zerfallen sein. Zum Schluss mit Zucker und /oder Honig nach Geschmack süßen und etwas abkühlen lassen. Da der Bienenstichguss süß ist, habe ich nur ganz wenig Zucker und Honig verwendet. Aber wie gesagt, jeder nach seinem Geschmack.
Für den Bienenstichguß die Butter leicht bräunen, Zucker und Mandelblättchen zugeben, ebenso die Milch und den Honig und alles einmal kurz aufkochen.

Das etwas abgekühlte Kompott auf dem Teig verteilen, vorher die Gewürze und Schale entfernen, die Bienenstichmasse über die Äpfel geben und bei 175 °C Umluft etwa 40 Minuten backen.

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

Für den Badischen Rahmkuchen
200 g saure Sahne, 200 g süße Sahne, Mark einer Vanilleschote, 50 g Zucker, 1 Ei, Zimtzucker zum Bestreuen

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und kurz aber gut miteinander verrühren und dabei möglichst wenig Luft in die Masse rühren. Auf den vorbereiteten Teig gießen und bei 175 °C  zusammen mit dem Apfelkuchen goldbraun backen.

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

Ich habe den Apfelkuchen nach 40 Minuten aus dem Backofen genommen, den Badischen Rahmkuchen noch weitere 5 Minuten im ausgeschalteten Backofen stehen lassen. Die Kuchen dürfen zunächst in der Form etwas abkühlen und werden dann aus der Form gelöst.

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

DSC_0143

 Den Badischen Rahmkuchen vor dem Essen  noch mit reichlich Zimtzucker bestreuen und ggf. Sahne zum Apfelkuchen schlagen!

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

Lasst es euch schmecken!

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

(Visited 60 times, 1 visits today)
FacebookTwitterGoogle+PinterestTeile diesen Beitrag mit deinen Freunden

Wintergemüse Grünkohl

Als ich neulich am Samstagmorgen auf dem Wochenmarkt war, lag am Stand meines Lieblingsgemüsehändlers Grünkohl, und zwar in zwei Varianten: mit Strunk und schon gerupft und gezupft im Beutel. Eigentlich mag ich es, Lebensmittel im „Rohzustand“ zu kaufen und zu verarbeiten, beim Grünkohl habe ich aber eine Ausnahme gemacht. Die Tüte mit den schon fertig gemachten Grünkohl war einfach zu verlockend. Ein Paar Kartoffeln sind dann auch noch in den Einkaufskorb gewandert. Am Wurststand nebenan habe ich etwas Kasseler und Mettwürstchen gekauft; damit hatte ich eigentlich alles, was man für ein zünftiges Grünkohlessen braucht.

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

Ich mag Grünkohl gerne, so wie meine Mutter ihn gemacht hat: zusammen mit Kartoffeln und Mettwürstchen und/oder Kasseler als Eintopf gekocht.
So während des Tages habe ich dann immer mal wieder den ein oder anderen Gedanken an meinen Grünkohl und seine Zubereitungsweise verschwendet. Und irgendwie musste ich dabei an die Art und Weise denken, wie unser Freund Ingo, der ursprünglich aus Norddeutschland stammt, seinen Grünkohl isst: er bestreut  Grünkohl mit Zucker. Zucker über den Grünkohl streuen, das wollte ich nun nicht, aber eine süssliche Komponente zu dem doch etwas herben Kohl, das konnte ich mir gut vorstellen. Und so kam es dazu, dass es am Samstag Grünkohl-Kartoffelstampf mit karamellisierten Äpfeln und gebratener Mettwurst gab.

Zutaten für 4 Personen
400 g vorbereiteter Grünkohl, 400 g Kasseler in kleine Würfel geschnitten, 2 Zwiebeln, etwas Butterschmalz zum Anbraten, 50 ml weißer Portwein, 1 kg Kartoffeln, etwas Milch, 2 EL  Butter, Muskat, 4 Mettwürstchen in schräge Scheiben geschnitten, 2 große Äpfel, Butter, brauner Zucker, 50 ml Weißwein.

Zubereitung
Den Grünkohl zunächst waschen und in kochendem Salzwasser 3 Minuten blanchieren. In ein Sieb gießen, abtropfen lassen und gut ausdrücken. In der Zwischenzeit die Zwiebeln fein würfeln und in etwas Butterschmalz glasig dünsten. Die Kasselerwürfel dazu geben und mit anbraten. Nun kommt der gut ausgedrückte Grünkohl mit den Topf, und wird ebenfalls angedünstet. Nach ca. 5 Minuten mit weißem Portwein ablöschen und den Grünkohl etwa 30 Minuten zugedeckt bei kleiner Hitze köcheln. Gegen Ende der Garzeit den Deckel abnehmen, damit die Restflüssigkeit verdampfen kann.

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

Während der Grünkohl kocht, die Kartoffeln, schälen, waschen, in Würfel schneiden und in Salzwasser gar kochen. Dann abgießen, ausdämpfen lassen und mit einem Kartoffelstampfer grob zerstampfen. 2 EL Butter und so viel Milch zugeben, dass ein cremiger Kartoffelbrei entsteht, der durchaus noch etwas stückig sein darf.

Für die karamellisierten Äpfel die Äpfel entkernen und mit Schale in kleinere Würfel schneiden. 2 EL Zucker in einem Topf hellbraun karamellisieren, mit 50 ml Weißwein ablöschen und so lange kochen, bis sich der Zucker gelöst hat. Den Sud dann um die Hälfte einkochen lassen. Die Äpfel zugeben, bissfest garen und von der Kochplatte ziehen. Jetzt noch die in Scheiben geschnittenenen Mettwürstchen in Mehl wenden und in Butterschmalz kross braten.

Den Grünkohl nach 30 Minuten Kochzeit zu dem Kartoffelstampf geben, unterrühren. und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken und mittig auf einen Teller geben. Die Apfelstückchen drum herum geben und den Grünkohl-Kartoffelstampf mit etwas Sirup beträufeln. Zum Schluss die gebratenen Mettwürstchen on Top platzieren und ab damit auf den Tisch.

Herrlich!

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

Lasst es euch schmecken!

 

(Visited 33 times, 1 visits today)

Resteverwertung – zweiter Teil

Wie ihr unschwer erkennen könnt, bin ich im Resteverwertungswahn! Heute möchte ich euch eine  Idee für die Verwertung von süßen Resten, in diesem Fall Stollen, vorstellen. Es gibt Stollenknödel  zum Nachtisch. Dazu braucht ihr für 4 Personen

©Herdanziehrungskraft.Lefering-online 2018

©Herdanziehrungskraft.Lefering-online 2018

Zutaten
2 altbackene Brötchen, 100 g Christstollen, 75 ml lauwarme Milch, 1 Ei, 1 TL abgeriebene Orangenschale, Zimt, Zucker

Zubereitung
Die Brötchen und den Christstollen fein würfeln und in eine Schüsel geben. Mit 75 ml lauwarmer Milch begießen und mindestens 30 Minuten abgedeckt stehen lassen. Das Ei verquirlen Orangenschale über die eingeweichte Masse geben, das Ei zugeben und alles zu einer homogenen Masse verkneten. Sollte die Masse etwas weich sein, ggf. noch 1 – 2 EL Semmelbrösel zugeben.

©Herdanziehrungskraft.Lefering-online 2018

©Herdanziehrungskraft.Lefering-online 2018

©Herdanziehrungskraft.Lefering-online 2018

©Herdanziehrungskraft.Lefering-online 2018

Aus der Masse 8 kleine Knödel formen und in leicht gesalzenem Wasser 15 – 20 Minuten gar ziehen lassen. Die Knödel kurz abtropfen lassen, Zimtzucker wälzen und mit Vanillesauce servieren.

©Herdanziehrungskraft.Lefering-online 2018

©Herdanziehrungskraft.Lefering-online 2018

©Herdanziehrungskraft.Lefering-online 2018

©Herdanziehrungskraft.Lefering-online 2018

Eine einfache Vanillesauce ist fix gemacht. 250 ml Milch mit 20 g Zucker, 1 geh. TL Speisestärke, dem Mark einer Vanilleschote und einem Ei verquirlen. Die Mischung nun zum Kochen bringen und eine Minute lang  kochen, dabei schön rühren, damit nichts ansetzt. Wenn euch die Sauce zu dick erscheint, einfach noch einen Schluck Milch zugießen. Wenn ihr einen Teil der Milch durch Sahne ersetzt, wird die Sauce besonders samtig.

Zum Servieren die Sauce in tiefe Teller gießen, je 2 Knödel hineinsetzen und die restliche Vanillesauce dazu reichen.

©Herdanziehrungskraft.Lefering-online 2018

©Herdanziehrungskraft.Lefering-online 2018

Lasst es euch schmecken!

(Visited 58 times, 1 visits today)

Was tun mit Schokonikoläusen???

Oh je, das darf doch wohl nicht wahr sein! Es gibt nicht nur übrig gebliebene Schokonikoläuse, nein, auch Schokohasen und -Hennen aus der letzten Ostersaison fristen bei uns noch ein freudloses Dasein. Das soll sich ändern! Ich mache aus diesen Schokofiguren einen Schokoaufstrich.

©Herdanziehrungskraft.Lefering-online 2018

©Herdanziehrungskraft.Lefering-online 2018

Zutaten
150 g Haselnüsse, 250 g Schokofiguren der Geschmacksrichtung Vollmilch, Zartbitter oder eine Mischung aus diesen Sorten, 100 g Butter, 40 ml Milch oder Sahne, Mark einer Vanilleschote, 1 kräftige Prise Salz.

Zubereitung
Die Haselnüsse auf ein Backblech geben und bei 175 °C Umluft im Ofen ca. 20 Minuten rösten. Anschließend in ein Küchentuch geben und rubbeln, bis sich die Haut von den Nüssen löst. Anschließend werden die Nüsse fein gemahlen. Dabei entfaltet sich ein köstlicher Duft in der Küche.

©Herdanziehrungskraft.Lefering-online 2018

©Herdanziehrungskraft.Lefering-online 2018

Inzwischen die Schokofiguren in kleine Stücke brechen und über dem Wasserbad schmelzen. Die Butter zugeben, Sahne, Vanillemark und das Salz zugeben, sobald die Butter geschmolzen ist. Zum Schluss die Haselnüsse unter die Schokomasse rühren und alles in kleine Gläser füllen.

©Herdanziehrungskraft.Lefering-online 2018

©Herdanziehrungskraft.Lefering-online 2018

Die Creme schmeckt weniger süß bekannte Schokoaufstriche und ist durch die gerösteten Haselnüsse total lecker und lässt sich außer als Brotaufstrich sicher auch gut beim Backen verwenden. Ich habe Visionen von Schokocroissants oder so….

©Herdanziehrungskraft.Lefering-online 2018

©Herdanziehrungskraft.Lefering-online 2018

Lasst es euch schmecken!

(Visited 46 times, 1 visits today)

Resteverwertung – erster Teil

Ich glaube, das kennt jeder: das neue Jahr hat angefangen und es gibt doch etliche Lebensmittel, die von den Feiertagen übrig geblieben sind. Gründe dafür gibt es viele: zu viel eingekauft, zu wenig Appetit 😉 ,… Bei uns gibt es Brötchen von den Feiertagsfrühstücken, vom Raclette am Heilig Abend ist noch Käse im Kühlschrank, es gibt viele geschenkte Schokonikoläuse, von Stollen und Keksen ganz zu schweigen. Mich treibt dann immer die Frage um: wie kann ich aus den Überbleibseln etwas Leckeres machen?

Und da wir an den Feiertagen mehr Fleisch als üblich gegessen haben, durfte es für mich auch mal wieder fleischlos sein und habe ich aus alten Brötchen, Bergkäse und Ei Käseknödel nach dem Vorbild von Kaspressknödeln gemacht. Diese Käseknödel habe ich in der Pfanne gebraten,

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

Kaspressknödel 11

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

Zutaten für 4 Personen
5 altbackene Brötchen, 150 g kräftiger Bergkäse, 300 ml lauwarme Milch, Petersilie und Schnittlauch, insgesamt etwa 1 Bund, 1 Zwiebel, 1 Ei, Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Öl oder Butterschmalz zum Braten.

Zubereitung
Die Brötchen fein würfeln, mit der lauwarmen Milch begießen und mindestens 30 Minuten stehen lassen. Inzwischen die Zwiebel klein Würfeln und in etwas Butter in einer Pfanne andünsten, die feingehackte Petersilie kurz mitdünsten. Den Käse fein reiben und den Schnittlauch in dünne Ringe schneiden.

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

Wenn die Einweichzeit vorüber ist, den Käse, das Ei, die Zwiebel mit der Petersilie und den Schnittlauch zur Brötchenmasse geben und alles zu einer homogenen Masse verkneten. Aus dieser Masse Knödel formen, meine hatten die Größe von haushaltsüblichen Frikadellen. In Öl oder Butterschmalz – ich habe Butterschmalz genommen – auf beiden Seiten goldbraun braten. Das dauert insgesamt 10 Minuten.

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

Bei uns gab es dazu Spitzkohl, den ich in Streifen geschnitten und in Butter kurz gedünstet habe. Einfach, aber lecker!

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

Mit einem gemischten Salat oder gebratenen Pilzen schmecken diese Käseknödel bestimmt auch. Und wenn es etwas herzhafter sein soll, könnt ihr Speckwürfelchen mit den Zwiebeln zusammen in der Pfanne andünsten und mit in die Masse geben.

(Visited 50 times, 1 visits today)

Geburtstagskuchen – nicht nur für Männer

Ich bin ja im Internet ziemlich viel und gerne in Koch- und Backblogs unterwegs und immer wieder begeistert! Letztens bin ich bei einem Ausflug im WWW wieder einmal auf Marcs Seite „bake to the roots“ gelandet und fand es hier sehr spannend. Ich selbst mag sehr gerne die Mischung aus süß und herzhaft. Da ist es kein Wunder, dass mein Auge an seinem  Kuchen mit Karamell, Bier, Chips, Salzgebäck und Schokolade hängen blieb. Alles Zutaten, die Männer gerne mögen, war mein erster Gedanke. Zum Geburtstag eines lieben Freundes am Wochenende habe ich Marcs Idee aufgegriffen und in etwas abgewandelter Form nachgebacken.

Ich gebe zu: nicht nur ich war skeptisch! Auch eine Reihe von Geburtstagsgästen schaute eher kritisch. Aber letztlich konnte der Kuchen auf der ganzen Linie überzeugen. Herzlichen Dank an Marc für das coole Rezept.

© Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

Zutaten
für den Teig:
150 g weiche Butter, 90 g braunen Zucker, 75 g weißer Zucker, 1 Ei, Mark von einer Vanilleschote, 260 g Mehr, 1 TL Natron, 5 EL dunkles Bier (z.B. Guiness), 3 Scheiben Bacon, 50 g Kakao-Nibs, 50 g Schokodrops

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

für den Belag:
200 g Karamellsirup (ich habe meinen selbstgemacht, gibt’s aber auch fertig zu kaufen, z.B. von Grafschafter), 60 ml dunkles Bier (z.B. Guinness), 1 EL Erdnussbutter, 30 g Kartoffelchips, gesalzen, 20 g Salzbrezeln, 3 Scheiben Bacon, 40 g Kakao-Nibs, geschmolzene Schokolade zum Verzieren (ich habe Vollmilchkuvertüre genommen)

Zubereitung:
Zunächst einmal werden die Baconscheiben in einer Pfanne kross gebraten und kommen dann zum Abtropfen auf Küchenpapier. Eine quadratische Backform 24 x 24 cm groß mit Backpapier auslegen und den Backofen auf 175 °C vorheizen.

Für den Teig die Butter mit beiden Zuckersorten cremig aufschlagen, das Ei und das Vanillemark zufügen und unterrühren. Mehl mit dem Natron mischen und mit dem Bier zusammen kurz unterrühren. Wenn sich alle Zutaten gut verbunden haben, 3 Scheiben Bacon von Hand zerbröseln und mit den Kakao-Nibs unter den Teig rühren. Nun kommt der Teig in die Form und wird schön glatt gestrichen. Die Form wandert jetzt für gut 20 Minuten in den Ofen.

Während der Kuchen backt, oder auch schon vorher, könnt ihr den Karamellsirup zubereiten. Dafür 250 g Zucker in einem Topf schmelzen bis er goldbraun ist, dann mit 250 ml kochendem Wasser ablöschen. Achtung: das blubbert und zischt und kann spritzen! Die Masse kocht nun so lange, bis sich der Zucker gelöst hat. Das dauert so ca. 1 Minute. Den Sirup etwas abkühlen lassen, dann 60 ml Bier zufügen und das ganze 10 bis 15 Minuten einkochen lassen, bis ein dickflüssiges Bierkaramell entstanden ist. Das Bierkaramell darf jetzt abkühlen.

Wenn der Kuchen nach etwas mehr als 20 Minuten fertig ist, die Form aus dem Ofen nehmen und den Kuchen in der Form ebenfalls auskühlen lassen.

Während Kuchen und Karamell abkühlen, die Chips und Brezeln in nicht zu kleine Stücke brechen und mit den Kako-Nibs mischen. Die 3 restlichen Scheiben Bacon werden in kleine Stücke gebrochen.

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

Wenn der Kuchen abgekühlt ist, geht es weiter. Zunächst wird die Karamellmasse auf dem Boden verteilt. Ich habe gewartet, bis die Oberfläche anzieht und dann 1 EL Erdnussbutter, die ich vorher leicht erwärmt habe, mit dem Löffelrücken auf dem Karamell verteilt. Dann kommt die Mischung aus Chips, Salzbrezeln und Kakao-Nibs obenauf und wird leicht angedrückt. Zum Schluss die Bacon-Brösel über gleichmäßig auf dem Belag verteilen und das Werk mit geschmolzener Kuvertüre verzieren.

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2018

Lasst es euch schmecken!

 

(Visited 51 times, 1 visits today)

Seit Kindertagen – Nuss-Pangani

Ich bin sicher, in jeder Familie gibt es im Advent und zu Weihnachten Plätzchen, die über Generationen hinweg gebacken werden. In unserer Familie sind das Nuss-Pangani. Das Rezept stammt aus dem „Handbuch der Weihnachtsbäckerei“ von Kölln-Zucker irgendwann aus den frühen 70er Jahren. Diese Nuss-Pangani gehörten zum Standard-Repertoire meiner Mutter. Ich backe sie seit ich vor vielen, vielen Jahren  zu Hause ausgezogen bin in jeder Vorweihnachtszeit. Unsere beiden Töchter lieben diese Plätzchen genau so wie ich. “Adventszeit ohne Nuss-Pangani ist keine richtige Adventszeit“ würden sicher beide sagen. Und deshalb werden diese Plätzchen in diesem Jahr auch in Glasgow gebacken , wo unsere ältere Tochter lebt.

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2017

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2017

Mein Exemplar des Handbuchs für die Weihnachtsbäckerei ist tatsächlich das, was in meiner Kindheit auf der Arbeitsfläche lag, wenn gebacken wurde. Entsprechend sieht es aus: Das Deckblatt gibt es schon lange nicht mehr, Spuren von buttrigen Fingern, Flecken von Kakao, Zimt und anderen Dingen, die die Weihnachtsbäckerei braucht, zieren die Seiten.

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2017

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2017

Diese Plätzchen aus Kindertagen, die so herrlich knusprig sind und bleiben, möchte ich euch heute vorstellen.

Zutaten:
200 g Butter, 100 g brauner Zucker, 1 Ei, 2 EL Rum, 200g Mehl, je 1/2 TL gemahlener Kardamom und Zimt, 1 Messerspitze geriebene Muskatnuss, 200 g gemahlene Walnüsse (Haselnüsse gehen auch), 100 g Grümmel-Kandis

Zubereitung:
Alle Zutaten in eine Schüsselgeben und mit der Küchenmaschine oder den Knethaken des Handrührers zu einem glatten Teig verkneten. Der fertigen Teig  zu Rollen formen und am besten über Nacht in Folie gewickelt im Kühlschrank kalt stellen.

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2017

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2017

Am nächsten Tag den Backofen auf 175 °C Umluft vorheizen, bei Ober- und Unterhitze sind 180 °C optimal. Von den Teigstangen etwa 1/2 cm dicke Scheiben abschneiden, auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und ab damit in den Ofen. Die Backzeit beträgt 12 bis 15 Minuten, aber man sieht und riecht ja, wenn die Plätzchen fertig sind. Leider auch, wenn sie zu lange im Ofen waren. :-(

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2017

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2017

Ich wünsche euch gutes Gelingen und freue mich, wenn ihr mir schreibt, ob es bei euch Familienplätzchen gibt, die unbedingt dazu gehören!

(Visited 78 times, 1 visits today)

Die Plätzchensaison beginnt mit Aachener Printen

Natürlich gibt es in Aachen jede Menge Bäckereien, die gar köstliche Printen backen. Man hat nicht nur rund um den Dom reichlich Gelegenheit, dieses für Aachen typische Gebäck an beinahe jeder Straßenecke zu kaufen. Während des Jahres, denn in Aachen isst man Printen nicht nur zur Weihnachtszeit, kaufe ich Printen. Ich mag aber diesen einzigartigen Duft, der durchs Haus zieht, wenn Printen gebacken werden. Deshalb gehören Printen zu meinem Weihnachtsplätzchen-Repertoire. Und da sie besser werden, je länger man sie lagert, ist es immer die erste Sorte Plätzchen, die ich backe.

Plant bei eurer Printenbäckerei ein, dass der Teig vor dem Backen an einem kühlen Ort drei Tage ruhen muss. Mein Teig hat im Keller auf den Backtag gewartet.

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2017

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2017

Zutaten:
450 g Zuckerrübensirup, 180 g brauner Zucker, 450 g Roggenmehl, 220 g Weizenmehl
80 g fein gehacktes Orangeat, abgeriebene Schale einer unbehandelten Orange, 1 große Prise Salz, 1 EL Pottasche, gemahlene Gewürze, nämlich 1 TL Nelken, 2 EL Zimt, 2 TL Anis, 1/2 TL Piment, 1/2 Ingwer, 1/2 TL Koriander

Zubereitung:
Rübensirup unter Rühren zusammen mit dem braunen Zucker erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Die Zuckermasse etwas abkühlen lassen. Nun das Mehl mit den gemahlenen Gewürzen, dem Salz und der geriebenen Orangenschale vermischen und die Zuckermasse vorsichtig unterrühren. Die Pottasche in 3 EL Wasser auflösen und zusammen mit dem Orangeat ebenfalls untermischen. Der Teig muss nun sehr gut geknetet werden. Bei mir macht das Gott sei Dank die Küchenmaschine. Sollte der Teig zu trocken sein, einfach noch etwas Wasser zugeben.

Und nun ab in den Keller mit dem Teig. Nach dem Ruhen den Teig portionsweise etwa fingerdick ausrollen. Das erfordert etwas Kraft, erspart aber den Gang ins Fitnessstudio 😉 und erlaubt die ein oder andere Printe mehr. Den ausgerollten Teig nach Belieben in Streifen schneiden oder mit Ausstechförmchen ausstechen. Typische Aachener Printen sind etwa 2 cm breit und 7 cm lang.

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2017

©Herdanziehungskraft.Lefering-online 2017

Backofen auf 160 °C Umluft vorheizen und die Printen 15 bis 20 Minuten backen. Wer mag, bestreicht die Printen vor dem Backen mit Milch oder Zuckerwasser. Das gibt einen schönen Glanz.

©Herdanziehungskraft.Lefering-online.de

©Herdanziehungskraft.Lefering-online.de

Sollten euch die Printen zu hart sein, legt einfach einen Apfelschnitz mit in die Keksdose. Das macht die Printen weicher. Und wenn euch die Lust auf Printen zum Kaffee verlässt, könnt ihr sie für die Sauce eines Sauerbratens verwenden. Dazu die Printen in kleine Stücke brechen und schneiden und in der Sauce auflösen. Das ist köstlich.

Ich wünsche allen viel Spaß beim adventlichen Plätzchenbacken. Bis bald!

 

(Visited 40 times, 1 visits today)

Wieder aufgetaucht – heute gibt es echtes Soulfood

Der Sommer und der Herbst waren schön. Ich habe viele Dinge gekocht und gebacken ohne tatsächlich Zeit und Muße gehabt zu haben, meine Rezepte hier zu veröffentlichen Das soll sich jetzt ändern. Schließlich steht die Plätzchenbackzeit vor der Tür, meine liebste Backzeit im Jahr.

Bevor aber die Plätzchenrezepte online gehen, möchte ich euch heute ein Tarterezept vorstellen, das bei trübem Herbstwetter nicht nur farblich  die Stimmung hebt. Statt Trübsal blasen gibt es eine Rote-Bete-Tarte.

©Herdanziehungskraft.Lefering 2017

©Herdanziehungskraft.Lefering 2017

Zutaten:
250 g Mehl Typ 550, 10 g frische Hefe, 1 TL Zucker,100 ml lauwarmes Wasser, 1 Ei, 1/2 TL Salz, 3 EL Olivenöl, 1 großes Bund Rucola, 2 – 3 EL frischer Thymian, 150 g Ziegenfrischkäse, 100 g Ziegenkäserolle, etwas Zitronensaft, 50 g Walnüsse, 3 EL Johannisbeerchutney (oder auch Zwiebelchutney) und natürlich je nach Größe 2 bis 3 frische Rote Bete.

Zubereitung:
Die Rote Bete waschen und ungeschält in Salzwasser 45 Minuten kochen. Sie sollten sich bissfest anfühlen. In der Zwischenzeit die Hefe mit dem Zucker im lauwarmen Wasser auflösen, zum Mehl geben und verrühren. Das Salz und das Ei sowie das Olivenöl zugeben und kneten bis sich der Teig vom Schüsselrand löst. Sollte der Teig zu trocken sein, noch etwas lauwarmes Wasser zugeben. Die Schüssel abdecken und an einem warmen Ort etwa 45 Minuten gehen lassen.

Für den Ziegenkäsebelag zunächst den Rucola in ein Sieb geben und mit kochendem Wasser übergießen, abkühlen lassen, ausdrücken und kleinschneiden. Thymian waschen und Blättchen von den Stielen zupfen. Den Ziegenfrischkäse glattrühren, mit Salz, Pfeffer und Thymianblättchen vermischen und Rucola unterheben. Ein Spritzer Zitrone schadet an dieser Stelle nicht. Die Ziegenkäserolle in kleine Würfel schneiden und ebenfalls unterheben.

Die Haut der Rote Bete abziehen und die Rote Bete in Scheiben von etwa 1/2 cm Dicke schneiden.

©Herdanziehungskraft.Lefering

©Herdanziehungskraft.Lefering

Den gegangenen Hefeteig kurz zusammenkneten, ausrollen und in eine Tarteform legen, dabei einen Rand formen. Ich habe eine eckige Form genommen, eine runde Form geht natürlich auch. Nun kommt die Frischkäsemasse auf den Teig und wird mit den Rote Bete-Scheiben bedeckt. Das Chutney etwas glattrühren, auf die Rote Bete-Scheiben geben und mit einem Löffel verstreichen. Die Walnüsse über die Tarte streuen und ab damit in den Ofen. Dort wird sie bei 175 °C Umluft etwa 25 Minuten gebacken.

©Herdanziehungskraft.Lefering 2017

©Herdanziehungskraft.Lefering 2017

Lasst es euch schmecken!

(Visited 43 times, 1 visits today)

Der Sommer hat einiges zu bieten – Flammkuchen in Variationen

Neben einem reichhaltigen Angebot an frischen Gemüsen, Früchten, Beeren, Urlaub und Zeit für  Dinge, die sonst zu kurz kommen, hat der Sommer auch in diesem Jahr wieder Sarahs Knuspersommer 2017 im Gepäck.

Im letzten Jahr habe ich erstmals an diesem Event teilgenommen. Auch in diesem Jahr möchte ich gern dabei sein, und zwar mit einem Wochenendstart-Rezept. Für ein Wochendstart-Rezept gilt: geht schnell und schmeckt lecker.

©Herdanziehungskraft 2017

©Herdanziehungskraft 2017

Da ist Flammkuchen eine gute Wahl. Der Teig ist schnell gemacht und die unterschiedliche Beläge sorgen für geschmackliche Vielfalt auf dem Teller. Normalerweise backe ich Flammkuchen auf einem Teig, der aus Weizenmehl, Salz, Wasser und etwas Öl besteht. Heute aber sollte die Grundlage etwas herzhafter sein. Deshalb habe ich mich für einen Hefeteig aus Roggen- und Weizenmehl entschieden.

Oben auf den geschmacklich etwas kräftigeren Teig kamen einmal (fast) ganz klassisch saure Sahne, Speck und (Lauch-)Zwiebeln,

©Herdanziehungskraft 2017

©Herdanziehungskraft 2017

auf den zweiten Flammkuchen saure Sahne, kurz angebratene Chorizoscheiben, karamellisierte Aprikosen, frischer Rosmarin, Lauchzwiebeln, Blaubeeren und würzigem Camenbert. Hört sich möglicherweise wie gewürfelt an, hat uns aber in der Kombination aus scharf, leicht süsslich und herzhaft würzig gut geschmeckt. Deshalb möchte ich euch diese Variante nicht vorenthalten.

©Herdanziehungskraft 2017

©Herdanziehungskraft 2017

Zutaten
Für den Teig
150 g Roggenmehl, 150 g Weizenmehl Typ 550, 10 g Hefe, 1 TL Zucker, 1/2 TL Salz, 2 EL Öl, 2 EL Joghurt, 150 – 200 ml lauwarmes Wasser

Für den Belag
Klassische Variante
3 EL saure Sahne, 75 g geräucherter Speck, feingewürfelt, 1 rote Zwiebel, 4 Lauchzwiebeln mit dem Grün in dünne Ringe geschnitten, Salz, Pfeffer, Muskat

Fruchtig scharfe Variante
2 EL saure Sahne, 1 EL frisch gehackte Rosmarinnadeln, 6 Aprikosen, 3 EL brauner Zucker, 4 Lauchzwiebeln, 15 Scheiben Chorizo 1 cm dick geschnitten, 4 Lauchzwiebeln in dünne Ringe geschnitten, 2 Handvoll Blaubeeren, 6 – 8 Scheiben Camenbert, Salz, Pfeffer

Zubereitung
Für den Heferteig beide Mehlsorten in einer Schüssel mischen, in der Mitte des Mehls eine Mulde formen, die Hefe hinein bröseln, 1 TL Zucker als Starthilfe über die Hefe geben, 50 ml Wasser zugeben und die Hefe auflösen. Nach etwas 10 Minuten, den Joghurt auf den Mehlrand geben, ebenso das Salz und das Olivenöl. Die Hefewassermischung mit dem Mehl und den übrigen Zutaten verrühren, dabei nach und nach so viel Wasser zugeben bis sich der Teig vom Schüsselrand löst. Mit einem Tuch abdecken und 1 Stunde gehen lassen.

In der Zwischenzeit die Beläge vorbereiten, d.h. zunächst die Chorizoscheiben ohne weitere Zugabe von Öl kurz anbraten.

©Herdanziehungskraft 2017

©Herdanziehungskraft 2017

Wurstscheiben aus der Pfanne nehmen und ausgebratenes Öl bis auf einen kleinen Rest aus der Pfanne entfernen. Für die karamellisierten Aprikosen 2 EL braunen Zucker im Restöl in der  Pfanne schmelzen. Die halbierten Aprikosen mit der Schnittfläche nach unten in die Pfanne geben und mit einem weiteren EL Zucker bestreuen. Wenn Saft aus den Aprikosen austritt, die Aprikosen wenden und auf der runden Seite ebenfalls kurz karamellisieren.

©Herdanziehungskraft 2017

©Herdanziehungskraft 2017

Nachdem der Teig geruht und sein Volumen deutlich vergrößert hat, wird er kräftig zusammengeknetet, in zwei Teile geteilt und auf Mehl zu sehr dünnen Fladen ausgerollt. Die Fladen werden mit der sauren Sahne bestrichen. Bei der klassischen Variante kommen zunächst die Speckwürfelchen auf die saure Sahne, darauf folgen die rote Zwiebel in dünnen Ringen, die weißen und grünen Teile der Lauchzwiebeln sowie Salz, Pfeffer und Muskat.

©Herdanziehungskraft 2017

©Herdanziehungskraft 2017

Für die fruchtig scharfe Variante, werden zunächst die Chorizoscheiben auf das saure-Sahne-Bett gelegt, nun die Aprikosen dazwischen drappiert und mit dem feingehackten Rosmarin bestreut; darüber kommen die Zwiebelringe und das -grün, dazwischen die Blaubeeren und darauf Salz, Pfeffer und Muskat. Den Abschluss bilden hier die Cambertscheiben. Ich habe eine würzige Variante genommen, ein milder Camenbert oder anderer Weichkäse gehen al gusto natürlich auch.

©Herdanziehungskraft 2017

©Herdanziehungskraft 2017

Beide vorbereiteten Fladen dürfen jetzt noch einmal eine halbe Stunde unter einem Tuch ruhen und kommen  dann für etwa 20 Minuten in den auf 200 °C Umluft vorgeheizten Backofen.

©Herdanziehungskraft 2017

©Herdanziehungskraft 2017

©Herdanziehungskraft 2017

©Herdanziehungskraft 2017

Genießt die Flammkuchen mit einem Glas Wein oder Bier, genießt den Sommer

und schaut doch einmal beim Knuspersommer vorbei!

 

(Visited 123 times, 1 visits today)